Durch Sinnvestieren Zukunft schaffen

Investieren Sie nachhaltig – so legen Sie Ihr Geld clever an

Nachhaltigkeit boomt in vielen Lebensbereichen – auch bei der Geldanlage: Immer mehr Menschen haben mit dem Wunsch, ihr Erspartes zu investieren, mehr als eine attraktive Rendite im Blick. Sie möchten sinnvoll investieren. Um nicht nur für sich, sondern auch für die nächste Generation mehr daraus zu machen.

Im stark wachsenden Finanzbereich nachhaltiger Geldanlagen finden Sinnvestorinnen und Sinnvestoren bei der Deka eine große Bandbreite verschiedener Anlagemöglichkeiten. So können sie eine positive Zukunft mitgestalten – ohne ihre Renditeziele zu vernachlässigen.

Früher war mehr Zins

Die Sparerinnen und Sparer in Deutschland leben bereits seit Jahren mit niedrigen bis gar keinen Zinsen. Seit der Finanzkrise verfolgt die Europäische Zentralbank (EZB) eine Niedrigzinspolitik. Daher lassen sich mit klassischen Geldanlagen kaum noch nennenswerte Renditen erzielen. Die Realverzinsung (Zins minus Inflationsrate) deutscher Tagesgeldanlagen beträgt derzeit im Schnitt -0,57 Prozent pro Jahr.

Grafische Darstellung der durchschnittlichen Verzinsung von Tagesgeld von 2014 bis 2020
Die in der Grafik dargestellte Realrendite beschreibt die durchschnittliche Verzinsung von Tagesgeldanlagen bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro auf Basis der nominalen Zinsen abzüglich der zum Zeitpunkt der Renditeangabe bestehenden Inflation.

Dennoch halten viele Menschen weiterhin an Anlageformen wie Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Festgeld fest. Im Jahr 2020 lagen einer Umfrage von Statista Research Investmentfonds auf dem siebten und Aktien auf dem vorletzten Platz der Top 10 der beliebtesten Geldanlagen der Deutschen.

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Euro

umfasst das unverzinste Geldvermögen der Deutschen in Bargeld, Sichteinlagen, Spareinlagen und Sparbriefen

Grüne Ideen – schwarze Zahlen

Der Blick auf die Zinspolitik der EZB verdeutlicht, dass sie auf unabsehbare Zeit an den Niedrigzinsen festhalten werden: Erst im Januar 2021 entschied der EZB-Rat erneut, den Leitzins weiterhin bei null Prozent zu belassen. Daher sollte Ihr Ziel als Anlegerinnen und Anleger sein, Ihr Erspartes dem negativen Realzins zu entziehen.

Das heißt: Investieren Sie Ihr Geld besser sinnvoll, anstatt es unverzinst zu „parken“ und einen Kaufkraftverlust durch die Inflation zu riskieren. Wertpapiere bieten attraktive Alternativen und mehr Sicherheit, als viele Menschen denken – vor allem mit einer breiten Streuung über verschiedene Anlageklassen.

Dabei gilt: Je länger Ihr Geld arbeitet, desto besser. Trotz kurzzeitiger Krisen und Schwankungen an den Finanzmärkten stiegen die Kurse und die Wirtschaftsleistung in der Vergangenheit insgesamt nachhaltig: Nach Informationen der Deutsche Börse AG beträgt die DAX-Index-Rendite seit 1987 pro Jahr durchschnittlich 7,74 Prozent. Natürlich sind bisherige Kursentwicklungen kein Garant für die Zukunft – aber auf lange Sicht haben Sie gute Möglichkeiten, an den Entwicklungen der Wertpapiermärkte teilzuhaben.

Nachhaltige Ausrichtung beeinflusst Aktienkursentwicklung positiv

Dabei ist gerade die Anlage in nachhaltig ausgerichtete Unternehmen vielversprechend. Oftmals hält sich zwar noch das Vorurteil, nachhaltige Investments würden keine Rendite erzielen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Zahlreiche Studien belegen den positiven Einfluss einer nachhaltigen Ausrichtung von Unternehmen auf deren Aktienkursentwicklung.

Eine davon ist die vielbeachtete Untersuchung „ESG and financial performance: aggregated evidence from more than 2000 empirical studies“ von Gunnar Friede, Timo Busch und Alexander Bassen aus dem Jahr 2015. Sie betrachtet den Einfluss wesentlicher Nachhaltigkeitskriterien auf die Kapitalanlage. Dabei bezieht sie sich auf die Ergebnisse von über 2000 wissenschaftlichen Arbeiten.

