Das ändert sich 2023 für Autofahrerinnen und Autofahrer

Bereiten Sie sich auf diese 8 Dinge vor – um Geld zu verdienen oder zumindest kein Bußgeld zu zahlen

Das kommende Jahr bringt einige Änderungen für diejenigen, die Autos besitzen beziehungsweise fahren: Dazu gehört für viele der Tausch von Papier zu Plastik, für manche der Wechsel von Rosa auf Orange und für ausnahmslos alle die doppelte Maskenpflicht – wenn auch nur an einem bestimmten Ort des Autos. Auf diese und andere Punkte sollten Sie vorbereitet sein, weil es sich für Sie lohnen oder teuer zu stehen kommen könnte.

Kind spielt auf Boden mit Modellautos

Das Wichtigste in Kürze:

  • 2023 wird für Autofahrerinnen und Autofahrer ein Jahr der Änderungen und Neueinführungen.
  • Einige der (neuen) Regelungen beginnen direkt am 1. Januar, andere im Laufe des Jahres.
  • Wer die Änderungen befolgt, kann damit zum Teil sogar einige hundert Euro verdienen – oder muss zumindest kein Bußgeld zahlen.

Das Jahr 2023 bringt einige Änderungen und Neuerungen für Autofahrerinnen und -fahrer: Ein Teil der Führerscheine muss von der alten Papier- in die neue Plastikvariante eingetauscht werden, die geplante CO2-Preiserhöhung entfällt, die Förderung für Plug-in-Hybride auch. Außerdem haben die Halterinnen und Halter von Autos die Möglichkeit, mit dem Besuch beim TÜV ein Bußgeld zu vermeiden – und mit ihren Fahrzeugen Geld zu verdienen.

Konkret geht es unter anderem um diese 8 Dinge:

1. Geld verdienen: mit der THG-Quote

Wenn Sie im Besitz eines reinen E-Autos, E-Motorrads oder E-Rollers sind, können Sie (wieder) die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) beantragen – und Geld verdienen. Das erhalten Sie für die von Ihnen eingesparten Klimagase, indem Sie CO2-Zertifikate verkaufen.

Dafür lassen Sie Ihre THG-Quote bei kraftstoffproduzierenden Unternehmen gutschreiben und bekommen bis zu circa 350 Euro jährlich. Denn Unternehmen, die Kraftstoffe produzieren und die gesetzlich vorgegebene CO2-Reduktion nicht erfüllen, entgehen Strafzahlungen, indem sie eingespartes CO2 (Kohlendioxid) kaufen. So schaffen die Firmen einen Ausgleich zu den von ihnen ausgestoßenen Gasen.

2. CO2-Bepreisung: Erhöhung entfällt – vorerst

Die Bundesregierung hebt die CO2-Bepreisung wegen der hohen Energiekosten vorerst nicht an. So steigt der Preis pro Tonne CO2 nicht von 30 auf 35 Euro. Dementsprechend wird der Benzinpreis zumindest nicht aufgrund dieses Faktors teurer.

3. Kfz-Versicherung: neue Regionalklassen

Für knapp 35 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland, nämlich rund 15 Millionen, ändert sich die Regionalklasse ihrer Kfz-Versicherung. Davon profitiert ein gutes Drittel von einer besseren Einstufung und möglicherweise günstigeren Tarifen. Unabhängige Gutachter berechnen die Regionalklassen jährlich neu. Bei bestehenden Verträgen wird die überarbeitete Einteilung erst zum folgenden Versicherungszeitraum, üblicherweise ab dem 1. Januar jeden Jahres, angewandt. Für Neuverträge gelten sie immer ab dem 1. Oktober.

4. Plug-ins: keine Förderung mehr

Die Bundesregierung hat die Förderung der Elektro-Mobilität neu geregelt. Damit entfällt ab 2023 die Bezuschussung für Plug-in-Hybride, also Wagen mit einem Antrieb aus Verbrennungs- und Elektromotor sowie einer externen Lademöglichkeit.

5. E-Autos: Kaufprämie fällt geringer aus

Mit der Neuregelung hat die Regierungskoalition auch die Kaufprämie für reine Elektro-Autos reduziert. Damit sinkt zugleich der Herstelleranteil. Statt der bislang bis zu 9.000 Euro Zuschuss beim Kauf eines neuen E-Autos gibt es maximal 6.750 Euro. Käuferinnen oder Käufer von Fahrzeugen bis 40.000 Euro Nettolistenpreis erhalten noch 4.500 Euro vom Staat, plus 2.250 Euro vom Hersteller. Bis 65.000 Euro Nettolistenpreis beträgt der Anteil des Staates 3.000 Euro, der des Herstellers 1.500 Euro.

6. TÜV-Plakette: aus Rosa wird Orange

Strahlt die TÜV-Plakette an Ihrem Autokennzeichen rosafarben? Dann ist es 2023 Zeit für die nächste Hauptuntersuchung. In welchem Monat Sie Ihren Wagen zum TÜV bringen müssen, erkennen Sie an der obenstehenden Zahl. Nach bestandener Prüfung wird die neue Plakette übrigens orangefarben sein – für zwei Jahre, bis Ihr Wagen dann 2025 wieder dran ist. Ausnahme: Autos, die neu zugelassen werden, erhalten eine blaue Plakette. Sie ist drei Jahre lang gültig.

7. Neuer Führerscheintausch: Plastik statt Papier

Ist Ihr Führerschein noch aus dem alten Material, rosafarben oder grau und Sie zählen zu den Geburtsjahrgängen 1959 bis 1964? Dann sollten Sie ihn bis spätestens 19. Januar 2023 gegen das neue Plastikdokument in Scheckkartengröße eintauschen. Werden Sie danach mit Ihrem alten Lappen von der Polizei angehalten, kostet Sie das 10 Euro. Außerdem erhalten Sie die Auflage, den neuen Plastik-Führerschein nachzureichen. Der kostet übrigens 25 Euro und ist auf 15 Jahre befristet.

8. Maskenpflicht: Übergangsregelung im Auto endet

Anfang 2022 wurde die Regelung eingeführt, im Auto-Verbandkasten zwei Masken mitführen zu müssen. Nun endet am 31. Januar 2023 die Übergangsfrist. Haben Sie danach noch immer keine Masken dabei, müssen Sie als Fahrerin oder Fahrer im Falle einer Kontrolle 5 Euro Bußgeld zahlen. Als Halterin oder Halter kostet es Sie sogar 10 Euro, überlassen Sie Ihr Auto ohne oder mit unvollständigem Verbandkasten einer anderen Person.

Übrigens: Medizinische Masken genügen – einfach mit in den Kasten legen.

(Stand: 30.12.2022)


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