Finanztransaktionssteuer einfach erklärt

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Finanztransaktionen passieren jeden Tag an der Börse, wenn zum Beispiel Wertpapiere oder Devisen (Währungen) gekauft und verkauft werden. Die Finanztransaktionssteuer besagt, dass für dieses Handeln von Wertpapieren und Co. eine Steuer anfallen soll. Sie funktioniert also wie eine Art Mehrwertsteuer für Börsenpapiere, da sie bei jedem Kauf/Verkauf erhoben wird.

Die Idee einer Finanztransaktionssteuer ist nicht neu. Sie geht auf den Wirtschaftsexperten und Nobelpreisträger James Tobin aus den 1970er Jahren zurück.

Die Idee: Kurzfristige hochspekulative Geschäfte sollen teurer werden. Weiterhin sollen durch die Finanztransaktionssteuer Spekulanten an der Börse an der Wiedergutmachung von Schäden durch Wirtschaftskrisen beteiligt werden.

In der Europäischen Union gibt es seit 2011 Bemühungen, eine gemeinsame Finanztransaktionssteuer einzuführen. Ungeklärt ist u.a., für welche Börsenpapiere genau die Finanztransaktionssteuer anfallen soll.

Die Finanztransaktionssteuer ist umstritten. Kritiker befürchten zum Beispiel eine höhere Belastung für Sparer, da sich insbesondere die Altersvorsorge hierdurch verteuert. Auch drohe eine Schädigung der Wettbewerbsfähigkeit für die teilnehmenden Länder, sollte die Finanztransaktionssteuer nicht weltweit eingeführt werden.

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