P-Konto: Im Notfall vor Pfändungen geschützt

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Es kann dumm laufen: Wer hohe Schulden hat und diese nicht begleichen kann, läuft Gefahr, dass die Gläubiger Vollstreckungsmaßnahmen ergreifen. Dann wird das Einkommen gepfändet, um die Schulden zu begleichen. Bis zu einer gewissen Höhe bleibt das Einkommen aber von der Pfändung verschont (Pfändungsfreigrenze). Ab Juli 2015 beträgt sie monatlich 1133,80 Euro.

Um diesen Teil des Einkommens vor der Pfändung zu schützen, benötigt man ein spezielles Konto: das P-Konto, P wie Pfändungsschutz. Ein bestehendes Girokonto kann umgewandelt werden und funktioniert (fast) gleich. Beträge bis zur Pfändungsfreigrenze sind aber – im Gegensatz zum Girokonto – abgesichert. Nicht genutzte Pfändungsfreibeträge vom Vormonat lassen sich sogar in den neuen Monat übertragen.

Wer Unterhalt zahlen muss, etwa an eigene Kinder, hat erhöhte Pfändungsfreigrenzen und kann diese auf Nachweis ebenfalls freistellen lassen. Dazu Benötigt man eine Bescheinigung von Arbeitgeber, Arbeitsagentur oder Schuldnerberatung.

Übrigens: Damit man sich nicht noch weiter verschuldet, kann ein P-Konto nicht überzogen werden.

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