Corona: Die Finanzhilfen der Bundesländer im Überblick

Wie die Bundesländer Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen

Neben der Bundesregierung bieten auch die Länder Soforthilfen, die Unternehmen durch die Corona-Krise bringen sollen. Welche finanzielle Unterstützung Sie in Ihrem Bundesland beantragen können, erfahren Sie hier.

Zuschüsse, Darlehen oder eine Ausweitung von Bürgschaften: Die Bundesländer ergänzen die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung mit Regionalprogrammen. Wir sagen, in welchen Bundesländern Hilfsprogramme aufgesetzt wurden und wie die Antragstellung funktioniert.

Baden-Württemberg

Für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

Baden-Württemberg zahlt die Soforthilfen des Bundes für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten aus und greift Unternehmen mit elf bis 50 Angestellten mit Zuschüssen aus Landesmitteln unter die Arme. Diese nicht zurückzuzahlenden Hilfen sind folgendermaßen gestaffelt:

  • maximal 9.000 Euro für Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten
  • maximal 15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten
  • maximal 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

Anträge können noch bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden. Details gibt es im Informationsportal des Wirtschaftsministeriums.

Für KMU und Freiberufler

Zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen Unternehmen sowohl der gewerblichen Wirtschaft als auch der freien Berufe die Förderinstrumente der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Bürgschaftsquote wurde erhöht: Die L-Bank kann bis zu 80 Prozent, die Bürgschaftsbank bis zu 90 Prozent des Risikos für Kredite übernehmen, so dass Hausbanken Unternehmen in der Krise leichter Geld leihen können.

Für Start-ups

Krisengeschüttelte Start-ups können Liquiditätsengpässe mit einem zurückzuzahlenden Zuschuss von bis zu 200.000 Euro und in begründeten Ausnahmefällen bis zu 400.000 Euro überbrücken. Start-up BW Pro-Tect ist der Name des Programms.


Bayern

Für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm für kleinere Betriebe und Freiberufler eingerichtet, die durch die Coronakrise in eine existenzielle Notlage geraten sind. . Inzwischen ist das Programm mit den Bundeshilfen verzahnt worden. Dadurch ist die maximale Zuschusshöhe gestiegen. Wer bereits die Landesmittel beantragt hatte, kann einen zweiten Antrag stellen, und der Differenzbetrag wird nachträglich ausgezahlt. Die Höhe des Liquiditätsengpasses muss nach wie vor konkret beziffert werden.

Hier sind die neuen Staffelungen nach der Zahl der Beschäftigten:

  • bis zu fünf Erwerbstätige 9.000 Euro
  • bis zu zehn Erwerbstätige 15.000 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro
  • bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro

Anträge können ausschließlich beim bayerischen Wirtschaftsministerium gestellt werden. Die Bearbeitung der Anträge übernimmt, abhängig davon, wo die Betriebsstätte liegt, die jeweilige Bezirksregierung oder die Stadtverwaltung München.

Inzwischen können auch Start-ups, die nicht länger als fünf Jahre am Markt sind, Zuschüsse aus dem Soforthilfe-Programm in Anspruch nehmen. Die Bedingung, dass Antragsteller vor dem Jahreswechsel nicht in finanziellen Schwierigkeiten gewesen sein dürfen, gelten in diesem Fall nicht.

Seit 20. April 2020 können auch Landwirtschaftsbetriebe mit Primärproduktion und wirtschaftlich tätige gGmbHs wie Bildungseinrichtungen, Vereinscafés, Jugendzentren, Pflegeeinrichtungen oder Frauenhäuser mit mehr als zehn Beschäftigten die Soforthilfe beantragen. 

Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten

Die LfA Förderbank Bayern bietet notleidenden Unternehmen neben der Soforthilfe auch Kredite zur Bewältigung der Corona-Folgen. Firmen mit bis zu fünf Mitarbeitern können Schnellkredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro beantragen, Unternehmen mit maximal zehn Mitarbeitern bis zu 100.000 Euro. Die Risikoprüfung entfällt, der Zinssatz liegt bei drei Prozent.

Auch für größere Mittelständler

Außerdem hat die Staatsregierung den Bürgschaftsrahmen für die LfA Förderbank Bayern auf 90 Prozent erhöht, damit die Hausbanken Unternehmen und Angehörigen der Freien Berufe unbürokratisch Finanzierungshilfen gewähren können. Die Haftungsfreistellung im Universalkredit bis vier Millionen Euro wurde zudem für größere Mittelständler mit einem Konzernumsatz von maximal 500 Millionen Euro geöffnet.


