Überbrückungshilfe IV: Neue Corona-Hilfe jetzt beantragen

Bis zu 90 % der Fixkosten werden erstattet

Der Bund greift Unternehmerinnen und Unternehmern, die finanzielle Einbußen wegen der Corona-Maßnahmen hinnehmen müssen, unter die Arme. Die Überbrückungshilfe IV kann ab sofort beantragt werden und ist in weiten Teilen deckungsgleich mit den bisherigen Hilfsprogrammen. Es gibt aber auch einige wichtige Unterschiede.

Eine Mitarbeiterin in einem Imbiss macht sich Notizen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Überbrückungshilfe IV soll Unternehmen helfen, die durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung betroffen sind. Das geschieht über Eigenkapitalzuschüsse und Fixkostenbeiträge.
  • Auch die Neustarthilfe wird ein weiteres Mal verlängert.
  • Spezielle Unterstützung gibt es für Schausteller, Marktleute und private Veranstalter von abgesagten Advents- und Weihnachtsmärkten.
  • Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2022.

Die Corona-Hilfen der Bundesregierung werden ein weiteres Mal verlängert. Für Unternehmen wird die Überbrückungshilfe III Plus als Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt. Auch die aktuell geltende Neustarthilfe Plus für Selbstständige wird es weiterhin geben. Besondere Unterstützung gibt es für Weihnachtsmärkte. 

Auf der Internetplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können Steuerberater nun bis Ende April Anträge für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 stellen. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geht davon aus, dass schon in den kommenden Wochen die ersten Abschlagszahlungen ausgezahlt werden. 

Überbrückungshilfe IV kann jetzt beantragt werden

Die Bundesregierung verlängert mit dem neuen Programm im Prinzip das alte. Bislang konnten Unternehmen die „Überbrückungshilfe III Plus“ beantragen. Nun gibt es die „Überbrückungshilfe IV“, sie wird bis Ende März 2022 gelten und kann bis Ende April 2022 beantragt werden.

Unternehmen müssen weiterhin einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat 2019 nachweisen und bekommen ihre Betriebskosten erstattet.

Neu ist, dass bei Umsatzausfällen ab 70 Prozent bis zu 90 Prozent der Fixkosten erstattet werden. Bislang sind bis zu 100 Prozent erstattet worden.

Unternehmen, die pandemiebedingt besonders schwer von Schließungen betroffen sind, erhalten außerdem einen zusätzlichen modifizierten und verbesserten Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung.

Wenn sie durchschnittlich im Dezember 2021 und Januar 2022 einen durch Corona bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent aufweisen, können sie in der Überbrückungshilfe IV einen Zuschlag von bis zu 30 Prozent auf die Fixkostenerstattung erhalten.

So können weiterhin die Kosten für Miete, Pacht, Zinsaufwendungen für Kredite, Ausgaben für Instandhaltung, Versicherungen und Ähnliches geltend gemacht werden. Kostenpositionen, wie Modernisierungs- oder Renovierungsausgaben, die seit dem Förderzeitraum November 2020 von vielen Unternehmen bereits genutzt wurden, sind künftig keine förderfähigen Kostenpositionen mehr.

Besondere Unterstützung für Weihnachtsmärkte

Auch 2021 waren die Weihnachtsmärkte besonders schwer von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung betroffen. Aus diesem Grund sollen Schaustellerinnen und Schausteller, Standbetreibrinnen und Standbetreiber, Marktleute sowie private Veranstalterinnen und Veranstalter besondere Unterstützung erhalten.

Sie sollen einen Eigenkapitalzuschuss von bis zu 50 Prozent erhalten. Voraussetzung ist, dass sie im Dezember einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent hatten. 

Auch die Neustarthilfe geht in die Verlängerung

Die Neustarthilfe für Selbstständige wird ebenso bis Ende März 2022 verlängert. Soloselbstständige sollen über die „Neustarthilfe 2022“ weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten. Insgesamt wird es für den verlängerten Förderzeitraum also bis zu 4.500 Euro geben.

Hier finden Sie alle Informationen zur Antragstellung.

(Stand: 11.01.2022)


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