Kann ein Kreditinstitut mein Konto kündigen?

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Rechtlich gesehen können Kreditinstitute Konten ohne Begründung kündigen. Ausnahme sind die Sparkassen, da sie öffentlich-rechtliche Institute sind. Sie können Privat-Girokonten nur aus einem sachgerechten Grund kündigen.

 

Warum kündigen Kreditinstitute Konten?
Das kann dann der Fall sein, wenn Kunden ihr Konto regelmäßig und in hohem Maß überziehen. Ein anderer Grund: Die Inhaber nutzen ihr Konto für strafbare Aktivitäten wie Geldwäsche oder sonstige illegale Geschäfte. Auch als politisch oder religiös radikal bekannte Menschen oder Vereine können von Kündigungen betroffen sein. Eine harmlosere Variante: Ein Konto weist kaum Guthaben auf und der Inhaber war schon lange nicht mehr aktiv.

 

Kommt das oft vor?
Die geschilderten Umstände lassen es vermuten: Es ist unwahrscheinlich, „einfach so“ eine Kündigung für sein Konto zu erhalten. Daran haben Kreditinstitute kein Interesse. Es würde sich auch nicht gut auf ihren Ruf auswirken.

 

Im Falle des Startups wurde die Kündigung übrigens an Kunden ausgesprochen, die zu häufig Bargeld abgehoben haben. Das war offenbar mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens, das nicht über ein eigenes Geldautomatennetz verfügt, nicht vereinbar.

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