Berlin

Für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten

Um Unternehmen zu unterstützen, deren Geschäft durch Corona in eine Schieflage geraten ist, wurde der Liquiditätsfonds der Investitionsbank Berlin (IBB) vorübergehend für alle kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern geöffnet.

Die Nachfrage nach den Darlehen überstieg allerdings die Erwartung des Berliner Senats deutlich. Deshalb hat die IBB die Annahme weiterer Anträge bis auf Weiteres ausgesetzt, um den zuständigen Senatsverwaltungen das weitere Vorgehen zu beraten.

Für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten

Kleinunternehmer mit maximal zehn Angestellten, Soloselbstständige und Freiberufler in Not können in Berlin inzwischen nur noch die Zuschüsse des Bundes beantragen. Auch hier ist die IBB für die Mittelvergabe zuständig.  

Für Kultur- und Medienunternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten

Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro können Kultur- und Medienunternehmen beantragen, die im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre mehr als zehn Beschäftigte hatten und die nicht überwiegend öffentlich gefördert werden. In begründeten Ausnahmefällen können bis zu 500.000 Euro gewährt werden. Die Anträge für die sogenannte Soforthilfe IV werden bei der IBB gestellt.

Start-ups

Um den vielen Start-ups in der Hauptstadt zu helfen, öffnet der Berliner Senat das Förderprogramm „GründungsBONUS“. Dadurch sollen Vorschüsse und ein „Corona-Bonus“ in Höhe von 5.000 Euro gewährt werden können. Auch die Zugangsvoraussetzungen werden gelockert. Darüber hinaus werden bestehende Stipendien für Start-ups verlängert und 100 neue Stipendien geschaffen. Mehr dazu in dieser Pressemitteilung.


Brandenburg

Für Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten

Das Land Brandenburg hat ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler aufgelegt, das inzwischen mit dem Bundesprogramm verknüpft wurde. Die maximale Höhe der Zuschüsse richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten:

  • bis zu fünf Erwerbstätige: maximal 9.000 Euro
  • bis zu 15 Erwerbstätige: maximal 15.000 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige: maximal 30.000 Euro
  •  bis zu 100 Erwerbstätige: maximal 60.000 Euro

Die Anträge können bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg gestellt werden.

Für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten

Darüber hinaus wurde das beim Brandenburger Wirtschaftsministerium bereits vorhandene Konsolidierungs- und Standortsicherungsprogramm („KoSta“) zur Gewährung von Liquiditätshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen kurzfristig aufgestockt.

Das Land Brandenburg beantwortet auf seiner Website häufig gestellte Fragen von Unternehmen.


Bremen

Für Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten

Bremen zahlt Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten die Soforthilfe des Bundes aus und stellt für Unternehmen mit elf bis 49 Beschäftigten Landesmittel bereit. Die Staffelung sieht so aus:

  • bis zu 5.000 Euro für Unternehmen mit maximal fünf Mitarbeitern
  • bis zu 9.000 Euro für Unternehmen mit maximal zehn Mitarbeitern
  • bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit maximal 49 Mitarbeitern

Die Antragsformulare sowie die Adressen für Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven finden sich auf dieser Website des Landes Bremen. Für die Vergabe der Zuschüsse ist die Förderbank BAB zuständig.


Hamburg

Für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern

Corona-geschädigte Soloselbstständige und kleine Unternehmen können Hilfen bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) beantragen. Die Zuschüsse werden nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt:

  • 11.500 Euro für Soloselbstständige
  • 14.000 Euro für Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern
  • 20.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern
  • 25.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern
  • 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeiten

Für kleine und mittlere Unternehmen

Die bestehenden Förderprogramme der IFB Hamburg sollen deutlich erweitert und die Konditionen verbessert werden, um die gestarteten KfW-Förderprogramme für Hamburger Unternehmen zu flankieren. Für den angekündigten „Hamburg-Kredit Liquidität“ sind noch keine Förderrichtlinien und Antragsformulare verfügbar (Stand: 12.05.2020).

Für Start-ups

Zuschüsse von bis zu 100.000 Euro können innovative, wachstumsorientierte Start-ups beantragen, die infolge der Corona-Krise in eine existenzgefährdende Wirtschaftslage geraten sind. Die Unternehmen dürfen höchstens acht Jahre alt sein und nicht mehr als 50 Mitarbeiter haben. Weitere Informationen gibt es bei der IFH Hamburg.

Für Sportvereine und Kultureinrichtungen

Die IFB Hamburg stellt Sportvereinen, Organisationen und KMU, die im Bereich Sport tätig sind, genau wie Kulturbetrieben spezielle Förderkredite zur Verfügung. Bis zu 150.000 Euro können für Betriebsmittel beantragt werden. Hier geht es zu den Programmen für Sport  und Kultur.

