Corona: Die Finanzhilfen der Bundesländer im Überblick

Wie die Bundesländer Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen

Neben der Bundesregierung arbeiten auch die Länder an Soforthilfen, die Unternehmen durch die Corona-Krise bringen sollen. Ob Sie in Ihrem Bundesland bereits Geld beantragen können, erfahren Sie hier.

Zuschüsse, Darlehen oder eine Ausweitung von Bürgschaften: Die Bundesländer ergänzen die geplanten Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung mit Regionalprogrammen. Wir sagen, in welchen Bundesländern bereits Hilfsprogramme aufgesetzt wurden und wie die Antragstellung funktioniert.

Baden-Württemberg

Für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

Baden-Württemberg will Selbstständigen und Kleinstunternehmern mit bis zu 50 Beschäftigten mit einem Härtefallfonds unter die Arme greifen. Direkte Zuschüsse sind geplant. Dabei sollen je nach Einzelfall Mittel in Höhe von bis zu 15.000 Euro fließen. Aktuelle Hinweise gibt es im Informationsportal des Wirtschaftsministeriums.

Für KMU und Freiberufler

Zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen Unternehmen sowohl der gewerblichen Wirtschaft als auch der freien Berufe die Förderinstrumente der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Bürgschaftsquote für von der Coronakrise betroffene Unternehmen soll auf bis zu 80 Prozent erhöht werden. Und die Bürgschaftsbanken sollen künftig über Bürgschaften bis zur Höhe von 250.000 Euro selbst entscheiden können.


Bayern

Für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm für kleinere Betriebe und Freiberufler eingerichtet, die durch die Coronakrise in eine existenzielle Notlage geraten sind. Die Soforthilfe ist nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro
  • bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro
  • bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro
Anträge können bereits gestellt werden. Wie das geht, darüber informiert das bayerische Wirtschaftsministerium. Die Bearbeitung der Anträge übernimmt, abhängig davon, wo die Betriebsstätte liegt, die jeweilige Bezirksregierung oder die Stadtverwaltung München.

Auch für größere Mittelständler

Außerdem erhöht die Staatsregierung den Bürgschaftsrahmen für die LfA Förderbank Bayern, damit die Hausbanken Unternehmen und Angehörigen der Freien Berufe unbürokratisch Finanzierungshilfen gewähren können. Die Haftungsfreistellung im Universalkredit bis vier Millionen Euro wird zudem für größere Mittelständler mit einem Konzernumsatz von maximal 500 Millionen Euro geöffnet.


Berlin

Für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten

Um Unternehmen zu unterstützen, deren Geschäft durch Corona in eine Schieflage geraten ist, wird der Liquiditätsfonds der Investitionsbank Berlin vorübergehend für alle kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern geöffnet. Die Öffnung gilt auch für bislang ausgeschlossene und nun sehr stark betroffene Branchen wie Einzelhandel, Hotels, Restaurants und Clubs. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 500.000 Euro. Anträge können bei der IBB gestellt werden, das aber nur digital.

Für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten

Finanzielle Zuschüsse wird es auch für Kleinunternehmer mit maximal fünf Angestellten, Soloselbstständige und Freiberufler in Not geben. Die Höhe des Zuschusses wird auf 5.000 Euro begrenzt, wobei der Zuschuss gegebenenfalls mehrmals beantragt werden kann. Noch sind keine Anträge möglich (Stand: 23. März 2020). Die Berliner Verwaltung informiert hier aktuell zum Coronavirus.


Brandenburg

Für Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten

Das Land Brandenburg legt ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler auf. Die maximale Höhe der Zuschüsse richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten:

  • bis zu zwei Erwerbstätige: maximal 5.000 Euro
  • bis zu fünf Erwerbstätige: maximal 10.000 Euro
  • bis zu 15 Erwerbstätige: maximal 15.000 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige: maximal 30.000 Euro
  •  bis zu 100 Erwerbstätige: maximal 60.000 Euro

Die Anträge sollen voraussichtlich ab Mittwoch, den 25. März 2020, bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg gestellt werden können. 

Für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten

Darüber hinaus soll das beim Brandenburger Wirtschaftsministerium bereits vorhandene Konsolidierungs- und Standortsicherungsprogramm („KoSta“) zur Gewährung von Liquiditätshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen kurzfristig aufgestockt werden.

Das Land Brandenburg beantwortet auf seiner Website häufig gestellte Fragen von Unternehmen.


