SEPA-Lastschrift

Offene Beträge einfach und bargeldlos einziehen

Mit der SEPA-Lastschrift können Sie Rechnungsbeträge in Deutschland und anderen SEPA-Teilnehmerstaaten einziehen – vorausgesetzt Sie haben ein SEPA-Lastschriftmandat.

 

Mit einer SEPA-Lastschrift bezahlen Ihre Kunden oder Geschäftspartner Rechnungen einfach und bequem. Und Sie gehen sicher, dass das Geld pünktlich auf Ihrem Konto ankommt. 

Die SEPA-Lastschrift auf einen Blick:

  • Mit dem SEPA-Lastschriftverfahren können Sie fällige Beträge im gesamten SEPA-Raum einziehen. 
  • Die Voraussetzung dafür ist ein SEPA-Lastschriftmandat. 
  • Es gibt die SEPA-Basis-Lastschrift und die SEPA-Firmen-Lastschrift. 
  • Bei jeder Lastschrift geben Sie die Mandatsreferenz und Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer an.
  • Sie haben bis zu 140 Zeichen für den Verwendungszweck zur Verfügung. 
  • Durch ein konkretes Fälligkeitsdatum haben sowohl Sie als auch der Zahlungspflichtige eine hohe Planungssicherheit.

Für wen nutzen Sie welches Lastschriftverfahren

Es gibt zwei verschiedene Arten der SEPA-Lastschrift. Die SEPA-Basis-Lastschrift verwenden Sie bei Verbrauchern. Der Zahlungspflichtige hat dabei einen Erstattungsanspruch von acht Wochen. Ist der Zahlungspflichtige keine Privatperson, sondern beispielsweise ein Unternehmen, benutzen Sie die SEPA-Firmen-Lastschrift. Hier entfällt der Erstattungsanspruch nach erfolgter Einlösung. 

Das SEPA-Lastschriftmandat

Um Geld vom Konto eines Kunden abzubuchen, benötigen Sie ein SEPA-Lastschriftmandat. Der Zahlungspflichtige füllt das Mandat aus und gibt seine IBAN und (wenn nötig) den BIC an. Bei einem SEPA-Firmen-Lastschriftmandat muss er außerdem seiner Sparkasse oder Bank das erteilte Mandat bestätigen.

Ein Lastschriftmandat gilt unbefristet, bis der Zahlungspflichtige es widerruft. Bitte beachten Sie: Ein Mandat verfällt allerdings automatisch, wenn seit Ihrer letzten Abbuchung mehr als 36 Monate vergangen sind. Wenn Sie nach dieser Frist erneut einen Betrag einziehen möchten, brauchen Sie ein neues SEPA-Lastschriftmandat. 

Mehr Informationen zum SEPA-Lastschriftmandat (PDF)

Mehr Informationen zum SEPA-Firmen-Lastschriftmandat (PDF)

Die Mandatsreferenz

Ihr Unternehmen muss jedem SEPA-Lastschriftmandat eine eindeutige Mandatsreferenz zuweisen. Die Mandatsreferenz geben Sie zusammen mit Ihrer Gläubiger-Identifikationsnummer bei jeder Lastschrift an. So kann Ihr Kunde oder Geschäftspartner jede Abbuchung nachvollziehen und jedes Mandat eindeutig identifizieren. Eine Gläubiger-Identifikationsnummer können Sie online kostenlos bei der Deutschen Bundesbank beantragen.

Fälligkeitsdatum und Fristen

Ein großer Vorteil der SEPA-Lastschrift ist die Angabe eines konkreten Fälligkeitsdatums. So sieht Ihr Kunde, wann der Betrag von seinem Konto abgeht. Sie wiederum wissen, wann das Geld bei Ihnen ankommt und verbessern so Ihr Liquiditätsmanagement.

Damit das Geld am vereinbarten Termin abgebucht wird, müssen Sie die Lastschrift pünktlich bei Ihrer Sparkasse einreichen. Sie muss nämlich sicherstellen, dass erst- und einmalige SEPA-Basis-Lastschriften mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem Fälligkeitstermin beim Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen vorliegen. Bei Folgelastschriften reichen zwei Bankarbeitstage aus, bei einer SEPA-Firmen-Lastschrift ein Bankarbeitstag. Erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig  über die notwendigen Einreichungsfristen Ihrer Sparkasse.

Sie können übrigens auch eine Euro-Express-Lastschrift (COR1-Lastschrift) nutzen. Bei diesem Verfahren beträgt die Vorlagefrist beim Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen für alle SEPA-Lastschriften nur einen Bankarbeitstag. 

Erstattungsfrist beachten

Bei der SEPA-Basis-Lastschrift hat der Zahlungspflichtige nach der Abbuchung einen Erstattungsanspruch von acht Wochen. Innerhalb dieser Zeit kann er ohne Angabe von Gründen das Geld auf sein Konto zurückbuchen lassen. 

Bei einer unautorisierten Abbuchung beträgt die Frist 13 Monate. Das ist der Fall, wenn der Zahlungspflichtige Ihnen kein Lastschrift-Mandat erteilt oder dieses bereits widerrufen hat.

Die SEPA-Firmen-Lastschrift bietet hier einen großen Vorteil: Der Zahlungspflichtige besitzt nach der Abbuchung keinen Erstattungsanspruch. 

Meldepflichten bei grenzüberschreitenden Lastschriften

Bei Lastschriften über 12.500 Euro ins oder aus dem Ausland besteht eine Meldepflicht an die Deutsche Bundesbank. Haben Sie Fragen zur Meldepflicht? Dann können Sie kostenlos bei der Deutschen Bundesbank unter der Telefonnummer 0800 1234-111 anrufen.

Auch wir beantworten Ihre Fragen rund um die SEPA-Lastschrift gern. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Wir sind gern für Sie da. 

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