Wie wir unseren Eigenheim-Traum verwirklichen

Tipps und Erfahrungen von einer erfolgreichen Grundstücksuche

Sarah Leufert und ihr Mann haben eine wahre Odyssee hinter sich. Dass sie bald in ihr neues Eigenheim einziehen können, verdanken sie ihrem Glück, ihrer Entschlossenheit – aber vor allem ihrer Hartnäckigkeit. Ihr Beispiel zeigt aber auch, wie es trotz steigender Preise mit dem Traum vom Hausbau klappen kann.

Die Bodenplatte liegt schon. Elf Pfähle sind in den Boden gerammt, weil die Erde auf dem Grundstück sehr feucht ist. Ein Gewässer fließt ruhig in Sichtweite am Bauplatz vorbei. Der neue Lebensmittelpunkt von Sarah und Ihrem Mann liegt in Biesdorf, im Osten Berlins. Ein schönes Fleckchen am Rande einer riesigen Stadt.

Schon bald hofft die Kommunikationsdesignerin, von ihrer Terrasse auf den See blicken zu können, morgens mit einer Tasse Kaffee in der Hand. „Wir sind auf einem guten Weg. Ich hoffe, wir können in ein paar Monaten einziehen“, sagt Sarah.

Bis es so weit ist und der Einzug ins Einfamilienhaus in greifbare Nähe rückt, wird das Paar jede Menge Neues lernen. Dank ihres Durchhaltevermögens und einer Portion Glück hat es geklappt – und die beiden haben ihren Traum nun dicht vor Augen.

Eine Bodenplatte auf einem neuen Grundstück

Für die Zukunft fehlt etwas

Am Anfang stand der Gedanke, dass sich etwas verändern muss. Sarah war nicht unglücklich in ihrem alten Zuhause. Immerhin wohnt sie nah am Zentrum in einer Dreizimmerwohnung. Zur Arbeit hat sie es nicht weit, ihr Mann auch nicht. Aber mit Blick auf die Zukunft fehlte ihr etwas.

Sarah hatte ein Schlüsselerlebnis. „Wir haben einen etwa zehnjährigen Nachbarsjungen, der mit seinem Ball immer gegen eine Wand spielte.“ Einen Garten oder eine Wiese gibt es nicht. Sarah wünscht sich für ihre Kinder etwas Anderes: „Ich will, dass meine Kinder Platz haben und unbeschwert spielen können.“ So kam die Idee mit dem Neubau auf.

Wo findet sich eine Kompromisslösung?

Der Gedanke an die Familienplanung ist der Startschuss für eine Suche, die mehrere Jahre andauern soll, um den perfekten Wohnort für die Familie zu finden. Zunächst stellt sich die Frage, was als neuer Wohnort überhaupt vorstellbar ist. Klar, das Paar will raus aus der Stadt. Aber ein Umzug aufs Land kommt genauso wenig infrage. „Ich bin eine Zeit lang über 45 Minuten in die Stadt gependelt, das war mir einfach zu lang.“

Es gilt also, ein Baugrundstück zu finden, das nicht zu weit außerhalb liegt, aber dennoch ein Gegenpol zum stressigen Alltag in der Großstadt ist, wie Sarah sagt. Gesucht wird eine Kompromisslösung, die allen Bedürfnissen gerecht wird.

Sarah und ihr Mann fangen an die Online-Portale abzugrasen. Ohne Erfolg. Sie informieren sich deshalb auch beim Katasteramt, wo es freie Flächen gibt. Eine vielversprechende Idee, aber Bauland gibt es in der näheren Umgebung der Stadt selten.

Aus Wochen werden Monate, ohne dass sie fündig werden. Sie lassen alte persönliche Kontakte spielen und knüpfen neue, holen überall Informationen ein. Sie fahren in der Stadt umher, auf der Suche nach passenden Grundstücken. Aber es hagelt nur Absagen.

Sarah Leufert schaut sich auf einem Laptop ein Modell ihres zukünftigen Eigenheims an

Das Blatt wendet sich

Dann wendet sich das Blatt: Auf einer Messe lernen die beiden einen Makler kennen. Er macht sie auf ein Grundstück aufmerksam, das noch in keiner Anzeige erschienen ist. „Da haben wir einen Glückstreffer gelandet“, strahlt Sarah.

Der Bauplatz liegt etwa zwölf Kilometer vom östlichen Stadtzentrum Berlins entfernt und ist an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Es gibt viel Grün, und der Kanal fließt gemächlich Richtung Spree. Genauso eine Lage, wie sie sie haben wollte.

Die Geschichte mit den zwei Maklern

Dennoch bleibt der Weg zum Traumhaus steinig. Zwei Makler geben an, die Immobilie zu vermarkten. Es stellt sich heraus, dass einer nur blufft und versucht, Angebote einzuholen und so den Preis in die Höhe zu treiben. Er will selbst noch ein Stück vom Kuchen abbekommen. Schlussendlich erhalten sie den Zuschlag über den richtigen Makler. Bis alle rechtlichen Fragen geklärt, die Einträge im Grundbuch sortiert und der Kaufvertrag unterschrieben sind, vergeht fast Jahr.