Mit Geldanlagen in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen können Sie sogar bessere Renditen erzielen als mit konventionellen Anlagen. Denn vor dem Hintergrund aktueller Krisen wie dem Klimawandel arbeiten diese Unternehmen an Lösungen – und sichern sich so langfristig Wettbewerbsvorteile. Sie unterstützen Umweltschutz, faire Arbeitsbedingungen und setzen auf eine weitsichtige Unternehmensführung.

Es ist eine gute Sache, Bio-Eier oder Kaffee aus fairem Handel zu kaufen. Einen noch größeren Einfluss im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaft können wir mit nachhaltigen Geldanlagen ausüben.
Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei der Deka Investment

Sinnvoll zu investieren heißt, das Potenzial dieser Unternehmen zu nutzen. Denn mit ihrer Anlage können Sinnvestorinnen und Sinnvestoren sie auf ihrem Weg zu globalen Champions begleiten – und an ihrer positiven Entwicklung partizipieren. Um die Unternehmen ausfindig zu machen, die innerhalb dieser nachhaltigen Vorgaben arbeiten, beschäftigen Kapitalanlagegesellschaften wie die Deka Analysten und Forschungsinstitute.
Im Fokus stehen vor allem die sogenannten ESG-Kriterien. Dabei steht die Abkürzung ESG für die Begriffe Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung).

ESG-Kriterien: Vier Erfolgsfaktoren nachhaltig agierender Unternehmen

  1. Mit ressourcenschonenden Verfahren reduzieren Unternehmen ihre Kosten und steigern die Effizienz.
  2. Eine verantwortungsvolle Geschäftsführung motiviert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wirkt hoher personeller Fluktuation entgegen.
  3. Langfristige Risiken wie regulatorische Änderungen oder Krisenszenarien in Produkt- und Lieferkettensicherheit werden strukturell umgangen.
  4. Das Innovationspotenzial erhöht sich durch Forschung und Entwicklung im Bereich umweltfreundlicher Produkte und Prozesse.

Mit der DekaBank sinnvestieren

Die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, ist einer der größten Anbieter nachhaltiger Geldanlagen. Sie zählt mit mehr als 100 Jahren Erfahrung zu den erfahrensten Wertpapierdienstleistern des Landes. Fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe engagiert sie sich für die nachhaltige Vermögensbildung in Deutschland.

Die Deka hat sich bereits vor rund zehn Jahren für eine nachhaltige Geschäftsstrategie entschieden. Sie versteht sich als nachhaltiger Investor, der seine Aktionärsrechte aktiv und engagiert ausübt. Dabei nutzt sie ihren Einfluss als aktiver Aktionär, um Unternehmen zu einem nachhaltigeren und verantwortlicheren Wirtschaften zu bewegen.

Darüber hinaus hat sich die Deka dazu verpflichtet, nationale und internationale Standards (zum Beispiel den deutschen Nachhaltigkeitskodex oder die UN Global Compact und Equator Principles) einzuhalten.

Der globale Hintergrund: die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Icons der 17 „Sustainable Development Goals“ (SDG) der UNO


Vor allem die Ziele 7, 8, 9 und 12 befassen sich mit den wirtschaftlichen Entwicklungsaspekten:

Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie
Energie ist eine grundlegende Voraussetzung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Saubere Energiequellen sind dabei genauso ein Schlüsselfaktor wie die Steigerung der Energieeffizienz.

Ziel 8: Nachhaltig wirtschaften als Chance für alle
Die Globalisierung birgt viele Chancen für mehr Wohlstand. Jedoch profitieren nicht alle auf gleiche Weise. Wenn es um gute Arbeit mit sozialen Mindeststandards und adäquaten Löhnen geht, haben viele Länder noch immer Entwicklungsbedarf.

Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
Die Nachhaltigkeit von Wirtschaftswachstum, Produktion, Städten sowie Bildungs- und Gesundheitssystemen – alles wichtige Nachhaltigkeitsziele – sind ohne intelligente Innovationen, moderne Infrastrukturen und eine leistungsfähige Industrie nicht denkbar.

Ziel 12: Nachhaltig produzieren und konsumieren
Die Erde hat ihre Grenzen. Um weiterhin gut leben zu können, müssen wir nicht nur unseren Konsum anpassen, sondern auch unsere Produktionstechniken. Das betrifft auch den Umgang mit Ressourcen sowie Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz.

Sinnvoll das Vermögen strukturieren

Nachhaltig anzulegen bedeutet für Sie zweierlei – in Fortschritt zu investieren und langfristig solide Renditen zu erwirtschaften. Dabei gilt die altbewährte Faustregel: Diversifizierung gewinnt. Also streuen Sie Ihr Erspartes möglichst breit, um die Schwankungen einzelner Anlagen auszugleichen und an den Zuwächsen aller Wertpapiere zu partizipieren.