Häufig gestellte Fragen von Unternehmen beantwortet der Hamburger Senat in diesen FAQ.


Hessen

Für Soloselbstständige und Kleinstunternehmen

Auch Hessen unterstützt Soloselbstständige und Kleinstunternehmen mit Zuschüssen. Die stammen teilweise aus Bundes-, teilweise aus Landesmitteln.

  • Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern: 10.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern: 20.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern: 30.000 Euro

Die Anträge können nur beim Regierungspräsidium Kassel gestellt werden. Hier gibt das hessische Wirtschaftsministerium Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Für alle Unternehmen

Hessen verweist darüber hinaus auf die bereits bestehenden Förderprodukte für Unternehmen. Einige der Kredit- und Bürgschaftsprogramme könnten auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die auf die Coronakrise zurückzuführen sind. Hier geht es zur Übersicht über Förderkredite und Bürgschaften.


Mecklenburg-Vorpommern

Für Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten

Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe sowie Kleinunternehmen in existenzbedrohender Wirtschaftslage erhalten Zuschüsse aus Bundesmitteln oder Mitteln des Landes. Die Staffelung sieht wie folgt aus:

  • Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten maximal 9.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftgiten maximal 15.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 24 Beschäftigten maximal 25.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten maximal 40.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten maximal 60.000 Euro

Die Soforthilfe kann beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern beantragt werden.

Für KMU

Für betriebliche Ausgaben sollen KMU Zuschüsse von bis zu 200.000 Euro erhalten, die allerdings zurückgezahlt werden müssen. Bis 20.000 Euro bleibt die Förderung zinsfrei. Die Mittel werden von der Gesellschaft für Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung (GSA) ausgegeben. Hier geht es zum Antrag.

Mecklenburg-Vorpormmern hat zudem ein Sonderprogramm für Landesbürgschaften aufgelegt und das Bürgschaftsvolumen der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern für Kredite von Hausbanken erhöht. Über Bürgschaften bis zu einem Kreditvolumen von 250.000 Euro kann in einem abgekürzten Verfahren entschieden werden. Mehr dazu auf der Infoseite der Bürgschaftsbank.


Für Ausbildungsbetriebe

Betriebe, die von einem erheblichen Arbeitsausfall und deshalb von Kurzarbeit betroffen sind, sollen ihre Lehrlinge halten können. Deshalb unterstützt das Land Ausbildungsbetriebe jeglicher Größe mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen in Höhe von 80 Prozent der Aubildungsvergütung. Die Anträge können beim LandesförderInstitut gestellt werden.

Niedersachsen

Für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern

Niedersachsen stellt Kredite von 5.000 bis 50.000 Euro als Liquiditätshilfe für kleine Unternehmen zur Verfügung. Diese Liquiditätshilfe wird von der NBank vergeben, ohne dass dafür Sicherheiten erbracht werden müssen.

Für Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern

Niedersachsen hat die Soforthilfen des Bundes für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten durch ein Landesprogramm für Firmen mit bis zu 49 Beschäftigten erweitert. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren läuft in beiden Fällen über die NBank. Die Staffelung sieht folgendermaßen aus:

  • Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten: 9.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten: 15.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten: 20.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten: 25.000 Euro

Wer zuvor schon einen Antrag auf die niedriger angesetzte Niedersachsen-Soforthilfe gestellt hatte, kann nun einen zusätzlichen Antrag auf Bundesförderung stellen. Beides wird dann verrechnet.


Nordrhein-Westfalen

Für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten:

Damit sie akute Finanzierungsengpässe durch die Corona-Krise überbrücken können, können Soloselbstständige und kleine Unternehmen in NRW eine Soforthilfe in Form eines nicht zurückzuzahlenden Zuschusses beantragen:

  • 9.000 Euro für Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten
  • 15.000 Euro für Unternemen mit bis zu zehn Beschäftigten
  • 25.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

Das Antragsformular sowie ein FAQ sind auf der Website des Wirtschaftsministeriums zu finden.

Für kleine Unternehmen und Existenzgründer

Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro aus dem Mikromezzaninfonds direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft zu beantragen. Sicherheiten müssen hierfür nicht gestellt werden.

Für Freiberufler und Mittelständler

Die NRW.BANK übernimmt im Universalkredit nun bereits ab dem ersten Euro bis zu 80 Prozent (statt bisher 50 Prozent) des Risikos von der Hausbank, wo der Kredit beantragt werden muss. Das gilt für Freiberufler und für mittelständische Unternehmen, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und deren Jahresumsatz 500 Millionen Euro nicht übersteigt.