Ende gut, alles gut? Von wegen! Das Grundstück ist zwar zur Bebauung vorgesehen, aber noch nicht erschlossen. Zwar kalkulieren Sarah und ihr Mann mit Unkosten über den Kaufpreis hinaus. Allerdings warten noch einige richtig dicke Brocken, mit denen die beiden nicht gerechnet haben – insgesamt rund 60.000 Euro an Erschließungskosten.

Der Anschluss an die Wasserversorgung geht richtig ins Geld, weil etwa 500 Meter von der Verteilerstelle überbrückt werden müssen. Dazu ist das Grundstück extrem nass und die Hauskonstruktion muss mit Pfeilern in der Erde abgesichert werden. Außerdem befindet sich das neue Zuhause in einem Trinkwasserschutzgebiet, was noch einmal besondere Anforderungen und damit höhere Kosten mit sich bringt.

Tipp: Eine Übersicht über die Nebenkosten beim Hauskauf finden Sie hier

Ein Hausmodell

Wichtig: Personen, auf die man zählen kann

Gerade zu dieser Zeit, als die unvorhergesehenen Kosten immer höher werden, müssen die beiden die Nerven bewahren. „Zwischendrin haben wir auch mal den Glauben daran verloren, dass alles klappt. Aber da muss man durch“, sagt Sarah.

Wichtig ist, dass Sie sich in dieser Phase auf bestimmte Personen verlassen können. Das Paar und ihr Makler arbeiten in vielen Fragen rund um die Immobilie eng zusammen – ein großer Vertrauensbeweis. Auch bei der Finanzierung kann sich Sarah auf ihre Sparkassen-Beraterin verlassen: „Sie hat die richtigen Fragen gestellt und wirklich alles für uns rausgeholt. Zu einem entscheidenden Zeitpunkt fehlten uns wichtige Unterlagen. Manch einer hätte in der Situation sicher den gesamten Prozess gestoppt, aber sie sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Wir durften die Dokumente einfach nachreichen.“

Bald ist es so weit

Die Finanzierung steht, die Erschließung ist abgeschlossen, der Bauplan passt. Vor einigen Monaten ging es los mit der Bodenplatte und den Pfählen. Alle Details stehen aber schon fest: Beispielsweise kommt eine Fotovoltaik-Anlage aufs Dach, im ersten Stock ist ein Erker geplant. Bis das Fertighaus steht, werden noch weitere Wochen ins Land gehen. Für Sarah ist vor allem eins beruhigend zu sehen: „Dass es voran geht auf dem Grundstück“.

Dass das Haus anders aussehen wird, als sie sich ihr Traumhaus vorgestellt hat, findet Sarah gar nicht schlimm: „Manchmal denke ich: Jetzt bin ich von einer Villa zu einer Scheune gekommen. Aber dann setzt wieder die Vernunft ein und ich bin unglaublich glücklich, dass wir so ein tolles Haus in einer tollen Gegend bauen.“ Auch Sarahs Hund Maya freut sich schon: „Sie ist kaum noch zu halten, wenn wir am Bauplatz vorfahren.“

Sarah Leufert und ihr Mann freuen sich auf den Einzug ins neue Haus

Drei Tipps von Sarah für eine erfolgreiche Grundstücksuche

Tipp 1: Vernetzen Sie sich, so gut Sie können

Die Online-Immobilienbörsen sind ein guter Startpunkt für Ihre Suche. Aber verlassen Sie sich nicht darauf, dort schnell fündig zu werden. Am besten, Sie strecken Ihre Fühler in alle Richtungen aus. Vielleicht bekommen Sie von Freunden oder Bekannten einen Tipp. Je besser Sie vernetzt sind, desto größer die Chance über einen privaten Hinweis an ein Grundstück oder eine Immobilie zu kommen.

Tipp 2: Machen Sie Kompromisse, denn so kommen Sie ans Ziel

Jeder hat seine eigene Vorstellung von einem Traumhaus. Dass die Realität dem nicht komplett entspricht, gehört dazu und ist gar nicht schlimm. Machen Sie das Beste aus Ihrer Situation und Sie werden sehen: Das Ergebnis kann trotzdem toll sein.

Das gilt auch bei Meinungsverschiedenheiten mit Ihrem Partner. Jeder hat Dinge, die für sie oder ihn besonders wichtig sind. Sorgen Sie dafür, dass niemand zu kurz kommt und beide Partner gleichermaßen am Projekt beteiligt sind.

Tipp 3: Finden Sie vertrauenswürdige Partner, die Sie während des Prozesses begleiten

Auf dem Immobilienmarkt tummeln sich leider viele schwarze Schafe, weil bei einem Hausbau oder -kauf große Summen im Spiel sind. Sei es der Makler, der Architekt oder die Finanzierung: Informieren Sie sich gut und suchen Sie sich verlässliche Partner.

Sie haben ein Grundstück gefunden? Klären Sie gleich die Finanzierung.

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