Steigende Preise: 11 Geldtipps für den Alltag

So bringen Sie Ordnung in Ihre Finanzen

Derzeit bekommen wir alle die Folgen der Inflation und des Ukraine-Krieges in unserem Portemonnaie zu spüren. Die Preise schießen nach oben, fast alles wird teurer. Viele Menschen müssen daher mehr auf ihre Finanzen achten und Ausgaben prüfen. Mit diesen elf Tipps behalten Sie den Überblick über Ihr Geld.  

Eine Frau schaut in ein Tablet

Tipp 1: Sorgen Sie für mehr Übersicht

Wissen Sie, wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben sind? Wenn nicht, sollten Sie das schleunigst ändern. Denn nur wer einen guten Überblick über die eigenen Finanzen hat, kann strategisch planen, unnötige Ausgaben reduzieren und für die finanzielle Zukunft vorsorgen. Häufig kommen dabei viele kleine Posten zutage, die sich summieren, aber auch leicht vermeiden lassen.  

Wie gut, dass Sie in Ihrem Online-Banking direkt einen kleinen Helfer finden: den Finanzplaner – Ihr digitales Haushaltsbuch. Darin lassen sich alle Einkünfte und Ausgaben auflisten. Sinnvoll ist außerdem, alle Geldbewegungen in verschiedene Kategorien zu unterteilen – beispielsweise Miete, Gehalt oder Lebensmittel. So verlieren Sie nicht den Überblick und wissen auch nach längerer Zeit noch, wie viel Sie wofür ausgegeben haben. 

Tipp 2: Holen Sie sich Ihr Konto direkt auf das Smartphone

Manchmal muss es schnell gehen, besonders unterwegs. Und natürlich haben Sie nicht immer Ihren Laptop griffbereit. Um trotzdem die Übersicht über Ihre Finanzen zu behalten, laden Sie sich doch einfach die Sparkassen-App im App Store von Apple oder im Google Play Store herunter. So haben Sie Ihr Online-Banking immer auf Ihrem Smartphone dabei und können schnell und mobil Zahlungen tätigen und zeitgleich alle Geldbewegungen im Blick behalten. 

Tipp 3: Lassen Sie sich warnen, wenn sich Ihr Konto dem Minus nähert

Gerade jetzt, wo vieles mehr kostet, als Sie es gewohnt sind, kann es schnell passieren: Ihr Konto rutscht ins Minus, ohne dass Sie es merken.. Verhindern können Sie das unbemerkte Abrutschen mit dem Kontowecker. Der ist Bestandteil Ihres Online-Bankings und kann Sie über alle Bewegungen auf Ihrem Konto informieren via Smartphone, Mail oder Push-Benachrichtigung in der Sparkassen-App. So wissen Sie immer, wann beispielsweise Ihr Gehalt eingeht und die Miete abgebucht werden kann. Und Sie können individuelle Werte einstellen, bei denen der Kontowecker klingeln soll.

Tipp 4: Sortieren Sie Ihre Unterlagen

Papierchaos kann wahnsinnig nervig sein: Auf der einen Seite liegt ein Stapel Rechnungen, auf der anderen Seite lagern die Kassenzettel. So verlieren Sie schnell den Überblick und werfen eventuell versehentlich wichtige Unterlagen in den Müll.

Besorgen Sie sich daher Ordner, beschriften Sie diese und nehmen Sie sich vor, einmal im Monat für Ordnung zu sorgen. Schaffen Sie auch Ordnung bei Ihren digitalen Rechnungen und Verträgen.

Übrigens: Zahlungsbelege von Handwerkern und Handwerkerinnen und Dienstleistern müssen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden. Nur was älter ist, kann weg. Wenn Sie mehr als 500.000 Euro im Jahr verdienen, müssen Sie Ihre Kontoauszüge sechs Jahre lang aufbewahren. Das ist gesetzlich so vorgesehen. Selbstständige müssen die Auszüge von Geschäftskonten mindestens zehn Jahre aufbewahren.

In allen anderen Fällen heißt es: Kann weg. Es empfiehlt sich dennoch, Bankbelege freiwillig drei Jahre zu behalten. So lassen sich vor allem größere Zahlungen auch später noch zweifelsfrei nachweisen.

Am einfachsten geht es, wenn Sie Ihre Bankgeschäfte (falls noch nicht geschehen)auf das Online-Banking umstellen. So können Sie sich die Kontoauszüge in Ihr digitales Postfach senden lassen. Das spart nicht nur Papier, sondern auch Zeit und Nerven, und hilft, Ordnung zu halten. 