Bremen

Für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten

Im Rahmen eines neu aufgelegten Förderprogramms können Unternehmen in Bremen und Bremerhaven Soforthilfen von bis zu 5.000 Euro in einem vereinfachten Verfahren und bei besonderem Bedarf bis zu 20.000 Euro erhalten. Den Zuschuss können Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und weniger als zwei Millionen Euro Jahresumsatz sowie Freiberufler erhalten.

Zum Antragsformular.

Unternehmen, die von der Coronakrise betroffen sind, informiert das Land Bremen in einem Infoticker.


Hamburg

Für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern

Der Hamburger Senat bereitet Maßnahmen für einen Schutzschirm für Corona-geschädigte Unternehmen vor. Der Entwurf der Behörden sieht unter anderem schnelle und unbürokratische Hilfen insbesondere für kleine und mittlere Betriebe, Freiberufler und private Betreiber kultureller Einrichtungen vor. Die Zuschüsse werden nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt:

  • 2.500 Euro für Solo-Selbständige
  • 5.000 Euro für Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern
  • 10.000 Euro für Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern
  • 25.000 Euro für Unternehmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern

Für kleine und mittlere Unternehmen

Die bestehenden Förderprogramme der IFB Hamburg sollen deutlich erweitert und die Konditionen verbessert werden, um die gestarteten KfW-Förderprogramme für Hamburger Unternehmen zu flankieren.

Einen Überblick über die geplanten Maßnahmen für die Hamburger Wirtschaft gibt es in diesem Eckpunktepapier. Häufig gestellte Fragen von Unternehmen beantwortet der Hamburger Senat in diesen FAQ.


Hessen

Das Land Hessen verweist auf die bereits bestehenden Förderprodukte für Unternehmen. Einige der Kredit- und Bürgschaftsprogramme könnten auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die auf die Coronakrise zurückzuführen sind. Hier geht es zur Übersicht über Förderkredite und Bürgschaften.


Mecklenburg-Vorpommern

Kleinstbetriebe und Freiberufler sollen rückzahlbare Zuschüsse in Höhe von bis zu 20.000 Euro beantragen können. Die Mittel sollen von der Gesellschaft für Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung (GSA) ausgegeben werden. Für betriebliche Ausgaben sollen KMU rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 200.000 Euro erhalten.

Das Land legt ein Sonderprogramm für Landesbürgschaften auf, erhöht das Bürgschaftsvolumen der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern für Kredite von Hausbanken. Über Bürgschaften bis zu einem Kreditvolumen von 250.000 Euro kann in einem abgekürzten Verfahren entschieden werden. Mehr dazu findet sich in dieser Presseinformation und auf der Infoseite der Bürgschaftsbank.


Niedersachsen

Für kleine und mittlere Unternehmen

Für KMU ist ein Kreditprogramm mit schnellen Liquiditätshilfen bei der NBank in Vorbereitung. Das Land Niedersachsen gewährleistet die Absicherung des Programms, welches direkt von der NBank vergeben werden soll.

Für Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern

Zudem ist ein Corona-Hilfsprogramm für Kleinstunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten in Arbeit: Die Förderungen für einzelne Unternehmen sollen bis zu 20.000 Euro betragen.

Für beide Programme wird die Antragstellung voraussichtlich ab 25. März möglich sein. Unternehmen können sich bei der NBank informieren. Außerdem gibt es ein FAQ des Wirtschaftsministeriums.


Nordrhein-Westfalen

Für alle Unternehmen

Der Bürgschaftsrahmen wird um 4,1 Milliarden Euro auf fünf Milliarden Euro ausgeweitet. Der Rahmen für Gewährleistungen und Rückbürgschaften wird um 900 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro erhöht. Anträge auf die Gewährung von Landesbürgschaften sollen innerhalb einer Woche bearbeitet werden. Unternehmen können sich auf der Website der Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen informieren.

Für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige

Kleine Unternehmen und Existenzgründer können aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW zu beantragen. Darüber hinaus plant die Landesregierung, Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten zusätzlich zu den Bundesprogrammen Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro zu zahlen. Die Details stehen noch nicht fest, über aktuelle Entwicklungen informiert die Landesregierung online.  

Für Künstler

Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten, erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Die Soforthilfe kann bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden. Weitere Informationen sowie das Antragsformular gibt es auf der Website des Kultusministeriums.


