

Geschrieben von
Bella Krug
Was ist der Ausgabeaufschlag?
Der Ausgabeaufschlag ist ein prozentualer Aufpreis auf den Ausgabepreis eines Fondsanteils. Er deckt in der Regel die Kosten für Vertrieb, Beratung und Abwicklung ab. Der Betrag wird einmalig beim Kauf fällig und mindert somit den investierten Anlagebetrag. Bei Aktienfonds liegt der Ausgabeaufschlag oft zwischen 3 und 5 Prozent, bei Rentenfonds meist etwas niedriger.
Warum ist der Ausgabeaufschlag wichtig?
Der Ausgabeaufschlag beeinflusst die Rendite, insbesondere bei kurzfristigen Anlagen oder Sparplänen. Da er bei jeder Einzahlung erhoben wird, verringert er den tatsächlich investierten Betrag. Für Anlegerinnen und Anleger ist es daher wichtig, die Kosten im Verhältnis zur erwarteten Rendite und zur Anlagedauer zu betrachten. Je länger das Investment läuft, desto geringer wirkt sich der Ausgabeaufschlag pro Jahr auf die Gesamtrendite aus.
Wie funktioniert der Ausgabeaufschlag in der Praxis?
Beispiel: Eine Anlegerin investiert 100 Euro in einen Fonds mit einem Ausgabeaufschlag von 5 Prozent. Nur 95,24 Euro fließen in den Fonds, 4,76 Euro sind die Gebühr. Der Ausgabeaufschlag wird automatisch beim Kauf berechnet und fällt nur einmalig pro Kaufvorgang an. Anlegerinnen und Anleger finden die genaue Höhe des Agios in den Fondsunterlagen oder im Verkaufsprospekt. Beim Kauf über Banken, Sparkassen oder Online-Plattformen können Rabatte oder reduzierte Ausgabeaufschläge gelten.
Für wen ist das Thema relevant?
Der Ausgabeaufschlag betrifft alle, die in aktiv gemanagte Investmentfonds investieren. Wer stattdessen börsengehandelte Indexfonds (ETFs) kauft, zahlt in der Regel keinen Ausgabeaufschlag, sondern nur Handels- und Verwaltungsgebühren.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Anleger hat einen monatlichen Fondssparplan von 100 Euro in einen Aktienfonds mit 4 Prozent Ausgabeaufschlag. Monatlich werden 96 Euro investiert, 4 Euro gehen als Gebühr an den Vertrieb beziehungsweise die Fondsgesellschaft. Da der Aufschlag bei jeder Rate anfällt, kann sich das langfristig auf die Rendite auswirken. Wer über Jahrzehnte spart, sollte deshalb auch fondsbezogene Kosten regelmäßig prüfen.





