Rentenversicherung für Vermögende

Die richtige Altersvorsorge für Gutverdiener

Auch Besser- und Gutverdiener kommen nicht drum herum, für ihre Rente selbst vorzusorgen. Denn wem es im Berufsleben gut ging, der will auch im Alter nicht verzichten. Ob sich dafür die „normalen“ Vorsorgeprodukte wie Riester, Rürup und Co. eignen, erfahren Sie hier.

So viel ist klar: Mit der gesetzlichen Rente alleine kommt in Zukunft niemand mehr über die Runden. Das hat auch die Politik längst erkannt: Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge beispielsweise werden staatlich gefördert, um die Menschen zu motivieren, selbst vorzusorgen. Doch oft reicht auch das nicht aus. Nur wer zusätzlich noch über Geld- oder Sachwerte zum Beispiel in Form von Aktien oder Immobilien verfügt, kann es sich im Alter wirklich gut gehen lassen. Das gilt für Normalverdiener genauso wie für Besser- und Gutverdiener. Deshalb stellen wir Ihnen im folgenden Überblick die drei Säulen der Altersvorsorge und die jeweils wichtigsten Möglichkeiten vor – und geben Ihnen eine erste Empfehlung, welches Produkt zu Ihnen passen könnte. 

Säule 1: Basisversorgung

Gesetzliche Rentenversicherung: Höchstbetrag einzahlen lohnt sich

Wenn Sie freiwillig rentenversichert sind, haben Sie die Möglichkeit, jeden Monat bis zu 1187,45 Euro in die Rentenversicherung einzuzahlen. Das lohnt sich! Dank hoher Rentenanpassungen bekommen Sie für Ihre Beiträge seit Jahren bessere Zinsen als für vergleichbar sichere Geldanlagen.

Empfehlung: geeignet für Beamte, Anwälte, Ärzte, Architekten und andere gut verdienende Selbstständige, die auf Nummer sicher gehen wollen

Rürup-Rente: selbstständige Gutverdiener profitieren vom Steuervorteil

Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem für Selbstständige, die viel verdienen und den steuerlichen Förderrahmen voll ausschöpfen können. Konkret bedeutet das: Beiträge bis gut 23.300 Euro jährlich lassen sich zu 84 Prozent als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen. Erst die spätere Rente wird besteuert, was allerdings den meisten zugutekommen dürfte, da der Steuersatz im Alter häufig geringer ist als im Berufsleben.

Empfehlung: geeignet für Selbstständige, die gut verdienen und statt freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung lieber in eine private, aber staatlich geförderte Vorsorge einzahlen

Säule 2: Staatlich geförderte Zusatzversorgung

Riester-Rente: für Gutverdiener interessanter als gedacht

Die Riester-Rente ist aufgrund der möglichen Steuerersparnis auch und gerade für Gutverdiener interessant. Denn Ihre Beiträge können Sie komplett steuerlich geltend machen: pro Jahr 2.100 Euro. In der Praxis bedeutet das für Gutverdienende eine Förderquote von teilweise mehr als 40 Prozent: Von 1.000 Euro, die Sie in Ihre Riester-Rente stecken, müssen Sie also nur 600 Euro aus eigener Tasche zahlen – die anderen 400 Euro schenkt Ihnen der Staat.

Empfehlung: geeignet für gutverdienende Angestellte, die dank Beitragsgarantie risikolos fürs Alter vorsorgen wollen

Betriebliche Altersvorsorge: zahlt sich vor allem für Gutverdiener aus

Bei der betrieblichen Altersvorsorge wird ein Teil des Gehalts direkt in eine Betriebsrentenversicherung eingezahlt. Dadurch werden zunächst Steuern und Sozialabgaben gespart – diese fallen allerdings später bei der Auszahlung an. Deshalb profitieren vor allem Gutverdiener. Das liegt an der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze: Liegt im Rentenalter das monatliche Einkommen über dieser Grenze, fallen für den Teil oberhalb der Grenze keine Sozialabgaben an.

Empfehlung: geeignet für alle gutverdienenden Angestellten, die im Rentenalter ein Einkommen von mehr als 4.425 Euro (Stand 2018) monatlich geltend machen können

Säule 3: Ergänzende Altersvorsorge durch Kapitalanlageprodukte

Immobilien: die sichere Geldanlage

Immobilien sind derzeit eine sichere Geldanlage. Wer heute beispielsweise eine 100-Quadratmeter-Wohnung in Heilbronn für rund 220.000 Euro kauft, kann sie in 14 Jahren voraussichtlich mit einem Gewinn von fast 160.000 Euro wieder verkaufen. Wer lieber selbst drin wohnen will oder sie vermietet: auch gut! Entweder sparen Sie so die Miete. Oder machen über die Einnahmen aus der Fremdvermietung sogar noch Gewinn.

Empfehlung: geeignet für alle, die es sich leisten können – und sich vorab über besonders gute Lagen mit einer auch zukünftig hohen Wertsteigerung schlau machen

Aktien oder Fonds: hohe Renditen, nicht ganz so hohes Risiko

Mit Aktien lässt sich langfristig eine Rendite von acht Prozent pro Jahr erzielen. Aber nur dann, wenn man sie über Jahre oder sogar Jahrzehnte für sich arbeiten lässt. Um gegen nie auszuschließende heftige Kursschwankungen gewappnet zu sein, empfiehlt sich ein Aktien- oder Fondssparplan, bei dem Sie monatlich Anteile erwerben – und Schwankungen so ausgleichen. 

Empfehlung: geeignet für alle, die bis zur Rente noch etwas Zeit haben und eine möglichst hohe Rendite erzielen wollen.

Versicherungen: im Einzelfall sinnvoll

Bei Versicherung zur Rentenversorgung unterscheidet man drei verschiedene Typen:

  • die Kapital-Lebensversicherung
  • die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung
  • die private Rentenversicherung

Empfehlung: Ob eine der drei Versicherungen für Sie sinnvoll ist, lässt sich nur in einem ausführlichen Beratungsgespräch klären. Fragen Sie gerne in Ihrer Sparkasse nach.

Übrigens: Wenn Sie auf die Schnelle herausfinden wollen, welche Altersvorsorge zu Ihnen passt, machen Sie diesen Test. Für alle weitergehenden Fragen steht Ihnen Ihr persönlicher Berater in der Sparkasse gerne zur Verfügung.

Mehr Infos und Konditionen finden Sie bei Ihrer Sparkasse.

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