Der Sparkalender 2018

Rabatte aufspüren mit dem Schnäppchenkalender für Sparfüchse

Die Sparkunst schwäbischer Hausfrauen ist mittlerweile legendär. Für all diejenigen, die nicht von Natur aus mit diesem Talent gesegnet sind, sei gesagt: Das große Zauberwort bei der Schnäppchenjagd heißt „antizyklisch“. Also: im Winter schon für den Sommer kaufen. Aber Achtung – es gibt Ausnahmen.

Sparfüchse und Schnäppchenjäger sind das ganze Jahr über auf Beutezug. Um Sie beim preisbewussten Shopping zu unterstützen, haben wir einen Sparkalender erstellt. Darin steht, welche Produkte in welchem Monat besonders günstig sind.

Der Kalender basiert auf einem Mehrjahresvergleich des Statistischen Bundesamts. Das heißt, er bezieht neben dem Normalpreis auch alle Rabattaktionen und Sonderangebote mit ein.

Illustration einer Waschmaschine

Das neue Jahr hat gerade begonnen – und die Geschäfte machen den Kunden nach ihren üppigen Weihnachtseinkäufen das Geldausgeben schon wieder schmackhaft. Wie? Mit satten Rabatten. Von Krawatten über Sekt, Prosecco und Pralinen bis hin zu Waschmaschinen und Trocknern kosten viele Produkte deutlich weniger. Auch Möbel und Kaffeevollautomaten gehören dazu.

Der Grund dafür ist einleuchtend: Nach dem Weihnachtsgeschäft sind die Lager meist noch voll mit Restbeständen. Aber jetzt muss Platz her für die Frühjahrsware. Deswegen sind auch CDs und Winterreifen günstig. Rabatte von 20 Prozent oder mehr sind üblich.

Aufgrund der mangelnden Nachfrage sind selbst Fahrräder zu Schnäppchenpreisen zu haben. Aber: Sobald die Temperatur steigt, steigen auch die Preise wieder.

  

Illustration eines Reisekoffers

Wenn der zweite Monat des Jahres beginnt, ist auch Karneval nicht mehr weit – und damit die Zeit für feuchtfröhliche Partys. Praktischerweise machen die Händler gerade jetzt besonders günstige Angebote für Wein. Denn nach Weihnachten und Silvester haben viele Kunden noch einige Fläschchen zu Hause – daher ist der Verkauf mau.

Außerdem ist Februar der Monat mit Niedrigpreisen für Gartenmöbel und -zubehör. Zugreifen lohnt sich. Denn sobald die wärmeren Monate beginnen, ziehen die Preise an.

Übrigens: Wer im Sommer Urlaub machen möchte, sollte jetzt Reisetaschen, Koffer oder Trolleys kaufen. Sie sind in diesem Monat besonders günstig.

Apropos günstig: Fahrräder kosten auch im Februar noch deutlich weniger – und Fahrradhelme sind nun auch billiger.

Illustration eines Globus

Bis zum Sommer sind es zwar noch einige Monate. Aber dennoch lohnt es sich, schon daran zu denken – und sogar an den nächsten Winter. Denn wer jetzt den Sommerurlaub bucht, kann noch von Frühbucherpreisen und -angeboten profitieren. Ende März enden sie.

Außerdem sind Skier und Snowboards jetzt zum Saisonende besonders günstig. Auch hier heißt es, antizyklisch zu kaufen.

Filmfans kommen im März ebenfalls auf ihre Kosten: DVDs (in der kalten Jahreszeit eher teuer) werden im März billiger. Denn die Nachfrage fürs Heimkino lässt mit Beginn der wärmeren Monate nach.

Illustration einer Kaffeetasse

Kein Scherz!  Der April ist der beste Monat für Kaffeetrinker. Wer Platz hat, sollte sich jetzt mit Kaffeebohnen, -pulver und den dazugehörigen Maschinen eindecken. Jetzt kosten sie besonders wenig.

Außerdem senken die Händler nach Ostern die Preise für Schokohasen und Pralinen stark. Daher empfiehlt sich also auch hier, jetzt zuzuschlagen, auch wenn man damit nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist. Aber dafür ist der Preis im Keller.

Und: Weitblick zahlt sich aus – im wahrsten Sinne des Wortes. Wer jetzt den Winterurlaub bucht, sichert sich Preisnachlässe von bis 20 Prozent.

Illustration von Büchern

Der Mai ist der Wonnemonat für Leseratten! Romane, die zuerst als höherpreisige Hardcover auf den Markt kommen, erscheinen nun traditionell in der deutlich günstigeren Taschenbuchvariante.

Illustration eines Smartphones

Smartphones haben sich zu Alleskönnern entwickelt. Aber mit den vielen neuen Funktionen sind auch die Preise gestiegen. Daher: Wer sich ein Smartphone (oder Handy) ohne Vertrag zulegen will, sollte das im Juni tun. Denn im Schnitt kosten sie jetzt 13 Prozent weniger als im August oder um die Weihnachtszeit.

An den langen Tagen sind die Menschen am liebsten auch lange draußen. Dann gehören Indoor-Fitnessgeräte zu den Ladenhütern. Um trotzdem zu verkaufen, setzen die Händler die Preise runter. Was wieder beweist: Gegen den Strom spart man am einfachsten.

