Einfach erfüllen: den Traum von der Traumküche

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Die Küche ist das Herzstück der Wohnung. Hier trifft man sich, isst zusammen, tauscht sich aus. Kein Wunder, dass die Deutschen immer mehr Geld für ihre Traumküche ausgeben. Wie auch Sie sich diesen Traum erfüllen können, erfahren Sie hier.

 

6.700 Euro – so viel Geld haben die Deutschen 2016 durchschnittlich beim Kauf einer neuen Küche springen lassen. Vor allem der Absatz von Luxusküchen, die mit mehr als 10.000 Euro zu Buche schlagen, steigt seit Jahren. Die Küche entwickelt sich damit also auch wieder – wie schon zu Urgroßmutters Zeiten – zum Herzstück unserer Wohnungen, an dem sich Kochen, Essen, Arbeiten und Einfach-zusammen-sein perfekt miteinander verbinden lassen.

 

Bei Hauspartys besitzt die Küche ja ohnehin magnetische Anziehungskraft auf die Gäste. Die schönsten Gespräche entstehen meist dort, bei hoher Versorgung von Lebensmitteln und natürlich Getränken. In vielen Städten richten mittlerweile Start-Ups Kochevents aus, um Menschen zusammenzubringen. Aber auch privat organisieren sich viele über Apps und Plattformen zum gemeinsamen Kochen.

 

Über Geschmack lässt sich nicht streiten

 

Qualität darf also ihren Preis haben. Bei der Frage aber, wie die neue Küche auszusehen hat, gehen die Meinungen weit auseinander. Der eine hat die Idee von einer großen Landhausküche mit viel Holz und einem gemütlichen Essbereich. Für den anderen muss es die perfekt ausgestattete Designerküche mit hochglänzenden Fronten und viel Glas und Stahl sein. Doch wie findet man heraus, welche Küche wirklich zu einem passt? Hier unsere Tipps zur Küchenplanung und -finanzierung.

 

Küchenplanung: mit einfachen Tipps zur Traumküche

 

Zunächst entscheidet natürlich der Platz darüber, welche Küche sich ins eigene Zuhause einbauen lässt: In einem kleineren, vom Wohnbereich abgetrennten Raum lässt sich in der Regel nur eine reine Arbeitsküche einrichten. Effizient bis in die letzte Ecke ausgenutzt, kann sie für Singles, junge Paare oder Gelegenheitskocher völlig ausreichend sein.

 

Der Trend geht aber seit Jahren klar zur Wohnküche, wissen die Marktforscher der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Hier steht genug Platz zur Verfügung, um gemeinsam mit Familie oder Freunden zu kochen, zu essen und auch gerne mal zu feiern. Ebenfalls beliebt ist die offene Küche, die direkt in den Wohnbereich integriert ist. Auch sie bietet allen, die gerne mal in großer Runde zusammenkommen, ausreichend Platz.

 

Als nächsten Schritt der Küchenplanung muss man sich für die Art der Möbel entscheiden. Zur Auswahl steht zum einen die Küchenzeile, die nur an einer Wand steht und damit ideal in offene oder besonders schmale Küchen passt.

 

Zum anderen gibt es auch die Anbauküche, die aus verschiedenen Einzelteilen zusammengesetzt wird und deshalb vor allem für Individualisten genau das Richtige ist. Ein Klassiker ist natürlich die Einbauküche, ein Liebling der Deutschen, die sich bis ins letzte Detail planen lässt und perfekt in jeden Raum passt.  Und last but not least: die Kücheninsel, die in der Mitte des Raums platziert wird und selbst für gesellige Kochevents genug Platz bietet.

 

Geschmack und Technik: Backöfen mit Selbstreinigungsfunktion?

 

Anschließend müssen Sie sich Gedanken über die technische Ausstattung Ihrer neuen Küche machen. Am oberen Preisende finden sich Backöfen mit Selbstreinigungsfunktion und Induktionsherde mit Kochfeldern, die sich automatisch der Größe des Topfes anpassen. Außerdem liegen schräg stehende Dunstabzugshauben im Trend, an denen man sich nicht mehr den Kopf stoßen kann. Und dazu kommen bei Bedarf auch leise, energieeffiziente und vernetzte Geschirrspüler, Kühlschränke und Gefriergeräte.

 

Zu guter Letzt entscheidet dann der Geschmack darüber, für welchen Küchen-Stil Sie sich entscheiden: Landhausküche, moderne Designerküche und doch lieber ganz klassisch? Zahlreiche Tests im Internet helfen, sich vor dem Besuch eines Küchenstudios oder Möbelhauses schon einmal über die eigenen Vorlieben klar zu werden. Das spart beim Küchenkauf Zeit und Nerven – Ihre und die des Händlers.

 

Küchenfinanzierung: null Zinsen oder Privatkredit?

 

Mit der Entscheidung für eine neue Küche stellt sich gleichermaßen auch die Frage nach der Finanzierung. Null-Prozent-Finanzierungen wirken dabei in manchen Fällen attraktiv. Bei dieser Art der Ratenfinanzierung fallen keine Zinsen an. Jedoch sollte jeder zuvor genau hinschauen:  Im schlechtesten Fall gibt man bei dieser Finanzierung wichtige Kunden-Schutzrechte auf. Auch kann der Preis der Ware deutlich teurer sein als bei anderen Anbietern. Zudem zielen Null-Prozent-Angebote mit ihrer aggressiven Verkaufsstrategie auf unüberlegten Konsum ab.

 

Wenn Sie die Finanzierung Ihrer Küche über Ihre Bank oder Sparkasse laufen lassen, haben Sie Alternativen. Zum einen, weil Sie hier einen zweckgebundenen Kredit aushandeln können, der nur für den Kauf einer Küche gültig ist, niedrig verzinst und bei dem die vereinbarten Raten während der gesamten Laufzeit gleich bleiben.

 

Zum anderen – und viel entscheidender: Sie können die Küche auf diesem Weg in bar bezahlen und dadurch im besten Fall einen erheblich günstigeren Preis oder zusätzliche Leistungen aushandeln. Sobald der Preis-Nachlass höher ist als die Kreditkosten, haben Sie alles richtig gemacht. Holen Sie also zuerst bei Ihrer Bank oder Sparkasse ein Kreditangebot ein und verhandeln Sie dann mit Ihrem Küchenhändler.

 

Übrigens: Das Durchschnittsalter von Küchen liegt in Deutschland bei 17 Jahren – falls Sie Ihrem Partner gegenüber noch ein Argument brauchen, warum es höchste Zeit für eine neue Küche ist…

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