

Geschrieben von
Bella Krug
Was ist ein Devisenkurs?
Mit Devisen sind Bankguthaben oder Forderungen in einer anderen Währung, die unbar übertragen werden, gemeint. Der Devisenkurs zeigt, wie viele Einheiten der ausländischen Währung man für eine Einheit der heimischen Währung erhält. Der Wechselkurs drückt oft das Umgekehrte aus – also wie viel die eigene Währung in der fremden Währung wert ist. In der Praxis wird der Begriff „Devisenkurs“ für bargeldlose Transaktionen verwendet; „Wechselkurs“ eher für Bargeldtauchvorgänge (Sorten).
Warum ist der Devisenkurs wichtig?
Er beeinflusst Importe, Exporte, Unternehmensgewinne und Konsumausgaben. Wenn Unternehmen Rechnungen in Fremdwährung schreiben oder empfangen, hängt ihr Gewinn oder Verlust maßgeblich vom Devisenkurs ab. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher sind betroffen – zum Beispiel bei Onlinekäufen in Fremdwährung oder bei Auslandsreisen.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Der Devisenkurs entsteht durch Angebot und Nachfrage auf dem globalen Devisenmarkt. Einflussgrößen sind Zinssätze, Inflation, politische Ereignisse und wirtschaftliche Erwartungen. Veränderungen in diesen Faktoren führen zu teilweise erheblichen Kursschwankungen.
Unternehmen können Devisen über die Sparkasse erwerben oder sich mit geeigneten Finanzinstrumenten gegen Währungsrisiken absichern.
Für wen ist das Thema relevant?
Für Unternehmen mit Auslandsgeschäften, Importeure oder Exporteure, Finanzmarktteilnehmende, und alle, die in Fremdwährungen handeln oder Zahlungen empfangen.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Unternehmen exportiert Maschinen in die USA. Die Rechnung lautet in US-Dollar. Wechselkursschwankungen können den Gewinn in Euro beeinflussen – wenn der Dollar gegenüber dem Euro stärker wird, steigt der Euro-Wert des Umsatzes, bei einer Abschwächung sinkt er entsprechend.





