Was ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP)?

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Die Wirtschaft in Deutschland wächst weiter. Wie sich das zeigt? Das BIP 2016 ist erneut um ein Stück gestiegen. Aber was ist das BIP eigentlich?

Was ist das BIP?
Das Bruttoinlandsprodukt zeigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes. Es errechnet sich aus allen Waren und Dienstleistungen, die über einen bestimmten Zeitraum innerhalb der Landesgrenzen erbracht wurden. Für Deutschland heißt das: Alles, was von deutschen und nicht-deutschen Personen, von Unternehmen und vom Staat hergestellt bzw. geleistet wird. Produzieren deutsche Firmen im Ausland, zählt das nicht zum BIP. Im Jahr 2015 betrug es in Deutschland 3.026,6 Mrd. Euro. Das BIP für 2016 liegt nach vorläufigen Berechnungen bei 3.133 Mrd. Euro. Eine Steigerung von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

So berechnet man das BIP
Für das BIP rechnen wir einfach den Wert aller innerdeutschen Güter und Services zusammen. Egal ob Schraube, Stuhl, Auto, Beratung beim Anwalt oder Besuch beim Frisör. Wichtig ist, dass kein Posten doppelt in der Berechnung auftaucht. So müssen von einem Stuhl sogenannte Vorleistungen abgezogen werden. Also etwa der Wert der Schrauben, des Leims und des genutzten Stroms. Um die Berechnung abzuschließen, kommen dann Steuern und Subventionen für einzelne Güter auf den Gesamtwert oben drauf.  

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Darum bestimmt man das BIP
Wir wissen bereits: Das BIP spiegelt die Wirtschaftskraft eines Landes wider. Erhöht sich das BIP im Vergleich zum Vorjahr, sprechen wir von einem Wirtschaftswachstum. Und das ist gewollt. Denn eine starke Wirtschaft führt zu stabilen Jobs, neuen Arbeitsplätzen und Lohnerhöhungen. Der Aktienmarkt profitiert ebenfalls. Und auch der Staat hat bei wachsender Wirtschaft mehr Möglichkeiten zu investieren. So etwa in das Gesundheits-, Schulwesen oder den Straßenbau. Indem Wirtschaftsexperten das BIP bestimmen, behalten sie die Entwicklung der Wirtschaft im Auge.

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