Diese Online-Bezahlsysteme werden Ihre Kunden lieben

Welche Bezahlsysteme es gibt und was Nutzer im Internet als Zahlungsart bevorzugen

Wer einen erfolgreichen Online-Shop betreiben will, muss seinen Kunden ein einfaches, schnelles und sicheres Bezahlsystem anbieten. Wir geben Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Online-Bezahlsysteme und Zahlungsarten und sagen Ihnen, worauf Sie als Anbieter achten müssen.

Verbraucher bevorzugen bestimmte Zahlungsarten, andere lehnen sie strikt ab. Um kaufwillige Kunden bei deren Online-Einkauf nicht im letzten Schritt zu verprellen, sollten Sie als Online-Händler mehrere Zahlungsarten anbieten.

1. SEPA-Lastschrift: der Klassiker

Das Lastschriftverfahren gehört zu den beliebtesten Online-Bezahlsystemen. Denn: Es ist bequem. Kunden müssen nur ihre Kontoverbindung angeben. Sollten sie mit der Abbuchung nicht einverstanden sein, können sie innerhalb von acht Wochen und ohne Angabe von Gründen widersprechen. Das schafft Vertrauen.

Durch die Umstellung auf SEPA ist die Lastschrift sicherer geworden: Um eine Abbuchung auszulösen, muss der Zahlungsempfänger über ein SEPA-Mandat des Kunden verfügen.

Dennoch sehen es immer noch viele Verbraucher kritisch, ihre Kontodaten im Internet anzugeben. Als Händler müssen Sie sicherstellen, dass die sensiblen Daten nicht in falsche Hände geraten.

Illustration: Eine IBAN

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sorgte zuletzt für Aufsehen: Auch Kunden aus dem Ausland müssen das Lastschriftverfahren nutzen können. Die Zahlungsfähigkeit aller Kunden zu prüfen, könnte jedoch zu teuer sein, erklären Handelsverband Deutschland (HDE) und Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH).

Lohnt sich die Lastschrift für Händler bald gar nicht mehr? Ulrich Binnebößel vom HDE gibt erst einmal Entwarnung: Für deutsche Verbraucher werde sich vorerst nichts ändern, sagt er.

2. Kauf auf Rechnung: Vertrauen zählt

Bei der Online-Überweisung senden Sie Ihren Kunden nach der Bestellung eine Rechnung zu. Nicht per Post, sondern digital, meistens per E-Mail. Diese muss dieselben Bedingungen erfüllen wie eine Papierrechnung. Zusätzlich können Sie Ihren Kunden direkt nach der Bestellung eine Seite in ihrem Browser anzeigen, auf der Sie die Zahlungsbedingungen erläutern.

Illustration: Eine Rechnung

Unter dem Aspekt des Datenschutzes gehört die Online-Überweisung zu den sichersten Varianten. Denn der Nutzer muss keine sensiblen Daten auf für ihn fremden Portalen hinterlassen, sondern kann alles über das Online-Banking seiner Bank regeln.

Das Vertrauen in eine Bank ist bei den meisten Kunden sehr groß, so dass die Hürde, einen Kauf zu tätigen, niedrig ist. Bei der Online-Überweisung tragen Sie als Händler keine Verantwortung für die Sicherheit der Zahlungsdaten.

3. Kreditkarte: hohe Sicherheit für den Händler

Ähnlich einfach wie das Lastschriftverfahren ist es, per Kreditkarte zu bezahlen. Mit wenigen Klicks hat der Kunde alle nötigen Angaben hinterlegt. Die Sicherheitsstandards sind hoch: Kreditkarten verwenden das 3-D-Secure-Verfahren.

So funktioniert's: Kauft der Kunde bei einem teilnehmenden Händler ein, sendet der Online-Shop beim Bezahlen eine Anfrage an die Sparkasse. Über die App S-ID-Check gibt der Kunde die Zahlung mit seiner Kreditkarte oder der Mastercard Basis / Visa Basis (Debitkarten) frei.

Die Legitimation erfolgt am Handy zum Beispiel per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.

