Sparhacks im Juli

Versteckte Urlaubskosten meiden und Energieverbrauch senken: So sparen Sie im Juli Geld

Alles wird teurer, das Geld weniger wert: Die hohe Inflation macht uns allen zu schaffen. Für viele ist Sparen daher noch wichtiger geworden. Wir zeigen Ihnen ab sofort jeden Monat, wo Einsparpotenziale im Alltag schlummern. Mit ein paar einfachen Hacks kommt ein gutes Sümmchen zusammen. 

Collage von lächelnden Menschen

1. Kosten reduzieren im Juli …

… beim Währungswechsel im Urlaub

Nach Corona zieht es viele Menschen wieder in die Ferne. Innerhalb der EU ist das Bezahlen im Ausland ganz leicht: Sie brauchen nur Ihre Sparkassen-Card im Gepäck zu haben. Wenn Sie dagegen in ein Land mit fremder Währung reisen und dort auch ein wenig Bares in der Tasche haben wollen, kommt schnell die Frage auf: Was ist günstiger – Geld im Vorfeld tauschen, in die Wechselstube vor Ort gehen oder die Währung am Automaten abheben?

Fast immer lohnt sich das Abheben am Automaten, weil hier bessere Wechselkurse angeboten werden. Doch Achtung: Neben Ihrer Sparkasse oder Bank können auch die Geldautomaten-Betreiber im jeweiligen Land Gebühren erheben. Sehen Sie sich deshalb nach der Aufschrift „0 % Commission“ um.

Eine ärgerliche, aber leicht vermeidbare Kostenfalle ist die „Dynamic Currency Conversion“: Sie werden vor der Bargeldauszahlung gefragt, ob der Betrag in Euro oder in der jeweiligen Landeswährung verrechnet werden soll. Die erste Variante scheint auf den ersten Blick attraktiv und transparent: Der Urlauber weiß genau, wie viel Euro vom Konto abgebucht werden und muss den Betrag nicht selbst umrechnen. Die Automatenbetreiber erheben für diese Leistung jedoch saftige Gebühren oder rechnen den Betrag zu einem schlechten Wechselkurs um. Die Aufschläge betragen nicht selten bis zu zehn Prozent.

Unser Tipp: Meiden Sie solche Währungsumrechnungen. Wählen Sie die Option, den Betrag in der Landeswährung abzurechnen. Die Umrechnung übernimmt dann Ihre Hausbank – zu einem deutlich besseren Kurs. So bleibt mehr Geld für Souvenirs übrig. 

… beim Energieverbrauch

Puh, diese Hitze! Wer kann, schmeißt im Sommer gern Klimaanlage oder Ventilator an. Angesichts steigernder Energiepreise kann das ganz schön ins Geld gehen. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung abkühlen und Strom sparen.

Oft hilft es schon, wenn Sie strategisch lüften, Ihre Fenster abdunkeln, kalt duschen und Ihren Wäschetrockner in die Sommerpause schicken.

Was viele nicht wissen: Sind elektrische Geräte eingeschaltet oder im Stand-by-Modus, produzieren sie Abwärme. Diese heizt Ihr Zuhause unnötig auf. Ziehen Sie bei den Geräten, die Sie nicht regelmäßig verwenden, den Stecker.

Nutzen Sie die Energie der Sonne für sich! Dafür brauchen Sie nicht immer gleich eine Photovoltaikanlage im großen Stil: Mittlerweile sind zahlreiche haushaltsübliche Gegenstände mit einer kleinen Solarzelle ausgestattet. Mit einer solarbetriebenen Powerbank können Sie beispielsweise die Akkus Ihres Smartphones, Laptops oder einer Musikbox aufladen. Solarlampen und -lichterketten speichern tagsüber die Sonnenergie und lassen abends Ihren Balkon oder Garten erstrahlen.

Geld für eine Kühlbox ausgeben? Nicht nötig! Getränke lassen sich herunterkühlen, indem Sie ein nasses Küchentuch um die Flasche wickeln und diese dann für eine halbe Stunde in die Sonne legen. Die warmen Sonnenstrahlen lassen das Wasser im Handtuch verdunsten. Das Ergebnis: Das Getränk wird kühler.

Mehr Energiespartipps für den Sommer finden Sie hier

Sparhacks im Juli

… bei der Essensplanung

Lebensmittel sind derzeit sehr teuer. Achten Sie daher bei Ihrem Wocheneinkauf auf saisonale und regionale Produkte. Diese sind aufgrund der geringeren Transportkosten oft günstiger.