Rheinland-Pfalz

Für Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten

Seit dem 30. März können Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern in Rheinland-Pfalz die Soforthilfe der Bundesregierung beantragen:

  • Bis zu 9.000 Euro für Unternehmen mit maximal fünf Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit maximal zehn Beschäftigten

Die Landesregierung ergänzt diese nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse durch Darlehen, die auch Firmen mit bis zu 30 Mitarbeitern nutzen können:

  • Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigte: 10.000 Euro Sofortdarlehen
  • Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten: 30.000 Euro Sofortdarlehen zuzüglich einem Landes-Zuschuss über 30 Prozent der Darlehenssumme

Weitere Informationen zu den Programmen finden sich auf der Website der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB).

Für alle Unternehmen

Darüber hinaus stehen betroffenen Unternehmen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus weitere Darlehen und Bürgschaften der ISB und der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz zur Verfügung. Das Land hat den Bürgschaftsrahmen zur Wirtschaftsförderung angehoben. Erster Ansprechpartner für Unternehmen sind die Hausbanken, die die Antragstellung bei ISB und Bürgschaftsbank übernehmen. Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten gibt es auf der Website der ISB.


Saarland

Die saarländische Regierung unterstützt die Wirtschaft mit Liquiditätshilfen und Bürgschaften. Ein Kreditprogramm über zehn Millionen Euro soll Unternehmen über coronabedingte Schwierigkeiten hinweghelfen. 

Für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern

Im Saarland wird an Soloselbstständige und Kleinstunternehmer die Soforthilfe des Bundes ausgezahlt. Das Landesprogramm, das es vorher gab, wurde eingestellt. Für die nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse gilt folgende Staffelung:

  • Maximal 9.000 Euro für Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern
  • Maximal 15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern

Hier geht es zu Antragsformular und FAQ.

Für Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern

Mit der Mittelstandshilfe Corona unterstützt das Saarland gewerbliche Unternehmen und selbständige Angehörige Freier Berufe mit elf bis 100 Beschäftigten. Die Staffelung der Zuschüsse sieht wie folgt aus:

  • bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit elf bis 24 Beschäftigten
  • bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit 25 bis 49 Beschäftigten
  • bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit 50 bis 100 Beschäftigten

Für KMU

Ab sofort können kleine und mittlere Unternehmen im Saarland das 25 Millionen Euro umfassende Kreditprogramm „Sofort-Kredit-Saarland” in Anspruch nehmen, welches das Landeswirtschaftsministerium gemeinsam mit der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB) aufgelegt hat.


Sachsen

Für Freiberufler und kleine Unternehmer

Mit einem Soforthilfe-Darlehen namens „Sachsen hilft sofort“ werden Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern unterstützt, die wegen der Corona-Krise mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind. Anträge können bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) gestellt werden.

Darüber hinaus können  Soloselbstständige und Firmen mit maximal zehn Mitarbeitern über die SAB inzwischen auch die Soforthilfe des Bundes beantragt werden:

  • Maximal 9.000 Euro für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten
  • Maximal 15.000 Euro für Unternemen mit bis zu zehn Beschäftigten

Hier geht es zum Antragsformular.

Die Regierung des Freistaats Sachsen bietet aktuelle Informationen für Unternehmen.


Sachsen-Anhalt

Für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern

Über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt können Soloselbstständige und Kleinunternehmen in wirtschaftlicher Not Zuschüsse beantragen:

  • Bei bis zu fünf Mitarbeitern: maximal 9.000 Euro
  • Bei bis zu zehn Mitarbeitern: maximal 15.000 Euro
  • Bei bis zu 25 Mitarbeitern: maximal 20.000 Euro
  • Bei bis zu 50 Mitarbeitern: maximal 25.000 Euro

Für Menschen in künstlerischen Berufen

Musiker, Schauspieler, bildende Künstler und Schriftsteller können eine Soforthilfe von 400 Euro pro Person und Monat beantragen. Das Antragsformular lässt sich auf der Webseite des Landesverwaltungsamts herunterladen.

Für Menschen in künstlerischen Berufen

Musiker, Schauspieler, bildende Künstler und Schriftsteller können eine Soforthilfe von 400 Euro pro Person und Monat beantragen. Das Antragsformular lässt sich auf der Webseite des Landesverwaltungsamts herunterladen.


