

Geschrieben von
Bella Krug
Was ist die High Water Mark?
Die High Water Mark bezeichnet den höchsten jemals erreichten Anteilspreis eines Fonds. Wird dieser Wert in einer folgenden Abrechnungsperiode übertroffen, darf der Fonds erneut eine Performancegebühr berechnen. Bleibt der Fonds unter diesem Höchstwert, fällt keine neue Gebühr an. Dieses Prinzip schützt Anlegerinnen und Anleger davor, mehrfach für dieselbe Wertsteigerung zu zahlen.
Warum ist die High Water Mark wichtig?
Das Konzept sorgt für Fairness und Transparenz im Fondsmanagement. Es stellt sicher, dass Fondsmanagerinnen und Fondsmanager nur dann von zusätzlichen Gewinnen profitieren, wenn sie tatsächlich neue Wertzuwächse erzielen. Gleichzeitig motiviert die Regel, vorherige Verluste auszugleichen und unterstützt eine langfristig erfolgsorientierte Anlagestrategie.
Wie funktioniert die High Water Mark in der Praxis?
Beispiel: Ein Fonds erreicht einen Wert von 100 Euro pro Anteil. Anschließend fällt der Kurs auf 90 Euro. Erst wenn der Fondsanteil wieder über 100 Euro steigt – also einen neuen Höchststand erreicht –, darf eine Performancegebühr erhoben werden. So zahlen Anlegerinnen und Anleger nur für tatsächliche Mehrerträge.
Für wen ist das Thema relevant?
Die High Water Mark ist für Anlegerinnen und Anleger wichtig, die in Fonds mit erfolgsabhängigen Vergütungsgebühren investieren. Sie ist ein zentrales Schutzinstrument im aktiven Fondsmanagement und signalisiert, dass das Vergütungssystem der Fondsmanagerinnen und Fondsmanager an den realen Anlageerfolg gekoppelt ist.
Beispiel aus dem Alltag
Ein aktiv gemanagter Fonds berechnet eine Performancegebühr von 10 Prozent auf den Jahresgewinn. Im Vorjahr lag der Höchststand bei 120 Euro pro Anteil, der aktuelle Kurs beträgt 110 Euro. Erst wenn der Fonds über 120 Euro steigt, wird erneut eine Gebühr fällig. Anlegerinnen und Anleger zahlen also nur, wenn echte Wertsteigerungen erzielt werden.