Bewährte Anlageformen im Überblick:

1. Aktien, Fonds und Co.

Zwei Männer sitzen am Tisch und prüfen Aktienkurse

Als Aktie bezeichnet man einen verbrieften Eigentumsanteil an einem Unternehmen. Sobald Sie eine Aktie kaufen, sind Sie also Miteigentümerin oder Miteigentümer eines Unternehmens. Was die Geldanlage angeht, können sich Aktien vor allem über einen längeren Zeitraum lohnen. Die langfristige durchschnittliche Renditeannahme liegt bei rund fünf Prozent.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Aktien-Anlagen breit zu streuen. Verluste eines einzelnen Unternehmens treffen Sie dann nicht so stark, denn sie können durch die möglichen Gewinne anderer Unternehmen ausgeglichen werden.

Um Aktien zu streuen, eignen sich vor allem Fonds. Sie investieren in eine Vielzahl von Unternehmen. Die Analyse und Auswahl aussichtsreicher Branchen, Regionen und Unternehmen erfolgt durch professionelle Fondsmanager. Grundsätzlich ist bei Aktienfonds jedoch zu beachten, dass sich kapitalmarktbedingte Wert- und Währungsschwankungen aber auch negativ auf die Wertentwicklung eines Fonds auswirken können.

2. Anleihen

Jemand arbeitet an einer grafischen Auswertung

Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Unternehmen oder Staaten ausgegeben werden, um sich selbst Kapital zu beschaffen. Das funktioniert ähnlich wie bei einem Kredit: Sie kaufen mit Ihrem Kapital eine Anleihe bei einem Schuldner, zum Beispiel beim Land Deutschland. Dieser muss Ihnen Ihr Kapital zuzüglich Zinsen zurückzahlen. Somit erhalten Sie regelmäßig einen festen Betrag.

Als besonders sicher gelten Anleihen, bei denen der Schuldner eine hohe Bonität aufweist und Ihnen Ihr Geld innerhalb einer kurzen Laufzeit – am besten unter zwei Jahren – zurückzahlt. Langfristige Anleihen werfen in der Regel niedrigere Erträge ab als kurze. Die üblicherweise angenommene Rendite liegt dort jedoch auch bei lediglich 0,5 Prozent.

3. Immobilien und Immobilienfonds

Ein Markler zeigt einer Kundin eine Immobilie

Die Investition in ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung gehört zu den beliebtesten Anlageformen hierzulande. Immobilien binden jedoch sehr viel Kapital auf einmal und können daher die Gefahr eines Klumpenrisikos bergen: Wer sein komplettes Vermögen in ein Haus steckt, kann es nicht mehr streuen. Wenn eine Immobilie dann noch an Wert verliert, machen Besitzer oder Besitzerinnen Verluste.

Eine Alternative zur eigenen Immobilie sind beispielsweise Immobilienfonds. Damit beteiligen Sie sich gemeinsam mit anderen Anlegern beispielsweise an Bürogebäuden, Logistikzentren oder Hotels. An der Wertsteigerung dieser Immobilien können Sie als Anlegerin oder Anleger partizipieren. Die angenommene Rendite von Immobilienfonds liegt bei zwei Prozent. Gut zu wissen: Anlagen in Offenen Immobilienfonds unterliegen einer Mindesthaltedauer von 24 Monaten. Die Rückgabe muss unter Einhaltung einer Frist von zwölf Monaten angekündigt werden. Gegebenenfalls erfolgt die Rücknahme nur zu bestimmten Rücknahmeterminen.

4. Liquidität und Geldmarktinstrumente

Eine Frau prüft Ihren Kontostand am Laptop

Hinter diesen Begriffen verbergen sich Tagesgeldkonto, Festgeldkonto und Co. Sie sollten zentraler Bestandteil jeder Geldanlage sein, auch wenn die dort zu erwartenden Zinsen gering bis gar nicht vorhanden sind. Immer dann, wenn sie kurzfristig Geld benötigen, beispielsweise, weil Ihr Auto kaputtgegangen ist, müssen Sie schnell und unkompliziert an Ihr Geld kommen.

Tagesgeldkonten oder Festgeld gelten als sichere Geldanlage, doch das ist nicht ganz richtig. Zwar ist Ihr Geld hier nicht von großen Zinsschwankungen betroffen. Es verliert jedoch aufgrund der Inflation kontinuierlich an Wert. Unser Tipp: Halten Sie Ihre Liquidität in diesem Bereich nur so groß wie nötig, aber so niedrig wie möglich.


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