Coinbase: 5 wichtige Dinge, die Sie über die Handelsplattform von Kryptowährungen wissen sollten

Bitcoin, Ethereum und Litecoin – alles rund um den Handel auf Coinbase

Als die Handelsplattform Coinbase Mitte April ihr Börsendebüt gab, schossen die Aktienkurse rasant in die Höhe. Der Grund: Anlegerinnen und Anleger rissen sich um Anteile des Krypto-Schwergewichts und bescherten dem Unternehmen ein sattes Plus an der Börse. Doch: Was genau macht Coinbase eigentlich? Wir haben für Sie fünf wichtige Aspekte, die Sie über das US-Unternehmen wissen sollten, zusammengetragen. 

Frau mit Handy

Das Wichtigste in Kürze

  • Coinbase ist eine Handelsplattform, über die Kundinnen und Kunden Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum kaufen und verwalten können – auch mithilfe einer App
  • Auch Firmen können bei Coinbase ein Konto eröffnen und so nicht nur in Kryptowährungen investieren, sondern sie auch als Zahlungsmittel für den Handel nutzen
  • Mit einer Bewertung von 100 Milliarden Dollar ist Coinbase momentan mehr wert als jeder andere Börsenbetreiber
  • Coinbase ist wie alle anderen Anbieter in der Krypto-Welt starken Schwankungen ausgesetzt – auch Aktien der Firma sind damit ein volatiles Investment
  • In Deutschland geben mehr als 76 Prozent der befragten Menschen an, aktuell nicht in Kryptowährungen investieren zu wollen

1. Coinbase ist eine Handelsplattform für Kryptowährungen

Neu ist das US-Unternehmen Coinbase nicht. Bereits seit 2012 bietet die Firma ihren Kundinnen und Kunden den Kauf von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin an. Das Geschäftsmodell: Über ein Konto bei Coinbase können auch Einsteiger ganz einfach Kryptowährungen kaufen und verwalten. Coinbase verdient daran auf zwei Arten: Zum einen verlangt der Anbieter Gebühren für Transaktionen wie zum Beispiel Ankauf und Verkauf; zum anderen verdient er am sogenannten „Spread“, also der Differenz zwischen Ankaufpreis und Verkaufspreis. 

2. Die Plattform wickelt große Mengen an Kryptowährungen für Firmen ab

Da die Krypto-Handelsplattform in erster Linie von einem möglichst hohen Handelsvolumen lebt (sie behält mit durchschnittlich 0,5 Prozent des gehandelten Volumens einen vergleichsweise hohen Wert ein), steht das Geschäft mit Firmen besonders im Fokus. Denn: Auch im Namen von Unternehmen können Konten bei Coinbase eröffnet werden. Und mehr noch – über Coinbase können Firmen nicht nur in Kryptowährungen investieren, sondern sie auch als Zahlungen für den Handel akzeptieren. Auch können Unternehmen den Anbieter nutzen, um Kapital einzusammeln.

Einer der bekanntesten Coinbase-Kunden ist Tesla. Der US-amerikanische E-Autobauer hatte bereits Ende 2020 Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft und den Kauf über Coinbase abgewickelt. 

3. Das Unternehmen hat einen beachtlichen Börsengang hingelegt

Der Börsengang von Coinbase hat dank des enormen Interesses der Anlegerinnen und Anleger international für großes Aufsehen gesorgt. So lagen die Aktien mit einem ersten Kurs von 381 Dollar im Wert deutlich über dem Referenzpreis von 250 Dollar. Das daraus resultierende heftige Plus bescherte der Plattform einen Höhenflug: Mit dem Börsengang ist Coinbase nun weitaus mehr wert als jeder andere Börsenbetreiber. Zum Vergleich: Das Unternehmen Intercontinental Exchange, das die New Yorker Börse betreibt, ist zurzeit knapp 66 Milliarden Dollar wert. Coinbase dagegen startete mit einer Börsenbewertung von 100 Milliarden Dollar. 

4. Der Handel mit Kryptowährungen ist heftigen Schwankungen ausgesetzt

Auch wenn einige Experten glauben, dass die Bewertung von Coinbase noch weiter in die Höhe gehen könnte: Die Plattform ist – wie im Übrigen alle Anbieter in der Krypto-Welt – heftigen Schwankungen ausgesetzt. Das liegt daran, dass der Umsatz des Unternehmens stark an den Kurs der Kryptowährungen gekoppelt ist – allen voran den volatilen Kursen von Bitcoin und Ethereum.

