In diesen Fällen lohnt es sich, Kredite zu optimieren

Umschulden, Übersicht gewinnen – und Zinsen sparen

Sollte man seine einmal abgeschlossenen Kredite einfach laufen lassen? Nicht unbedingt. Es gibt einige gute Gründe, die alten Konditionen ab und an mit den neuen Zinsangeboten zu vergleichen – und womöglich alle Kredite in einem zu bündeln.

Eine Umschuldung schafft Erleichterung. Denn sie hilft, alte Kredite deutlich schneller abzuzahlen und mehr Übersicht über die eigenen Finanzen zu gewinnen. Das trifft vor allem dann zu, wenn bereits bestehende monatliche Raten zu hoch sind und sich sinnvoll auf eine günstigere umschulden lassen. Dasselbe gilt auch für ständig überzogene Dispositionskredite.

Finanziell verkalkuliert: Schaden begrenzen

Das kann schnell passieren: Man kauft sich das Traumauto, eine dringend benötigte Waschmaschine oder gar das lang ersehnte eigene Zuhause. Doch trotz gründlicher finanzieller Planung stellt man auf einmal fest: Ich habe mich verkalkuliert. Zinsen und Tilgung führen zu einer Belastung, die man kaum noch stemmen kann. Die finanzielle Situation droht, einem über den Kopf zu wachsen.

 

Jetzt ist es höchste Zeit, den beziehungsweise die alten Kredite auf Herz und Nieren zu prüfen und – am besten mit Hilfe eines kompetenten Finanzberaters – umzuschulden. Gerade weil seit einigen Jahren die Zinsen sehr niedrig sind, kann man mit diesem Schritt die monatliche Belastung schon laufender Darlehen deutlich verringern.

Finanziell verbessert: Kredite vorzeitig ablösen

Eine andere Variante der Umschuldung zielt auf die schnellere Abzahlung des oder der bestehenden Kredite ab: Eine erfreuliche Lohnerhöhung, ein bedeutendes Erbe oder ein neuer, höher bezahlter Job bessern die Finanzen merklich auf. Damit lässt sich bares Geld sparen.

 

Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, ein Darlehen vorzeitig ganz oder – mittels einer Umschuldung – zumindest teilweise abzuzahlen. Aber Achtung: Bei beiden Varianten entgeht den Kreditinstituten ein Teil ihres Gewinns. Für diesen Verlust können sie in dem Darlehensvertrag eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung festlegen. Bei Verbraucherdarlehen wie Ratenkrediten ist sie auf 1,0 Prozent der Restschuld (beziehungsweise bei einer Restlaufzeit unter einem Jahr auf 0,5 Prozent) begrenzt. Das gilt es auszurechnen, um zu entscheiden, ob eine vorgezogene Abzahlung tatsächlich lohnt.

Viel wenig macht manchmal zu viel: Ordnung schaffen

Günstige Konditionen sind oft verführerisch: Manche Verbraucher schaffen sich Dinge an, die sie allesamt mit Krediten finanzieren. Doch jeder einzelne davon bringt seine eigenen Konditionen und Verpflichtungen mit sich. Ganz gleich, wie günstig er ist. Zinssatz, Tilgungsrate, Laufzeit, Restschuld: All das sind Punkte, die der Kreditnehmer im Kopf behalten muss. Und je mehr Kredite man aufnimmt, desto unübersichtlicher wird die Situation. Außerdem können sich die mehreren kleinen Raten schnell zu einem stattlichen Betrag summieren.

 

Daher unser Tipp: Ordnung schaffen – und alle alten Kredite in einem neuen Darlehen bündeln. So entsteht eine einzige statt vieler Monatsraten. Dank der niedrigen Zinsen sinkt dann meist auch die monatliche Belastung und verschafft einen größeren finanziellen Spielraum. Zugleich gewinnt man mit einer einzigen Rate einen viel besseren Überblick über seine Kreditsituation.

 

Hilfreich ist auch, die neue Rate direkt nach dem Gehaltseingang vom Konto abbuchen zu lassen. Denn das ermöglicht eine viel bessere Finanzplanung für den restlichen Monat.

Belastung verringern: Niedrigzinsphase nutzen

Ein weiterer guter Grund für eine Kreditoptimierung ist die bereits erwähnte seit einigen Jahren anhaltende Niedrigzinsphase: Sie bietet die Möglichkeit, einen alten Kredit mit höheren Konditionen umzuschulden. Damit lässt sich automatisch die monatliche Belastung der noch bestehenden Restschuld deutlich senken.

 

Hierbei sind aber zwei Dinge zu beachten. Zum einen die sogenannte Zinsbindungsfrist des laufenden Darlehens. Sprich: Bis wann läuft der Kredit laut Vertrag? Denn bis zu diesem Datum ist der Zinssatz festgelegt. Wenn man ihn kündigt, könnte die Vorfälligkeitsentschädigung greifen. Das heißt, das Kreditinstitut hat Anspruch auf eine Entschädigung.

 

Aber hat man das einmal nachgerechnet und kommt zu einem positiven Ergebnis, sollte einer Umschuldung nichts mehr im Wege stehen.

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