Zugleich ist der Juni der Monat einer großen Ausnahme dieses Prinzips. Denn alle Produkte rund ums Camping gehen zu Tiefstpreisen über die Ladentheke: Zelte, Schlafsäcke und Isomatten aber auch Grills und Holzkohle. Warum? Outdoorläden, Supermärkte und Tankstellen unterbieten sich gegenseitig.

Illustration von Flip-Flops und einer Luftmatratze

Höchste Zeit, sich für den Sommer auszustatten! Der Einzelhandel schließt seine Sommersaison schon Ende Juli, und viele Geschäfte sortieren nun ihre Sommerware aus. Egal ob Freizeitkleidung, Kostüme, Anzüge oder Schuhe: Fast alles ist für 20 Prozent weniger zu haben als im Frühjahr oder Herbst. Sei es mit oder ohne Sommerschlussverkauf: Manche Händler reduzieren die Preise sogar um bis zu 70 Prozent.

Abgesehen von Kleidung gibt es eine Reihe Lebensmittel zu erfreulich niedrigen Preisen: etwa Salat und Gurken. Der Grund? Im Juli ist das Gemüse erntereif und dann günstiger als Gewächshausware. Auch frischer Fisch geht zu Tiefstpreisen über die Ladentheke!

Illustration eines Grills

Im wärmsten Monat des Jahres grillen die Menschen am liebsten. Ausnahmsweise muss man dann Grill, Würste und Fleisch nicht antizyklisch kaufen. Denn Supermärkte, Baumärkte, Tankstellen und Discounter bieten sie jetzt an – und unterbieten sich dabei im Preis.

Nicht nur die Grill-, auch die Vitaminfreunde können sich auf den August freuen. Neben Salat und Gurken sind auch Bananen sowie Tomaten besonders günstig.

Und: Zum Schulbeginn liefern sich die Händler eine Preisschlacht bei Schul- und Schreibwaren. Unbedingt jetzt zuschlagen – nicht vorher!

Illustration von Goldbarren

Der Sommer geht zu Ende und die Preise für Gartenmöbel und Rasenmäher fallen. Möbelhäuser, Händler und Baumärkte gestatten hohe Rabatte, um ihre Lager zu leeren. Auch Blumensträuße und Topfpflanzen sind jetzt besonders billig.

Wer etwas Geld investieren möchte, hat nun die Gelegenheit:  Kurz vor der Hochzeithochsaison in Indien ist Gold besonders erschwinglich. Schon bald wird der Preis aber wieder steigen. Dann kaufen die Familien auf dem Subkontinent traditionell viel Gold.

Übrigens: Mit dem Beginn der Weinlese gibt es meist ein Überangebot an Trauben – für dementsprechend wenig Geld.

Illustration von Gemüse

Wer im Winter zu bezahlbaren Preisen verreisen möchte, sollte spätestens jetzt buchen! Denn im Oktober gibt es die letzten Frühbucherrabatte für den Winterurlaub. Frühes oder antizyklisches Buchen hilft übrigens das ganze Jahr über in Sachen Zug- und Flugreisen.

Trauben sind weiterhin günstig (minus 30 Prozent). Außerdem ist anderes heimisches Obst und Gemüse zur Erntezeit so billig wie sonst nie. Möhren kosten bis 25 Prozent, Äpfel und Birnen bis zu 16 Prozent weniger.

Illustration von Badehandtüchern und Sonnenschirmen

Obst und Gemüse haben noch immer Hochsaison: Äpfel und Möhren, aber auch Kartoffeln und Rot- oder Rosenkohl gibt es nun zu Tiefstpreisen, weil sich die Hersteller und Händler die Lagerung über den Winter sparen möchten.

Das gleiche gilt auch für Backzutaten und Bademoden (und andere klassische Sommersport-Produkte wie Radhosen und -trikots). Preisalarm für Sparfüchse ist nun angesagt.

Software ist im November ebenfalls ein echtes Schnäppchen: Sie ist im Schnitt 18 Prozent günstiger als im Sommer. Da sind die Computer-Programme am teuersten.

Und: Kalender kosten jetzt weniger. Im Dezember werden sie dann wieder teurer, da sie im Weihnachtsgeschäft gerne verschenkt werden. Übrigens: Angeblich steigt der Preis für Kalender jedes Jahr um drei Prozent.

Illustration eines Laptops

Nüsse, Lebkuchen und Zitrusfrüchte: Zur Weihnachtszeit gibt es überall die klassischen Leckereien. Dabei unterbieten sich die Händler mit den Preisen.

Außerdem sind Elektronikartikel jetzt besonders bezahlbar. Der Preisvergleich bei Fernsehern, Digitalkameras, Spielkonsolen, Notebooks und Co. lohnt auf jeden Fall!

Die große Überraschung: Heizöl kostet im Dezember weniger als in den meisten anderen Monaten des Jahres. Offensichtlich halten sich sehr viele Menschen an den Tipp, ihre Tanks im Sommer aufzufüllen. So sinkt zum Winter die Nachfrage – und damit der Preis. Obwohl es draußen immer kälter wird.