Tipp 5: Prüfen Sie Ihre Versicherungen

Versicherungen sind gut und wichtig, wenn man sie regelmäßig checkt. Denn manchmal zahlen Sie bei Altverträgen mehr, obwohl es ein günstigeres Angebot gäbe oder Sie einen anderen Versicherungsschutz benötigen. Überprüfen Sie die verschiedenen Möglichkeiten Ihres Versicherers und ziehen Sie gegebenenfalls einen Wechsel in Betracht.

Kündigen sollten Sie Versicherungen, die Sie nicht mehr brauchen oder bei denen Sie einen Haken finden. Handy-Versicherungen beispielsweise schließen manchmal im Kleingedruckten selbstverschuldete Schäden aus, die die gesamte Versicherung hinfällig machen.  

Tipp 6: Checken Sie Ihren Telefonvertrag

Wie bei Versicherungen gewöhnt man sich auch bei Handy- und Festnetzverträgen schnell an die monatlichen Abzüge. Dabei sollten Sie diese regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Nicht immer müssen Sie dafür den Anbieter wechseln. Oft lässt sich intern der Tarif ändern, um ein günstigeres und besseres Angebot zu erhaschen. 

Außerdem: Brauchen und nutzen Sie überhaupt noch Ihren Festnetzanschluss? Wer fast ausschließlich mit dem Handy telefoniert, kann sich das Geld für das Festnetz unter Umständen sparen. 

Tipp 7: Hinterfragen Sie Spontankäufe

Eine Situation, die wahrscheinlich jede und jeder kennt: Sie sind in der Stadt unterwegs, schlendern gemütlich an Schaufenstern vorbei und entdecken plötzlich etwas, das Ihr Herz höherschlagen lässt. Meist sind diese emotionalen Käufe aber nicht billig.

Hinterfragen Sie deshalb Spontankäufe nach ihrem Nutzen und schlafen bestenfalls eine Nacht darüber. Wollen und brauchen Sie das Produkt wirklich? Wer Spontankäufen widersteht, kann einiges an Geld sparen. 

Tipp 8: Checken Sie Ihren Strom- und Gasanbieter

Energie wird immer teurer. Werfen Sie daher einen Blick auf Ihre Strom- und Gasverträge und erkundigen Sie sich nach Angeboten von anderen Anbietern. Eventuell lohnt sich ein Wechsel. Achten Sie dabei aber unbedingt auf die Laufzeit sowie Kündigungsfrist. Gerade hier können manchmal Klauseln versteckt sein, die Sie im Nachhinein mehr Geld kosten als Nutzen bringen. Beachten Sie aber auch, dass in Zeiten steigender Preise Altverträge mitunter günstiger sein können. Manchmal erscheinen neue Angebote nur günstiger aufgrund von Bonuszahlungen, die Sie gesondert beantragen müssen.

Tipp 9: Denken Sie über Anlagemöglichkeiten nach

Wer am Ende des Monats Geld übrig hat, sollte es nicht unbedingt unbewegt auf dem Girokonto liegen lassen. Bilden Sie zunächst ein Sicherheitspolster, auf das Sie im Notfall schnell zugreifen können. Finanzexpertinnen und -experten empfehlen eine liquide Rücklage etwa in Höhe von drei Nettomonatseinkommen. Ersparnisse, die darüber hinausgehen, können Sie investieren – sei es an der Börse, in Immobilien oder anderen Anlagen. Dadurch können Sie zusätzliche Einnahmen generieren.

Aber aufgepasst:  Unterschiedliche Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich. Machen Sie sich für Ihre Geldanlage bei einer Expertin oder einem Experten schlau, welcher Anlagetyp Sie überhaupt sind und welche Anlageformen sich für Sie lohnen könnten.  

Tipp 10: Optimieren Sie Ihre Kredite

Sie haben mehrere kleine Kredite und zahlen diese monatlich einzeln ab? Das geht einfacher: Aus vielen Ratenzahlungen lässt sich oft eine einzige machen. In der Regel kann so auch die monatliche Belastung sinken.

Wenden Sie sich dazu einfach an Ihre Sparkassen-Beraterin oder Ihren Sparkassen-Berater. Die helfen Ihnen gern, Kredite zusammenzufassen. Bei dieser Kreditoptimierung müssen Sie sich in der Regel nicht um die Abwicklung mit den einzelnen Kreditgebern kümmern – das übernimmt der neue Kreditgeber. 

Tipp 11: Machen Sie Ihre Steuererklärung

Viele empfinden sie als lästige Pflicht, andere wissen: Eine Steuererklärung kann sich richtig lohnen. Im Schnitt erhalten Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer etwa 1.051 Euro an zu viel gezahlten Steuern zurück. Beim Ausfüllen der Formulare können Sie sich von cleveren Programmen helfen lassen. 

(Stand 30.09.2022)


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