Für alle Stadtmenschen und alle, die sich nicht so mit Grünzeug auskennen, diese Obst- und Gemüsesorten wachsen unter anderen im Juli in Deutschland:

  • Jegliche Beeren wie beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren
  • Kirschen (süß und sauer)
  • Pfirsiche und Aprikosen
  • Etliche Kohlarten wie Blumenkohl, Chinakohl, Rotkohl oder Kohlrabi
  • Möhren
  • Brokkoli
  • Erbsen
  • Gurken
  • Spinat
  • Salate

Und für alle, die nicht ständig in teure Restaurants gehen können, aber dennoch Abwechslung und sich mal was gönnen möchten: Wie wäre es mit Kochboxen? 

2. Schnäppchenjagd im Juli

Schnäppchenjägerinnern und -jäger aufgepasst: Im Juli gibt es einige Produkte, die den Rest des Jahres deutlich teurer sind.

Wenn die Temperaturen steigen, gehen die Preise für Kleidung in den Läden runter. Viele verbringen die heißen Tage lieber im Freibad als in der Innenstadt beim Shopping und auch die Urlaubssaison sorgt dafür, dass Geschäfte verhältnismäßig leer sind. Für den Einzelhandel neigt sich die Sommersaison schon im Juli dem Ende zu und viele Geschäfte sortieren ihre Sommerware aus. Die Folge: kräftige Rabatte im – und auch schon vor dem eigentlichen – Sommerschlussverkauf.

Auch im Möbel- und Gartenschlussverkauf können Sie Schnäppchen machen. Viele Gartengeräte wie Heckenscheren oder Rasenmäher werden im Juli wieder günstiger. Für alle, die für Herbst und Winter zeitig dran sein wollen: Noch sind die Preise für Laubbläser oder Schneeschaufeln niedrig.  

Für alle, die es in die Ferne statt in den heimischen Garten zieht: Im Juli können Sie günstige Last-Minute-Angebote für den (Spät)sommer abstauben. Und keine Angst: Das sind nicht nur die unliebsamen Übriggebliebenen. Oft haben auch gute Hotels und Ferienwohnungen auf den letzten Drücker noch schicke Zimmer für kleineres Geld frei.  

3. Guter Finanzvorsatz im Juli: Schließen Sie eine Auslandskrankenversicherung ab

Egal ob Last-Minute-Schnäppchen oder lange geplant: Für Ihre Reise sollten Sie über eine Auslandskrankenversicherung nachdenken. Im Ausland werden Arztbesuch, Krankentransport oder Krankenhausaufenthalt oft ziemlich teuer. Die Versicherung springt ein, wenn Sie wegen einer Magenverstimmung zum Arzt gehen oder beim Klettern oder Tauchen einen Unfall haben.

Bei Reisen außerhalb Europas ist die Auslandskrankenversicherung besonders wichtig. Ärztliche Behandlungen in Amerika, Asien, Australien oder Afrika müssten Sie sonst komplett aus eigener Tasche bezahlen, da Ihre gesetzliche Krankenversicherung hier nicht einspringt.

Wenn Sie innerhalb eines Jahres öfters wegfahren, kann sich der langfristige Abschluss einer Auslandskrankenversicherung lohnen. Kurze Verträge, die für jede Reise separat abgeschlossen werden, sind oft teurer.

Tipp: Bei einer goldenen Sparkassen-Kreditkarte ist ein Reiseschutz enthalten. Das Paket umfasst neben einer Auslandskrankenversicherung auch eine Reiserücktrittskostenversicherung, einen Kfz-Schutzbrief im europäischen Ausland sowie kostenfreie Unterstützung bei Notfällen wie Diebstählen. Da auch die Gebühren beim Geldabheben in fremder Währung komplett entfallen, lohnt sich die Kreditkarte für Vielreisende auch finanziell.

Wir beantworten Ihnen gern alle Fragen rund um Reiseversicherungen und Reisezahlungsmittel.  


Wir hoffen, unsere Sparhacks helfen Ihnen, Ihre Kosten im Juli zu reduzieren. Im August geben wir Ihnen wieder eine Reihe von Tipps mit auf den Weg. Bis dahin: Viel Spaß beim Sparen.

(Stand: 27.06.2022)


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