Rheinland-Pfalz

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehen und Bürgschaften der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz  zur Verfügung. Erster Ansprechpartner für Unternehmen sind die Hausbanken, die die Antragstellung bei ISB und Bürgschaftsbank übernehmen. Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten gibt es auf der Website der ISB.

Die Landesregierung informiert aktuell über Hilfen für Unternehmen.


Saarland

Die saarländische Regierung unterstützt die Wirtschaft mit Liquiditätshilfen und Bürgschaften. Das Kreditprogramm für Unternehmen in der Coronakrise soll auf 25 Millionen Euro aufgestockt werden.

Für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern

Wer mit bis zu zehn sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern nicht mehr als 700.000 Euro Umsatz oder 350.000 Euro Bilanzsumme im Jahr erwirtschaftet, kann mit einem Zuschuss rechnen, um die derzeitige Krise zu überbrücken. Unternehmen können 3.000 bis 10.000 Euro Soforthilfe bekommen. Nähere Informationen dazu stehen hier als PDF bereit. Nach dem offiziellen Beschluss durch den Ministerrat am 24. März sollen Formulare verfügbar sein.

Die saarländische Regierung informiert Unternehmen auf diesem Infoportal.


Sachsen

Für Freiberufler und Kleinstunternehmer

Mit einem Soforthilfe-Darlehen namens „Sachsen hilft sofort“ werden Soloselbstständige, Kleinstunternehmer und Freiberufler unterstützt, die wegen der Coronakrise mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind. Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Jahresumsatz eine Million Euro nicht übersteigt. Anträge können bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) gestellt werden.

Die Regierung des Freistaats Sachsen bietet aktuelle Informationen für Unternehmen.


Sachsen-Anhalt

Ein Soforthilfeprogramm für Freiberufler und kleine Unternehmen wird derzeit erarbeitet.

Für Menschen in künstlerischen Berufen

Musiker, Schauspieler, bildende Künstler und Schriftsteller können eine Soforthilfe von 400 Euro pro Person und Monat beantragen. Das Antragsformular lässt sich auf der Webseite des Landesverwaltungsamts herunterladen.


Schleswig-Holstein

Der Schutzschirm des Landes Schleswig-Holstein besteht aus Zuschüssen aus einem Corona-Soforthilfeprogramm, einem Mittelstandssicherungsfonds, weiteren Liquiditätshilfen und Bürgschaften.

Für Kleinstunternehmer und Soloselbstständige

100 Millionen Euro stehen für Kleinstunternehmer, kleine Gewerbetreibende und Soloselbständige bereit. Die Staffelung sieht folgendermaßen aus:

  • 2.500 Euro für Soloselbstständige
  • 5.000 Euro für Unternehmer mit bis zu 5 Vollzeitkräften
  • 10.000 Euro für Unternehmer mit bis zu 10 Vollzeitkräften

Für Mittelständler

Aus einem Mittelstandssicherungsfonds sollen rückzahlbare Zuschüsse (zinslos und tilgungsfrei) von bis zu 750.000 Euro gewährt werden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen der Förderinstitute und des Landes. Zum Beispiel wurde der Mittelstandskredit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) von fünf Millionen Euro auf zehn Millionen Euro erhöht. Mehr dazu auf der Website der IB.SH.

Die Landesregierung beantwortet Fragen von Unternehmen in einem FAQ.


Thüringen

Für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

In Thüringen ist ein Soforthilfeprogramm gestartet. Es richtet sich an kleine Unternehmen und Soloselbstständige. Die Staffelung ist wie folgt:

  • Maximal 5.000 Euro bei bis zu fünf Beschäftigten
  • Maximal 10.000 Euro bei bis zu zehn Beschäftigen
  • Maximal 30.000 Euro bei bis zu 50 Beschäftigten

 Das Antragsformular ist bei der Thüringer Aufbaubank abrufbar.

Für alle Unternehmen

Neben der Aufstockung des Thüringer Konsolidierungsfonds ist der zusätzliche Fonds „Corona Spezial“ aufgelegt worden. Darüber soll eine Förderung mit langfristigen, zinslosen Darlehen bis zu 50.000 Euro schnell und unbürokratisch erfolgen. Über diese und weitere Förderprogramme informiert die Aufbaubank auf ihrer zentralen Internetseite für die Thüringer Wirtschaft zu allen Fragen rund um Corona.

(Stand: 24.03.2020)

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