Wie erkenne ich Falschgeld?

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Im ersten Halbjahr 2018 wurden in Deutschland rund 31.100 falsche Banknoten von der Deutschen Bundesbank aus dem Verkehr gezogen. Wem ein falscher Fuffziger untergejubelt wird, hat leider das Nachsehen. Er bekommt den Wert nicht erstattet. Doch mit ein paar einfachen Tipps können Sie Fälschungen vom Original unterscheiden.

Die gute Nachricht vorab: Die Zahl der Blüten ist im Vergleich zu 2017 deutlich gesunken. Experten führen das auch auf die Einführung der Europa-Serie zurück. Dabei wurden die Scheine mit besseren Sicherheitsmerkmalen ausgerüstet. Doch besonders der 50-Euro-Schein ist bei Fälschern nach wie vor beliebt. Sehen Sie sich daher Banknoten immer sorgfältig an.

Dabei gilt grundsätzlich: Es zählt nicht der gute Gesamteindruck eines Geldscheins, es zählen viele kleine Details. Fälscher arbeiten professionell und achten auf Kleinigkeiten. Wenn Sie Scheine auf Ihre Echtheit überprüfen, sollten Sie deshalb nach dem Schema „Fühlen-Sehen-Kippen“ vorgehen – so heißt es bei der Bundesbank.

Ihr Tastsinn ist gefragt

Euro-Scheine sind aus Baumwolle und haben deshalb eine gewisse Griffigkeit. Sie sind weich, biegsam und reißen nicht so leicht wie Papier. Fälschungen sind häufig dünner und glatter als echtes Geld.

Außerdem gibt es auf Euro-Scheinen verschiedene Bereiche, die leicht erhaben sind. Zum Beispiel die neun Abkürzungen für die Europäische Zentralbank (wie BCE, ECB, EZB …) und auch die kurzen Linien rechts neben dem silbernen Hologramm-Streifen. Nehmen Sie sich einen Schein und fühlen Sie mal.

Schauen Sie genau hin

Halten Sie einen Euro-Schein gegen das Licht. Das sollten Sie sehen:

  1. Auf der linken Seite erscheint der Kopf der mythologischen Figur Europa. Schräg rechts darüber erkennen Sie die Wertzahl des Scheins – also beispielsweise eine fünf bei einem Fünf-Euro-Schein. Dieses Wasserzeichen ist auch auf der Rückseite erkennbar.
  2. Gegen das Licht ist auch der sogenannte Sicherheitsfaden zu sehen. Er verläuft mittig von oben nach unten. Wenn Sie genau hinschauen, erkennen Sie in kleiner Schrift das Euro-Symbol und die Wertzahl.
  3. Auf beiden Seiten des Scheins befindet sich eine Mikroschrift. Unter einer Lupe ist das Wort „Euro“ in verschiedenen Sprachen zu erkennen.


Und jetzt: bewegen!

Einige Sicherheitsmerkmale können Sie überprüfen, wenn Sie einen Schein im Licht bewegen.

  1. Die Wertzahl auf der Vorderseite ist eine sogenannte Smaragdzahl. Sie glänzt und ändert die Farbe von einem leuchtenden Grün zu einem tiefen Blau, wenn Sie den Schein kippen.
  2. Ebenfalls auf der Vorderseite: Ein silberner Streifen mit verschiedenen Hologrammen. Halten Sie den Schein gegen das Licht, schimmert er. Sie können dann das Euro-Symbol und die Wertzahl des Scheines erkennen. Auf der Rückseite ist an der gleichen Stelle ein leichter Glanzstreifen zu finden.
  3. Scheine der Europa-Serie haben (ab einen Wert von 20 Euro) auf dem Silberstreifen zusätzlich das Hologramm eines Fensters. Hält man den Schein gegen das Licht, wird es durchsichtig und das Porträt von Europa kommt zum Vorschein.


UV-Licht zur Hand?

Unter UV-Licht sieht eine echte Euro-Note richtig spektakulär aus. Das Papier selber bleibt dunkel, doch eingearbeitete Fasern leuchten. So wird die Flagge der Europäischen Union grün, die Sterne leuchten orange, die Landkarte, die Brücke und die Wertzahl auf der Rückseite gelb.

Haben Sie Falschgeld im Portemonnaie oder den Verdacht, dass ein Schein nicht echt ist, setzen Sie sich mit der Polizei in Verbindung. Was Sie sonst noch beachten sollten, erfahren Sie hier.

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