Wie funktioniert ein P-Konto?

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Wer hohe Schulden hat und diese nicht mehr zurückzahlen kann, dem droht schnell eine Kontopfändung. Damit Miete, Strom und Lebensmittel trotzdem bezahlt werden können, lässt sich das Girokonto in ein „Pfändungsschutzkonto“ (P-Konto) umwandeln. Das P-Konto sorgt dafür, dass man trotz laufender Pfändung einen Betrag zur Existenzsicherung behält. Die gesetzliche Freigrenze für eine Person liegt momentan bei 1.073,88 Euro pro Kalendermonat. Bei Unterhaltsverpflichtungen erhöht sie sich. Das P-Konto schützt den monatlichen Betrag fortwährend: Man muss den Freibetrag also nicht direkt nach dem Geldeingang abheben, sondern kann das Girokonto normal weiter nutzen.

Jedes Girokonto, das auf eine Einzelperson läuft, kann durch einen Antrag bei einer Sparkasse oder einer Bank kostenlos in ein P-Konto umgewandelt werden. Das Konto selbst kostet in der Regel dann aber Gebühren. Der Pfändungsschutz gilt zudem nur für das Guthaben. Wer sein Konto also überzieht, muss es zuerst ausgleichen, um das Existenzminimum wieder zu schützen.

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