E-Mobilität: zeitgemäß, praktisch, umweltschonend

2019 markiert die Wende – elektrische Fahrzeuge werden sichtbar

Auf den Straßen Norwegens und Chinas sieht man sie schon überall: Elektroautos. 2019 wird der Umbruch hin zur Elektromobilität auch in Deutschland spürbar. Etablierte und neue Autobauer stellen ihre Fahrzeuge vor und gehen damit in Serie. Und: Mit dem E-Bike und dem elektrischen Lastenfahrrad erobern zudem zeitgemäße und günstige Alternativen den Markt.

Der schnelle Ausbau der Elektromobilität liegt auf der Hand: Dieselskandal und -fahrverbote haben weite Teile der Bevölkerung verunsichert. Ein Fahrverbot aber, selbst für alle Dieselautos, wird vielerorts nicht ausreichen, um die Grenzwerte der Europäischen Union (EU) von 40 Mikrogramm Stickoxide pro Kubikmeter einzuhalten.

Neben der Politik stehen auch die Autobauer in der Pflicht. Denn ab 2020 greifen die EU-Flottengrenzwerte – und hohe Strafen drohen. Das heißt, der Durchschnittswert für Kohlendioxid-Emissionen aller Modelle im Angebot eines Autobauers darf 95 Gramm CO2 pro Kilometer nicht überschreiten.

Dieser Grenzwert entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,6 Litern Diesel oder 4,1 Litern Benzin auf 100 Kilometer. Ohne elektrische Antriebssysteme ist er nicht zu erreichen. Daher haben die Autobauer weltweit in den vergangenen Jahren neue Modelle entwickelt. 

Stadtflitzer bis Oberklasse: die neuen Elektroautos

Für ein Mehr an Nostalgie in der Stadt sorgt der Microlino. Wie schon der Kultwagen Isetta in den 50er Jahren hat der kompakte Zweisitzer aus der Schweiz eine Fronttür. Parkplatzprobleme kennt auch der e.GO Life nicht. Dieser in Aachen entwickelte Viersitzer ist trotz seiner 3,35 Metern Länge sogar recht geräumig.

Den Umweltbonus für reine Elektro-Autos von 4.000 Euro (und 3.000 Euro für Hybrid-Autos) mit eingerechnet ist der e.GO Life schon ab 12.000 Euro zu haben. Offiziell läuft das Prämien-Programm Ende Juni 2019 aus, könnte aber verlängert werden. Bei einer Anmeldung bis Ende 2020 entfällt für Elektroautos die KfZ-Steuer für zehn Jahre.

Die Förderung für Plug-in-Hybride, auch Steckdosenhybride genannt, also Kraftfahrzeuge, die sowohl an der Tankstelle als auch am Stromnetz betankt werden können, liegt bei 3.000 Euro. Steuervorteile gibt es für sie keine.

In der Mittelklasse schickt vor allem Volkswagen Elektro-Modelle an den Start: Den Auftakt macht der VW I.D. Neo ab 30.000 Euro. Auch der legendäre VW-Bus „Bulli“ kehrt in einer E-Version wieder zurück.

Dem Anlauf der Produktion der Oberklasse-Fahrzeuge von Daimler, BMW und Co. fiebern Fans weltweit entgegen. Für den Porsche Taycan gibt es 20.000 Vorbestellungen, obwohl er voraussichtlich erst 2021 zu kaufen ist.

Energietanken zu Hause

Stromstecker in Elektroauto

Für die Ladestation zu Hause, die sogenannte Wallbox, gibt es Fördermöglichkeiten durch die KfW-Bankengruppe, einige Bundesländer und Kommunen sowie von Stromanbietern. Ihr Preis ist abhängig von Ausstattung und Leistung. Er bewegt sich zwischen 500 und 2.500 Euro zuzüglich Montage.

Das Stromtanken zu Hause ist im Alltag bequem zu handhaben. Abends nach der Arbeit schließen Sie Ihr E-Auto ans Stromnetz an. Morgens ist es voll aufgeladen und einsatzbereit.

Stromtanken unterwegs: Laden mit 350 kW ab 2020

Am Beispiel Norwegens zeigt sich, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur mit der steigenden Anzahl an elektrischen Fahrzeugen Hand in Hand geht. Zukünftig werden wir Ladestationen auf Parkplätzen von Restaurants, Hotels oder Supermärkten finden.

Die Firma Ionity etwa plant bis Ende 2020 die Installation von 400 High-Power-Ladestationen in Europa – allein 100 davon in Deutschland. Mit einer Leistung von 350 kW befüllt sie elektrische Fahrzeuge sieben Mal schneller als eine Wallbox bei maximaler Leistung.