Wie schnell es zu Verlusten kommen kann, haben Anlegerinnen und Anleger bereits 2018 gespürt. Als es in dem Jahr zu einem Crash der Kryptowährungen kam, brach allein der Bitcoin-Kurs um über 70 Prozent ein.  

Die Zahl der Wettbewerber steigt und setzt die Plattform unter Druck

Der Konkurrenzdruck in der Branche nimmt immer mehr zu. Besonders kleinere Wettbewerber buhlen vermehrt um die Gunst der Kundinnen und Kunden. Ihr Mittel der Wahl: geringere Gebühren. Auch Paypal ist auf dem Vormarsch – der Online-Bezahldienst ist mittlerweile ebenfalls in den Handel mit Bitcoin eingestiegen.

Gleichzeitig bemühen sich mehrere Plattformen um eine verbesserte Regulierung – Coinbase ist eine von drei Handelsplattformen für Kryptowährungen, die in Deutschland eine Lizenz bei der BaFin beantragt haben. 

5. Mehr als 76 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, aktuell auf keinen Fall in Kryptowährungen investieren zu wollen

Kryptowährungen als Anlageform sind in Deutschland noch nicht weit verbreitet. Mit einem Umkehrtrend ist in nächster Zeit nicht zu rechnen. Denn: In einer aktuellen Civey-Umfrage der Sparkassen gaben mehr als 76 Prozent der Befragten an, in nächster Zeit auf gar keinen Fall in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum investieren zu wollen.

Grafik Bereitschaft Kryptowährungen

Jüngere Altersgruppen sind offener für eine Anlage in Kryptowährungen als ältere Altersgruppen

Besonders ältere Anlegerinnen und Anleger schrecken vor Krypto-Investments zurück: In der Altersgruppe 50+ gaben neun von zehn der Befragten an, nicht in Kryptowährungen investieren zu wollen. Im Vergleich: Bei den Befragten der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen gaben dies nur gut sechs von zehn an. Von Letzteren gaben zudem knapp 9 Prozent an, bereits in Kryptowährungen investiert zu haben.

Grafik Altersgruppen Kryptowährungen

Häufige Fragen

Das US-amerikanische Unternehmen Coinbase ist eine Handelsplattform für Kryptowährungen. Seit 2012 können Kundinnen und Kunden dort verschiedene Kryptowährungen kaufen und verkaufen. Zudem können sie Kryptowährungen an andere Nutzerinnen und Nutzer überweisen und untereinander tauschen. Auch Firmen können bei Coinbase Konten eröffnen, in Kryptowährungen investieren und sie über Coinbase unter anderem als Zahlungsmittel für den eigenen Handel nutzen. Die App ist auch für Einsteiger einfach zu handhaben. 

Nutzerinnen und Nutzer melden sich bei Coinbase an und eröffnen ein Konto. Dazu ist eine Verifizierung mit einem gültigen Ausweisdokument nötig. Einmal erfolgreich angemeldet können Anlegerinnen und Anleger Kryptowährungen handeln. Der aktuelle Portfolio-Wert ist dabei immer sichtbar und auch über die App jederzeit abrufbar. 

Der Anbieter handelt aktuell rund 50 verschiedene Kryptowährungen. Unter den bekanntesten sind Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin und Stellar Lumens. 

Ja. Als registrierte Handelsplattform für Kryptowährungen ist Coinbase in Deutschland erlaubt. Auch der Handel mit Kryptowährungen ist in Deutschland legal. Aktuell bemüht sich Coinbase dazu um eine Lizenz bei der BaFin. 

Coinbase handelt mit Kryptowährungen und ist deshalb starken Schwankungen ausgesetzt. Die Kurse von Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen sind volatil und es kann jederzeit auch für Anleger zu Verlusten kommen. Auch der Wert des Unternehmens ist stark an Handelsvolumen und Kursentwicklung der Kryptowährungen gekoppelt. 

Nein. Die Plattform verlangt Gebühren bei Transaktion wie zum Beispiel Ankauf und Verkauf. Auch verdient der Anbieter am sogenannten „Spread“, das heißt an der Differenz zwischen Ankaufpreis und Verkaufspreis.  

Der Börsengang der US-Handelsplattform fand Mitte April 2021 statt. Das enorme Interesse von Anlegerinnen und Anlegern bescherte dem Unternehmen gleich zu Beginn ein heftiges Plus: mit einem Wert von 381 Euro lagen die Aktien beim ersten Kurs bereits deutlich über dem Referenzpreis von 250 Dollar.

(Stand 26.04.2021)


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