Steigende Heizkosten 2021: So teuer wird es diesen Winter

Gründe für den Preisanstieg – und wie Sie trotzdem sparen können

Die Kälteperiode bricht an und in vielen Haushalten läuft bereits die Heizung. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich dieses Jahr allerdings auf einen Preisanstieg und Nachzahlungen einstellen. Wir informieren Sie über die Gründe und geben Tipps, wie Sie trotzdem sparen können. 

Eine Katze liegt auf einer Heizung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für das laufende Jahr müssen sich Mieterinnen und Mieter auf Nachzahlungen sowie Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer auf höhere Preise einstellen. Sowohl für Erdgas und Öl als auch für Fernwärme, Wärmepumpen und Holzpellets steigen die Preise.
  • Steigende Energiepreise im Allgemeinen, niedrige Temperaturen und der Anstieg der CO2-Steuer sind Gründe für die erhöhten Heizkosten. Besonders mit Öl und Gas wird langfristiges Planen schwierig.
  • Einsparen ist dennoch möglich. Gutes Timing, die richtige Bestellmenge und vorausschauendes Heizen sind dabei ausschlaggebende Kriterien. 

So teuer wird's wirklich

Für das laufende Jahr müssen sich Mieterinnen und Mieter sowie Wohneigentümerinnen und -eigentümer auf Nachzahlungen einstellen. Besonders Erdgas und Heizöl werden teurer. Während die Kosten für Erdgas im vergangenen Jahr noch um fünf Prozent gesunken waren, gehen sie nun auf eine Preissteigerung von rund 13 Prozent zu. Heizölpreise erhöhen sich sogar um 44 Prozent. Lediglich bei Fernwärme, Wärmepumpen und Holzpellets hält sich die Preiserhöhung in Grenzen. Hier muss mit einem einstelligen Kostenanstieg gerechnet werden.

123.000 Datensätze aus Häusern mit Zentralheizung wurden für den Heizspiegel betrachtet und die Vergleichsdaten aus dem Jahr 2020 analysiert. Eine Wohnung mit 70 Quadratmetern in einem Mehrfamilienhaus wurde als Beispielswohnung ausgewählt. 

Das sind die Gründe

Besonders bei Heizöl und Erdgas wird langfristiges Planen schwierig. Dies liegt mitunter an der eingeführten CO2-Steuer. Da jede zweite Wohnung in Deutschland mit Gas und jede vierte mit Öl beheizt wird, betrifft die Änderung einen Großteil der Bevölkerung. Das geht aus den Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft hervor.

Doch nicht nur die CO2-Steuer sorgt für höhere Preise. Auch der allgemeine Anstieg der Energiepreise und die niedrigen Temperaturen tragen ihren Teil bei. Besonders im Vergleich zum vergangenen Jahr mag die Entwicklung erschrecken. Den Unterschied machen allerdings die Energiepreise und das Wetter. Herbst und Winter fielen 2020 verhältnismäßig mild aus. 

So können Sie sparen

Hauseigentümerinnen und -eigentümern wird empfohlen, über den Umstieg auf erneuerbare Energien nachzudenken. Langfristig könnte eine Investition in diese Richtung Kosten sparen. Außerdem ist es wichtig, das Heizverhalten im Blick zu behalten. Nicht jeder Raum muss zwangsläufig beheizt werden. Ein sparsamer Verbrauch hat nicht nur den Vorteil, Kosten niedrig zu halten, sondern schont zusätzlich die Umwelt.

Übrigens: Ein durchgängiges Anlassen der Heizung kann Ihre Heizkosten senken. Die Begründung und weitere Tipps, um Ihr Heizverhalten möglichst günstig zu gehalten, finden Sie hier

Außerdem – Augen auf beim Heizölkauf. Behalten Sie die Entwicklung der Preise im Blick. So bekommen Sie ein Gespür für die Kosten und können abwägen, an welchen Tagen Öl besonders günstig ist. Zudem ist es oft sinnvoll, mehr zu bestellen. Ein Preistief sollte beispielsweise genutzt werden, um den halbleeren Tank aufzufüllen.

In manchen Fällen hilft jedoch nur eine Modernisierung. Vergleichen Sie verschiedene Heizsysteme und ihre Kosten. Möglicherweise kommen Sie günstiger weg, wenn Sie einmalig mehr Geld in eine Erneuerung stecken. Gerade ältere Häuser haben oft einen sehr hohen Heizkostenverbrauch. Sollte sich die Umstellung auf ein anderes Heizsystem nicht lohnen, könnten Solaranlagen eine zusätzliche Unterstützung darstellen, um die Kosten zu senken. 

(Stand: 06.10.2021)


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