Elektromobilität: weit mehr als E-Autos

In Deutschland verbinden wir mit dem Begriff Mobilität in erster Linie Automobilität. Dabei ist fraglich, ob sich unsere Enkel überhaupt noch Autos kaufen werden. Vor allem in den Städten ist es nicht mehr selbstverständlich, den Führerschein zu machen. Stunden im Stau zu verbringen, hat mit moderner Mobilität eben nichts mehr gemein.

Komfortabler von A nach B gelangt man mit einem Mix aus verschiedenen Verkehrsmitteln: Ruf-Busse, kollektive Taxis, E-Carsharing oder dem Leih-E-Auto, das an der Haltestelle auf Sie wartet. 

Wechsel vom Fahrrad zum E-Bike: dreifache Zeit im Sattel

Radfahrer auf E-Fahrrad

Von wegen kein Sport: Besitzer eines Elektrofahrrads oder eines Pedelecs nutzen ihr Rad dreimal so oft wie die eines herkömmlichen Fahrrads. Das liegt daran, dass sie weder vor Bergen noch vor längeren Strecken Respekt zu haben brauchen.

Im Bedarfsfall erhöhen sie einfach die Unterstützung des eingebauten Elektromotors. Gleiches gilt auch für die Strecke zur Arbeit. Denn verschwitzt acht Stunden im Büro zu sitzen, ist keine Freude. Auf dem Rückweg können sie sich dann austoben. Die Dusche ist nah.

E-Lastenrad: stress- und staufrei zu Kita und Supermarkt

Bislang war die Nutzung des Lastenfahrrads aufgrund seines Gewichts eher athletischen Menschen vorbehalten. Mit Einführung der elektrischen Variante kommen nun alle in den Genuss, ihren Einkauf inklusive Getränkekisten damit zu erledigen. Je nach Modell finden auf dem Lastenrad sogar bis zu vier Kinder Platz.

Die Vorteile? Liegen auf der Hand: Sie bewegen sich an der frischen Luft. Das hält fit, gesund und ist gut für die Figur. Staus lassen Sie links liegen und kommen schnell und stressfrei ans Ziel. Auch das Thema Parkplatzsuche stellt sich mit dem elektrischen Lastenfahrrad nicht.

Daher erwägen immer mehr Menschen, ein E-Lastenrad statt eines Zweitwagens zu nutzen. Auch im Zusammenspiel von E-Carsharing und E-Lastenrad bewältigen Sie die mobilen Anforderungen des Alltags. Übrigens: Ein Lastenfahrrad lässt sich in der Regel nachträglich mit einem Elektroantrieb aufrüsten.

Das Lastenrad gibt es als zwei- und dreirädrige Variante: Mit drei Rädern lässt es sich leichter anfahren. Mit zwei Rädern ist es sportlicher und liegt besser in der Kurve. Probieren Sie einfach aus, mit welchem Modell Sie besser zurechtkommen.

Auch das Aufladen des Akkus gestaltet sich einfach: an jeder Steckdose. Sie möchten mit ihrem E-Lastenfahrrad reisen? Dann bietet sich der Kauf eines zweiten Akkus an.

Illustration E-Lastenrad

Förderung fürs Lastenrad: leise und sauber

Der Preis für ein Cargo- oder Lastenfahrrad beginnt bei knapp 2.000 Euro und kann auch locker das Doppelte betragen. Aber Städte und Kommunen haben erkannt, dass Lastenfahrräder eine leise, saubere, umweltschonende und platzsparende Alternative zum Auto sind.

Daher fördern einige Bundesländer und Städte den Kauf: Berlin und NRW beispielsweise sehen eine finanzielle Unterstützung von Privatpersonen mit bis zu 1.000 Euro vor.

E-Mobilität: Investition in eine umweltschonende Zukunft

In Kombination mit Erneuerbaren Energien verringert die E-Mobilität den CO2-Ausstoß erheblich. Und sie ist gut für Ihre Gesundheit: durch mehr Bewegung an der frischen Luft.

Die aktuelle staatliche Förderung macht den Umstieg auf ein Elektroauto attraktiv. Bedenken Sie aber, dass die Ladeinfrastruktur noch nicht sehr gut ausgebaut ist. Fahren Sie mit dem E-Auto aber in erster Linie zum Arbeitsplatz und Einkaufen, lohnt sich der Umstieg schon jetzt.

Eine Alternative bieten die anderen elektrischen Fortbewegungsmittel. Für das Lastenfahrrad können Sie ebenfalls vielerorts eine Förderung beantragen.

Darüber und auch über eine mögliche Finanzierung sprechen Sie am besten mit Ihrem persönlichen Sparkassenberater. Dieser wird Ihnen mit einem sinnvollen Kreditvorschlag entgegenkommen. Viele Sparkassen haben auch speziell ausgebildete Energieberater, die Ihnen fachliche Tipps geben können.

Frau transportiert ihr Kind mit E-Lastenfahrrad

Leise und sauber: die E-Mobilität

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