Pfändungsschutzkonto

Schutz vor Kontopfändung mit P-Konto

Wer hohe Schulden hat und diese nicht mehr zurückzahlen kann, dem droht schnell eine Kontopfändung. Damit Miete, Strom und Lebensmittel trotzdem bezahlt werden können, lässt sich das Girokonto in ein „Pfändungsschutzkonto“ (P-Konto) umwandeln.

Pfändungsschutzkonto
Gehalt vor Pfändung schützen
Pfändungsschutzkonto
Girokonto wird zu P-Konto
Pfändungsschutzkonto
Konto (fast) wie gewohnt nutzen

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Mit einem P-Konto das eigene Gehalt vor Pfändung sichern
  • 1.179,59 Euro monatlich für die eigene Grundsicherung behalten
  • Girokonto bei Ihrer Sparkasse in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen
  • P-Konto (fast) so nutzen wie das Girokonto

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Schuldner, die Ihre Ausstände nicht begleichen können (berechtigte Ablehnung der Einlösung einer Lastschrift), laufen Gefahr, dass Gläubiger Vollstreckungsmaßnahmen ergreifen. Dann wird das Einkommen gepfändet, um die Schulden zu begleichen. Aber wie sollen dann weiterhin beispielweise die Miete gezahlt oder Lebensmittel gekauft werden?

Wer sein Gehalt – oder besser: einen Teil davon – vor der Pfändung sichern möchte, sollte sein Konto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln lassen. Damit bleibt Einkommen bis zu einer Grenze von 1.179,59 Euro monatlich verschont (2020). Bei Unterhaltsverpflichtungen erhöht sich dieser Betrag.

Die Besonderheiten eines Pfändungsschutzkontos

also nicht direkt nach dem Geldeingang als Bargeld auszahlen lassen, sondern kann das Girokonto normal in diesem Rahmen nutzen. Das heißt: Sie können mit Ihrer Sparkassen-Card (Debitkarte) in Geschäften einkaufen oder damit im Ausland Geld abheben (Bargeldauszahlung).

Ist der Grundfreibetrag aufgebraucht, ist es jedoch nicht möglich, auch weiterhin auf Ihr Konto zuzugreifen. Auch nicht, wenn weiterhin Guthaben auf dem Konto ist. Dafür ist es jedoch möglich, nicht genutzte Freibeträge vom Vormonat mit in den neuen Monat zu übernehmen.

Beispiel: Sie haben im Mai lediglich 1.000 Euro Ihres Grundfreibetrags genutzt. Dann stehen Ihnen im Juni 179,59 Euro mehr, also 1.179,59 Euro + 179,59 Euro zur Verfügung.

Für ein Pfändungsschutzkonto gilt außerdem: Weiteres Verschulden ist nicht möglich. Das Konto kann also nicht überzogen werden. 1.179,59 Euro können somit nur dann ausgeschöpft werden, wenn diese auch auf dem Konto sind. Wer sein Konto überzieht, muss es zuerst ausgleichen, um das eigene Existenzminimum wieder zu schützen.

Girokonto in P-Konto umwandeln

Jedes Girokonto, das auf eine Einzelperson läuft, kann durch einen Antrag bei einer Sparkasse oder einer Bank kostenlos in ein P-Konto umgewandelt werden. Die Umwandlung muss dann innerhalb von drei Tagen erfolgen.

Der Grundfreibetrag wird automatisch gemäß der aktuellen Pfändungstabelle eingestellt. Sollten Sie Anspruch auf einen höheren Freibetrag haben (z. B. wegen Unterhaltsverpflichtungen), müssen Sie Ihrer Sparkasse die entsprechenden Nachweise hierfür erbringen. Dazu benötigt man in der Regel eine Bescheinigung vom Arbeitgeber, der Arbeitsagentur oder von der Schuldnerberatung.

Wenn Sie Ihr P-Konto wieder in ein Girokonto umwandeln möchten, empfehlen wir Ihnen, sich an Ihre Sparkasse vor Ort zu wenden. 

Kosten für ein Pfändungsschutzkonto

Ein P-Konto ist nicht kostenlos. Genau wie für Girokonten zahlen Kontoinhaberinnen und Kontoinhaber dafür Gebühren. Diese dürfen jedoch nicht höher sein als die Kosten für gewöhnliche Konten.

Wie hoch die Gebühren für ein P-Konto bei Ihrer Sparkasse oder Bank sind, erfahren Sie bei Ihrem Institut vor Ort.

Wann sich ein P-Konto nicht empfiehlt

Verschuldete haben oft keine andere Wahl als ein P-Konto zu nutzen. Ohne Pfändung und mit schwarzen Zahlen ist ein Pfändungsschutzkonto – zum Beispiel präventiv – jedoch nicht zu empfehlen. Es sind weiterhin Kontogebühren zu zahlen, zudem sind die Funktionen eingeschränkt. 

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Fragen & Antworten zum P-Konto

Ein Girokonto ist das Standardmodell aller Kontomodelle, das nahezu jeder volljährige Bürger besitzt. Es Ein P-Konto schützt im Falle einer Kontopfändung einen bestimmten Betrag Ihres Gehalts, so dass Sie weiterhin in der Lage sind, beispielsweise Ihre Miete oder für Lebensmittel zu bezahlen.

Ein P-Konto können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse beantragen. Jedes Girokonto kann, sofern es auf eine einzelne Person läuft, in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden.

Die Freigrenze richtet sich das der offiziellen Pfändungstabelle, die alle zwei Jahre angepasst wird. Aktuell (2020) liegt die Freigrenze bei 1.179,59 Euro pro Monat.

Bis zu einer Freigrenze von 1.179,50 Euro (2020) wird Einkommen nicht gepfändet. Je mehr Ihr Einkommen diesen Betrag übersteigt, desto mehr darf gepfändet werden. 

Die Pfändungsfreigrenze wird alle zwei Jahre angepasst, in der Regel wird der Freibetrag erhöht. Wie hoch aktuelle Freibeträge sind, ist der offiziellen Pfändungstabelle zu entnehmen.

Die Pfändungsfreigrenze wird alle zwei Jahre angepasst, in der Regel wird der Freibetrag erhöht. Wie hoch aktuelle Freibeträge sind, ist der offiziellen Pfändungstabelle zu entnehmen.

Die Pfändungsfreigrenze wird alle zwei Jahre angepasst, in der Regel wird der Freibetrag erhöht. Wie hoch aktuelle Freibeträge sind, ist der offiziellen Pfändungstabelle zu entnehmen.

Einkommen bis zu einer Pfändungsfreigrenze von 1.179,59 Euro (2020) im Monat ist pfändungsfrei. 


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