

Geschrieben von
Bella Krug
Was ist eine All-in-Fee?
Die All-in-Fee (deutsch: „Alles-inklusive-Gebühr“) fasst mehrere Kostenpositionen zusammen, die bei bestimmten Finanzprodukten anfallen, zum Beispiel bei Investmentfonds oder in der Vermögensverwaltung. Anstatt einzelne Posten wie Verwaltungsgebühren, Depotkosten oder Transaktionskosten separat auszuweisen, werden diese in einer einzigen, als Prozentsatz angegebenen Gebühr zusammengeführt.
Warum ist die All-in-Fee wichtig?
Sie macht die tatsächlichen Kosten einer Geldanlage besser nachvollziehbar. Anlegerinnen und Anleger wissen so genau, wie hoch ihre jährlichen Gesamtkosten sind und können verschiedene Angebote einfacher vergleichen. Trotz des Namens „All-in-Fee“ können jedoch weiterhin manche Gebühren, wie etwa ein Ausgabeaufschlag beim Fondskauf, zusätzlich anfallen.
Wie funktioniert die All-in-Fee in der Praxis?
Die All-in-Fee wird in der Regel als Prozentsatz des investierten Kapitals pro Jahr angegeben. Beispiel: Liegt die All-in-Fee bei 1,5 Prozent und ein Anleger investiert 10.000 Euro, betragen die jährlichen Kosten 150 Euro. Diese Gebühr wird automatisch verrechnet. Welche Leistungen konkret abgedeckt sind, kann je nach Anbieter oder Produkt variieren, etwa Verwaltung, Beratung, Depotführung oder Transaktionen.
Für wen ist das Thema relevant?
Die All-in-Fee betrifft vor allem Anlegerinnen und Anleger, die in Fonds investieren oder eine Vermögensverwaltung nutzen. Sie bietet eine einfache Übersicht über die Kostenstruktur und ermöglicht den Vergleich unterschiedlicher Anbieter oder Anlagestrategien.
Beispiel aus dem Alltag
Eine Anlegerin nutzt ein digitales Vermögensverwaltungsangebot, das eine All-in-Fee von 1 Prozent pro Jahr berechnet. Darin enthalten sind typischerweise sämtliche Verwaltungs- und Depotkosten. Sie weiß damit genau, welche jährlichen Gebühren auf sie zukommen, muss aber prüfen, ob weitere Kosten (zum Beispiel Handelsgebühren oder Steuern) separat anfallen.





