Vermögensverwaltung per Family Office

Nachfolge, Immobilien & mehr: Für wen es sich lohnt

Das eigene Vermögen über ein Family Office zu organisieren, gilt immer noch als Geheimtipp, hat aber kaum Nachteile. Über eine Dienstleistung mit besonderem Charakter. 

Sie haben viel geleistet und etwas aufgebaut, das Sie stolz als Ihr Lebenswerk betrachten. Dann wollen Sie Ihr Vermögen natürlich auch effizient und aus einer Hand verwaltet sehen, wenn Sie sich längst zurückgezogen haben. Sollten Sie dann auch noch Wert darauf legen, dass Ihr Kapital für Ihre Erben erhalten bleibt, kommt für Sie möglicherweise das „Family Office“ als Teil der Vermögensverwaltung infrage.

Ein Family Office berät einen Kunden bei der strategischen Steuerung des Vermögens. Es lässt sich einrichten, wenn das Privatvermögen einer Person oder auch – und daher kommt der Name – einer Unternehmerfamilie organisiert und verwaltet werden muss.

In dieser kompakten Organisationsform ist es deutlich leichter, die Interessen aller Familienmitglieder nach außen zu vertreten. Außerdem ist das Family Office ein Garant für die langfristige Sicherung des Familienvermögens, weil auch interne Konflikte gebündelt moderiert und gelöst werden können.

Besonders nach dem Rückzug eines Gründers oder nach dem Verkauf eines Unternehmens kann ein Family Office von unschätzbarem Wert sein. Es besitzt höchste Expertise, gilt aber immer noch als Geheimtipp.

Für welche Familien es sich lohnt

Family Offices, mit denen die Sparkassen kooperieren, sind effizient und passgenau auf Ihre Wunschvorstellungen zugeschnitten. Sie kümmern sich bei Bedarf auch um kleinteilige Aufgaben: Das kann bis hin zur Immobilienverwaltung reichen, aber auch die Ausbildung der Erbengenerationen betreffen. Nachlassplanung und das Bearbeiten von Steuer- und Rechtsfragen können ebenfalls nach Bedarf dazukommen.

Family Offices passen sich in der Mitarbeiterzahl den Bedürfnissen der Kunden präzise an. Sie können Büros mit einem Mitarbeiter oder aber einer zweistelligen Anzahl von Experten unterhalten.

Ein Single Family Office übernimmt dabei ausschließlich Aufgaben für eine einzige Familie. Wenn ein Vermögen 250 Millionen Euro übersteigt, bietet sich diese Lösung an.

Multi Family Offices betreuen dagegen die Vermögen mehrerer Familien. Wer sich mit diesem Modell beschäftigt, kann ab einem Vermögen von 15 Millionen Euro einsteigen.

Vorsicht vor den schwarzen Schafen der Branche

Bei der Wahl Ihres Family Offices und seinen Dienstleistungen sollten Sie sich jedoch Zeit lassen und auf Beratung setzen. Denn der Verband unabhängiger Family Offices stellte zuletzt fest, dass es in der Branche auch einige schwarze Schafe gibt. Diese arbeiten auf Provisionsbasis und damit im schlechtesten Fall an den Bedürfnissen der Familien vorbei.

Der Verband empfiehlt daher, Family Offices kritisch daraufhin zu überprüfen, ob sie ausschließlich im Sinne des Vermögensinhabers agieren. Denn – so die Argumentation des Verbands– wer eigene Produkte zur Geldanlage anbietet, schafft mögliche Interessenkonflikte mit dem Klienten.

Um solche Dynamiken auszuschließen, stellen führende Family Offices höchste Anforderungen an sich selbst. Auch Multi Family Offices arbeiten aktiv daran, Interessenkonflikte unter ihren Auftraggebern gar nicht erst entstehen zu lassen. Dabei stehen die Werte Loyalität und Vertrauen im Zentrum ihrer Arbeit mit den Vermögensinhabern.

Family Offices können noch mehr

Es gibt nicht nur ein einziges verlässliches Modell, nach dem Family Offices arbeiten. Bei manchen bringen die Familien auch einen eigenen Berater mit, der das Family Office bei seiner Arbeit unterstützt und mit dem Büro im engen Kontakt steht.

Auch wenn eine Nachfolge innerhalb des Familienunternehmens ansteht und geplant werden muss, können Dienstleistungen eines Family Offices helfen. Schließlich ist in vielen Fällen das Familienunternehmen auch Teil des Privatvermögens. Bei möglichen Konfliktpotenzialen übernehmen Family Offices gern eine Moderatorenrolle. Oftmals ist die Beziehung zum Vermögensinhaber so tief, dass Family Offices sogar bei der Suche eines Nachfolgers für das Unternehmen behilflich sein können.

Letztlich muss das jeder Klient für sich selbst entscheiden. Wenn Sie mehr über Family Offices als Teil der Vermögensverwaltung bei den Sparkassen erfahren möchten, wenden Sie sich gern an Ihren Berater.

Mehr Infos und Konditionen finden Sie bei Ihrer Sparkasse.

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