Die Prämie für E-Autos geht in die zweite Runde

Die Bundesregierung hat die Förderung für Elektroautos verlängert – und erhöht

Wer ein neues Elektroauto kauft, wird auch weiterhin mit einer Prämie belohnt – die ist sogar gestiegen. Damit wollen Bundesregierung und Hersteller den Kauf der Elektroautos fördern. Wir stellen die wichtigsten Fakten vor.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Bundesregierung hat den 2016 eingeführten Umweltbonus verlängert und erhöht.
  • Der Umweltbonus ist bis Ende des Jahres 2025 geplant.
  • Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

Elektromobilität sorgt dafür, dass sich Fahrzeuge leise, effizient und umweltschonend bewegen. Deswegen ist sie ein wichtiger Bestandteil der „Klimaziele 2030“ der Bundesregierung. Wenn es nach ihr geht, sollen in zehn Jahren sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland zugelassen sein.

Ein E-Auto lädt Strom

Bundesregierung und Autobranche wollen Verbraucher mit dem sogenannten Umweltbonus zum Kauf von Elektroautos animieren. Funktioniert das?

Laut Zulassungsstatistik des Kraftfahrbundesamtes wurden in den ersten sieben Monaten 2019 rund 37.000 Elektroautos in Deutschland angemeldet. Das sind 187 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Dazu kommen knapp 20.000 Plug-in-Hybride

Das erweckt den Eindruck, dass der im Jahr 2016 eingeführte Umweltbonus die Menschen anlockt, aber noch nicht richtig gezündet hat. Daher hat die Bundesregierung ihn verlängert und erhöht. So soll die E-Autokauf-Prämie dazu beitragen, die Verkaufszahlen und Zulassungen für Elektroautos und Plug-in-Hybride zu steigern.

Ab wann gibt es die neue Prämie für Elektroautos – und wie lange?

Die von der Bundesregierung im November 2019 beschlossene neue, höhere Kaufprämie gilt rückwirkend für alle Fahrzeuge, die ab dem 5.11.2019 zugelassen wurden, bis zum 31.12.2025.

Wie hoch ist die staatliche Prämie nun?

Für reine Elektroautos ist der Bonus von 4.000 auf 6.000 Euro gestiegen, für Plug-In-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro. Plug-in-Hybride sind Autos mit Verbrennungsmotor, die an der Steckdose geladen werden – deswegen auch Steckdosenhybride genannt.

Für elektrische Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von 40.000 bis maximal 65.000 Euro beträgt der Umweltbonus nunmehr 5.000 Euro, für Plug-In-Hybride 3.750 Euro. Die Förderung endet nach vollständiger Auszahlung oder mit Ablauf des Jahres 2025.

Wie beantrage ich die Elektroauto-Prämie?

Ein Paar lädt ein E-Auto auf

Der Bund und die Autoindustrie teilen sich die Kosten des Förderprogramms. Das bedeutet: Die Hälfte der Prämie wird beim Händler vom Listenpreis abgezogen und explizit im Kaufvertrag vermerkt.

Nur unter dieser Voraussetzung können die Käufer anschließend die zweite Hälfte des Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Hier geht es zum Online-Formular. Welche Wagen von der staatlichen Förderung profitieren, steht auf der Liste der förderungsfähigen Elektrofahrzeuge.

Für wen lohnt sich ein Elektroauto?

Wer viele Kurzstrecken zurücklegt, ist mit einem E-Auto bequem unterwegs. Auch die Situation für Langstreckenfahrten hat sich sehr verbessert: Ende 2019 gab es knapp 24.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Im Vergleich zum Dezember 2018 war das eine Steigerung um fast die Hälfte.

Wichtiger Vorteil: Neben dem Aspekt der Umweltschonung fahren die Käufer eines E-Autos zehn Jahre steuerfrei. Diese Befreiung von der Kfz-Steuer gilt aber nicht für Hybride.

Gilt die Förderung nur für Privatpersonen oder auch für Unternehmen?

Autos auf einer Autobahn

Antragsberechtigt für die E-Auto-Prämie sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird und die sich verpflichten, das Fahrzeug sechs Monate zu halten.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen schuf Anfang 2019 einen zusätzlichen Anreiz für Unternehmen. Sie bekommen zur bundesweiten Umweltprämie 4.000 Euro dazu. Wer ein Nutzfahrzeug von 2,3 bis 7,5 Tonnen mit Elektromotor kauft, darf sich sogar über 8.000 Euro freuen.

Woher stammt das Geld?

Die 2,09 Milliarden Euro kommen aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes. Damit werden nicht nur die Prämien, sondern auch der Ausbau der Ladestationen finanziert. Laut „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung sollen bis 2030 insgesamt eine Million öffentliche Ladepunkte entstanden sein.

Die Bundesregierung wird die dafür nötigen Haushaltsmittel bis Ende 2023 im Rahmen ihrer Haushalts- und Finanzplanung zur Verfügung stellen. Die bis 2025 benötigten Mittel wird sie in den Folgejahren noch beantragen und dann bereitstellen.

Wie finanziere ich die restliche Summe des E-Autos?

Ob reines E-Auto oder Hybrid – wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihr Wunschauto zu finanzieren. Die Laufzeit und Raten passen wir Ihrer aktuellen Finanzplanung an.

Mehr Informationen zum Autokredit finden Sie hier. Oder sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gern.

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