Schleswig-Holstein

Für Kleinstunternehmer und Soloselbstständige

Kleinstunternehmer, kleine Gewerbetreibende und Soloselbständige aus Schleswig-Holstein können die Soforthilfen aus Bundes- und Landesmitteln beantragen. Die Auszahlung übernimmt die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH). Die Staffelung sieht folgendermaßen aus:

  • maximal 9.000 Euro für Unternehmen mit bis zu fünf Vollzeitkräften
  • maximal 15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Vollzeitkräften
  • maximal 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Vollzeitkräften

Für Beherbergungsbetriebe und Gaststätten

Der IB.SH Mittelstandssicherungsfonds soll Unternehmen aus dem Gastronomie- und Beherbergungsgewerbe rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 750.000 Euro gewähren. Mehr Informationen dazu gibt es hier. Wichtig: Die Anträge können nur über die Hausbank gestellt werden.

Die Landesregierung beantwortet Fragen von Unternehmen in einem FAQ.


Thüringen

Für Unternehmen und Einrichtungen mit bis zu 50 Beschäftigten

In Thüringen greifen inzwischen auch Bundes- und Landesprogramme ineinander, um Soloselbstständigen, Kleinunternehmern und gemeinnützigen Einrichtungen durch die Corona-Krise zu helfen. Die Staffelung ist wie folgt:

  • Maximal 9.000 Euro bei bis zu fünf Beschäftigten
  • Maximal 15.000 Euro bei bis zu zehn Beschäftigen
  • Maximal 20.000 Euro bei bis zu 25 Beschäftigten
  • Maximal 30.000 Euro bei bis zu 50 Beschäftigten

Unternehmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau, Teichwirtschaft und Forstbetriebe Anträge können ebenfalls Anträge auf Soforthilfe stellen, wenn sie höchstens 50 Mitarbeiter haben. 

Die Antragsformulare sind bei der Thüringer Aufbaubank abrufbar. Bis zum 31. Mai 2020 ist dort die Antragstellung möglich.  

Für alle Unternehmen

Neben der Aufstockung des Thüringer Konsolidierungsfonds ist der zusätzliche Fonds „Corona Spezial“ aufgelegt worden. Darüber soll eine Förderung mit langfristigen, zinslosen Darlehen bis zu 50.000 Euro schnell und unbürokratisch erfolgen. Über diese und weitere Förderprogramme informiert die Aufbaubank auf ihrer zentralen Internetseite für die Thüringer Wirtschaft zu allen Fragen rund um Corona.


Zuschuss, Förderkredit & Co.

In der Corona-Krise gibt es unterschiedliche Arten von Unterstützung für Unternehmen. Was bedeutet was?

Kredit: Banken und Sparkassen leihen ihren Unternehmenskunden weiter Geld, um finanzielle Engpässe zu überbrücken – auch während das Wirtschaftsleben quasi stillsteht, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Förderkredit: Die Förderbank KfW hat mit Geldern aus einem Sonderprogramm des Bundes ihre Förderkreditprogramme für Unternehmen ausgeweitet. Unternehmen erhalten aus diesen Programmen vergünstigte Kredite. Zugleich übernimmt die KfW bis zu 100 Prozent der Haftung, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt wird. Voraussetzung ist eine sorgfältige Kreditprüfung durch die Hausbank beziehungsweise Sparkasse.

Aussetzen von Kreditraten: Privatleute, denen durch die Corona-Krise Einnahmen fehlen und denen es momentan nicht zumutbar ist, Zins und Tilgung für ihren Kredit zu zahlen, können die Raten für drei Monate bis zum 30. Juni 2020 aussetzen. Ähnliches bieten viele Sparkassen auch ihren Firmenkunden auf freiwilliger Basis an.

Zuschuss: Viele Hilfsprogramme der Bundesländer sind als Zuschuss gestaltet. Im Gegensatz zum Kredit müssen hier die Gelder grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden – vorausgesetzt natürlich, die Kriterien für die Vergabe der Zuwendung werden erfüllt. Einzelne Bundesländern gewähren die Hilfen allerdings auch als „rückzahlbare Zuschüsse“, die nach Ablauf einer bestimmten Frist zurückgezahlt werden müssen.

Bürgschaft: Bund und Länder haben zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auch Bürgschaftsprogramme ausgeweitet. Das bedeutet: Sie bürgen dafür, dass ein Unternehmen seinen Kredit zurückzahlt – und springen ein, wenn nicht. Mit diesem Rückhalt wollen Bund und Länder Banken und Sparkassen die Kreditvergabe in Krisenzeiten erleichtern.

Speziell für Landwirte

Für Unternehmen der Landwirtschaft (einschließlich Wein- und Gartenbau), die von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind, bietet die Rentenbank Unterstützung in Form von Rentendarlehen.

(Stand: 12.05.2020)

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