Die Deutschen und ihr Geld

Ergebnisse aus dem Vermögensbarometer 2016

Die Deutschen sind  zufrieden mit ihrer finanziellen Situation – noch. Denn die Zahlen sind rückläufig. Außerdem nutzen immer weniger die Gelegenheit, um fürs Alter zu sparen. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet große Sorgen in Sachen Geldanlage.

Finanzielle Zufriedenheit

2016: Die Deutschen sind nicht mehr „Sehr zufrieden“

Einmal im Jahr befragt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) eine repräsentative Anzahl an Bundesbürgern zu ihrer finanziellen Situation. Das Ergebnis 2016: Über die  Hälfte der Befragten (52 Prozent) kommt mit ihren Finanzen gut zurecht. Allerdings ist dieser Anteil  gegenüber den beiden Vorjahren rückläufig. 

 

Finanzielle Situation

Fürs Alter vorsorgen

Die junge Generation bildet keine Rücklagen mehr

36 Prozent der Deutschen sorgen nicht fürs Alter vor. Bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren ist es sogar die Hälfte. Auch das Einkommen spielt hier eine Rolle: Je niedriger dieses ausfällt,  desto höher ist der Anteil derer, die nichts fürs Alter zurücklegen. 59 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen bis 1.000 Euro sparen nichts. Bei den  Haushalten mit 1.000 bis 1.500 Euro sind es 46 Prozent.  

36% der Deutschen sorgen nicht fürs Alter vor.

 

Finanzielle Situation

 

Hauptsorgen der Bundesbürger

Der Niedrig- bzw. Nullzins bereitet der Bevölkerung die größten Sorgen im Hinblick aufs Sparen. Der Anteil der Menschen, die die Geldpolitik der EZB als ihre Hauptsorge nennen, ist 2016 um 17 Prozentpunkte auf 58 Prozent deutlich angestiegen. Davon entfallen 37 Prozent auf diejenigen, die wegen der niedrigen Zinsen besorgt sind. Allein 14 Prozentpunkte machen diejenigen aus, die sich wegen des Nullzinses sorgen. 

Hauptsorgen der Bundesbürger

 

Finanzielle Situation

Wertpapiere zahlen sich aus

Nur 17 Prozent der Deutschen nutzen Aktien, um ihre finanzielle Situation im Alter zu sichern. Dabei sind gerade diese heutzutage der einzige Weg zu den Renditen, die notwendig sind, um nach dem Berufsleben ausreichend versorgt zu sein. Was viele nicht wissen: Der Risikofaktor von Aktienanlagen sinkt mit der Zeit. Während bei einer Anlagedauer von weniger als fünf Jahren Verluste realistisch sind, spricht man bei einem Horizont von ungefähr 15 Jahren von einem Verlustrisiko, das fast bei null liegt. 

Vermögensplanung und –aufbau

Immobilien sind heiß begehrt

Die selbstgenutzte Immobilie bleibt das meistgenutzte Vorsorgeprodukt, Rentenversicherungen hingegen verlieren deutlich. Die Ergebnisse unserer Befragung verraten: 30 Prozent der Deutschen planen zukünftig damit eine  Immobilie für die eigene Nutzung zu erwerben. Dabei steigt der Anteil derjenigen, die 100 Prozent des Kaufpreises mit einem Darlehen finanzieren würden auf 10 Prozent an. Er bewegt sich jedoch immer noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. 

Finanzielle Situation

Weitere Ergebnisse aus dem Vermögensbarometer finden Sie auf dem DSGV-Blog.

Quelle: DSGV Vermögensbarometer; Stand: September 2016

Jedes Jahr zum Weltspartag veröffentlicht der Deutsche Sparkassen- und Giroverband das Vermögensbarometer – so auch wieder im Jahr 2016. Es handelt sich dabei um die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Thema Geld und Finanzen. Dazu hat das Meinungsforschungsinstitut ICON im Frühsommer 2016  1.810 Menschen befragt.