Reform für Wohnungseigentümer, Winterfahrplan und Feiertage in Corona-Zeiten

Dezember 2020: Ein Monat voller Neuerungen und Abschiede

Ein krisengeschütteltes Jahr neigt sich dem Ende zu. Im Dezember gibt es allerdings noch viel zu beachten. Die Vorbereitungen für die Weihnachtsfeiertage werden einiges an Improvisation erfordern, neue Zugfahrpläne sichern den Verkehr zwischen den Metropolen, ob der Lockdown light endet, ist noch nicht sicher. Die Neuerungen im Überblick. 

Illustration: Ein Zug fährt in einen winterlichen Bahnhof ein

Tipps für gelungene Feiertage unter Corona-Bedingungen

Ist auch für Sie der Weihnachtsbaum ein Muss für die Weihnachtsfeiertage? Behalten Sie dabei das Preisschild im Blick, denn die Corona-Einschränkungen treiben die Preise für Weihnachtsbäume in die Höhe. Sollte die übliche Nordmanntanne das Budget sprengen, finden Sie bei Fichten oder Blautannen kostengünstigere Alternativen.

Falls der Lockdown light im Dezember noch nicht enden sollte, wird er zumindest über die Feiertage gelockert werden. Weihnachtsmärkte wird es trotzdem nicht geben. Glühwein, gebrannte Mandeln und kandierte Äpfel bleiben deswegen eine Herausforderung, an der wir uns zu Hause ausprobieren dürfen. Wem die Läden für das Weihnachtsshopping trotz Hygienemaßnahmen noch zu voll erscheinen, der sollte online nach seinen Lieblingsshops aus der Region suchen. Viele Einzelhändlerinnen und -händler haben in den Krisenmonaten einen Onlinehandel aufgebaut.

Ein gemeinsames Weihnachtsfest mit Familie und Freunden wird nur eingeschränkt möglich sein. Es bleibt der Rückgriff auf liebevolle Weihnachtspakete und Grußkarten, digitale Weihnachtsfeiern und Festtags-Chats, um einander nah zu sein. Planen Sie vor Weihnachten allerdings mit verlängerten Lieferzeiten. 

Deutsche Bahn erhöht Zugtaktung und Ticketpreise

Der neue Winterfahrplan der Deutschen Bahn gilt ab dem 13. Dezember. Zwischen Berlin und Hamburg werden die Züge im Halbstundentakt fahren. Damit erhöht die Bahn die Anzahl der täglichen Züge von 46 auf 60. Das entspricht circa 6.000 zusätzlichen Sitzplätzen. Viele Pendlerinnen und Pendler nutzen trotz Corona-Pandemie täglich diese Strecken zwischen den deutschen Metropolen. Neben der Verbindung Berlin–Hamburg erhöht die Deutsche Bahn außerdem den Takt zwischen Berlin und Köln-Bonn oder München–Zürich.

Da die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach wie vor hoch ist, bleibt es am sichersten, auf das Reisen zu verzichten. Sollte das nicht immer möglich sein, sorgt die höhere Taktung zumindest für eine gewisse Entspannung. das neue Angebot der Bahn geht aber einher mit einer Preiserhöhung für die Tickets. Sollten Sie eine Zugreise planen, informieren Sie sich im Vorhinein über die geänderten Modalitäten.  

Wohnungseigentümer aufgepasst: Ab Dezember gelten neue Regeln

Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen bekommen mehr Befugnisse. Das ist ein Ergebnis der Reform des Wohneigentumsgesetzes (WEG-Reform), das am 1. Dezember in Kraft tritt. Mit der Reform des seit 1951 bestehenden Gesetzes setzt die Regierung wichtige Akzente in Richtung barrierefreies Wohnen, energetische Sanierung und Mobilität sowie mehr Selbstbestimmung für Wohneigentümerinnen und -eigentümer. Die Änderungen im Überblick:

  • Mieterinnen und Mieter sowie Eigentümerinnen und Eigentümer haben künftig Anspruch auf eine Ladestation für E-Autos auf dem Grundstück oder in der Tiefgarage des Gebäudes. 
  • Vereinfachung bei Umbaumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit, Einbruchschutz und Glasfaseranschluss.
  • Die Wohnungseigentümerversammlung wird vollrechtsfähig. Das erleichtert die Beschlussfassung bei baulichen Maßnahmen.
  • Eigentümerinnen und Eigentümer dürfen nun auch online an den Eigentümerversammlungen teilnehmen.
  • Sie dürfen die Unterlagen des Verwalters einsehen. Der Verwalter muss Auskunft über die wirtschaftliche Situation der Eigentümergemeinschaft geben. 

Weniger Maklergebühren für Käufer

Käuferinnen und Käufer von Wohneigentum müssen künftig nicht mehr die gesamten Maklerkosten tragen, höchstens 50 Prozent dürfen es sein. Die Maklergebühren machen einen Großteil der Nebenkosten beim Immobilienerwerb aus. Für viele ist diese Aufwendung die größte Hürde beim Kauf eines Hauses, denn Nebenkosten müssen durch Eigenkapital abgedeckt werden. Gleichzeitig teilt das Justizministerium mit, dass in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt weniger Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden dürfen. Die Maßnahmen sollen die Wohnungsmärkte entlasten und transparenter machen. 

Mehr Infos zum Bestellerprinzip und den Ausnahmen und Sonderfällen

Symbolbild: Geldscheine
Prozent

der Maklergebühren müssen Käuferinnen und Käufer künftig höchstens selbst tragen

Ein Monat des Abschieds

Vielleicht gehören auch Sie zu den Personen, die dem Jahr 2020 nicht hinterher trauern. Die Corona-Pandemie hat das Leben nicht nur in Deutschland, sondern weltweit in einen Ausnahmezustand gezwungen. Nun kommt ein Impfstoff, aber zahlreiche gute wie schlechte Auswirkungen der Coronakrise werden uns noch lange begleiten. Deswegen haben wir eine kleine Liste mit Dingen zusammengestellt, die tatsächlich zum Ende des Monats – und damit zum Jahresende - auslaufen. 

Großbritannien verabschiedet sich

Seit Jahren begleiten uns die Diskussionen um den Brexit. Zum Jahreswechsel wird es soweit sein: Großbritannien verlässt die EU. Brüssel und London arbeiten noch an einem Last-minute-Deal. Dieser würde auch den sogenannten harten Brexit, also den ungeregelten Austritt Großbritanniens, verhindern. EU-Abgeordnete erwägen diesbezüglich eine Sondersitzung des Parlaments am 28. Dezember. Es erfüllt sich, was sich seit Jahren abzeichnet: Klarheit gibt es – wenn überhaupt – erst auf den allerletzten Metern. 

Die Mehrwertsteuer steigt wieder

Die Corona-bedingte Senkung der Mehrwertsteuer läuft zum 31. Dezember aus. Ab Januar steigen die Steuersätze wieder auf das Vorkrisenniveau: Das bedeutet von 16 auf 19 Prozent für den regulären Steuersatz und von fünf auf sieben Prozent für den ermäßigten Steuersatz.

Planen Sie größere Anschaffungen, dann prüfen Sie am besten, ob Sie von der Steuersenkung im Dezember noch profitieren können. 

Keine Krankschreibung mehr per Telefon

Der vorläufige Beschluss zur Krankschreibung per Telefon läuft zum Jahresende aus. Ab dann müssen Sie wieder einen Arzt aufsuchen, wenn Sie sich krankschreiben lassen müssen. Weiterhin gilt: Achten Sie auf die Hygienekonzepte der Praxen und schützen Sie sich selbst und andere vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus. 


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