Illustration: Eine Kreditkarte

Der Händler hat keinen Zugriff auf die eingegebenen Daten. Sind die Eingaben korrekt, bestätigt das System im nächsten Schritt, dass der Kunde der rechtmäßige Karteninhaber ist. Damit ist der Kauf abgeschlossen.

Mit dieser sogenannten 3-D Secure Legitimation kommen die kartenausgebenden Unternehmen höchsten Sicherheitsanforderungen für Online-Kartenzahlungen gemäß EU-Richtlinie nach. Seit Mitte September 2019 ist für viele Zahlungen mit der Kreditkarte oder Mastercard Basis/Visa Basis (Debitkarten) in europäischen Online-Shops diese Legitimation über Mastercard® Identity Check beziehungsweise Visa Secure verpflichtend.

Als Händler erhalten Sie mit 3-D-Secure unter bestimmten Bedingungen eine Zahlungsgarantie. Die Sparkasse haftet dann für Schäden, wenn Karten missbräuchlich eingesetzt werden. Ohne 3-D-Secure-Verfahren haften Sie als Händler.

4. paydirekt: Online-Bezahlverfahren mit deutschem Datenschutz

Seit Marktstart 2015 überzeugte paydirekt 2,5 Millionen Nutzer. Die Kundenregistrierungen und Händleranbindungen wachsen kontinuierlich. Inzwischen gibt es mehr als 10.000 Online-Shops, die ihren Kunden paydirekt anbieten. Neben der Hälfte der Top-25-Online Händler nach EHI-Liste sind auch tausende mittelständische Händler angebunden.

Illustration: Bezahlen mit paydirekt

Das sind die Vorteile von paydirekt für mittelständische Händler im Überblick:

  • Höhere Gewinnspanne durch niedrige Gesamtkosten. Das unabhängige Forschungsinstitut ibi research ermittelte paydirekt – bezogen auf die Gesamtkosten und über alle untersuchten Branchen und Unternehmensgrößen hinweg – als das günstigste Bezahlverfahren. Das ergab die Studie „Gesamtkosten von Zahlungsverfahren im deutschen E-Commerce 2019“.
  • Minimierung der indirekten Kosten durch die Zahlungsgarantie und einen niedrigen administrativen Aufwand
  • Minimale Kosten für Mahnwesen, Zahlungsstörungen und Zahlungsausfälle, manuelle Nachbearbeitung und/oder Retouren
  • Vereinfachung der Anbindung von Händlern. So plant paydirekt die Einführung eines Collecting Payment Service Provider (cPSP). Dieser bündelt die vielfältigen Vertragsabschlüsse und handelt einheitliche Konditionen aus.
  • Abrechnung und Auszahlung erfolgt über den cPSP – für Online-Händler die bequemste Art, paydirekt anzubinden.

5. Mobile Payment: Zahlung mit Apple Pay & Co.

Mobile Geräte wie das Smartphone werden beim Bezahlen immer wichtiger. Kunden fragen verstärkt nach Mobile Payment wie Apple Pay, Google Pay oder dem Bezahlen mit der Sparkassen-App. Bestellt ein Kunde über sein Smartphone, kann er verstärkt auch diese Zahlungsarten nutzen.

Online-Händler sollten sich also früh mit Mobile Payment und Zahlungssystemen wie Apple Pay oder der Sparkassen App auseinandersetzen.

 

Illustration: Bezahlen mit dem Handy

Wichtig: Achten Sie auf die Verschlüsselung Ihres Online-Shops

Wer bei Ihnen einkauft, will nicht nur einen sicheren Bezahlvorgang, sondern auch, dass seine sensiblen Daten geschützt sind. Dazu benötigt Ihr Online-Shop eine Verschlüsselung.

Das gängigste Verfahren, um den Datenschutz im Online-Payment zu gewährleisten, ist die Transport-Layer-Security-Verschlüsselung (TLS). TLS ist der Nachfolger des weitaus bekannteren Secure-Socket-Layer-Protokolls (SSL).

So bekommen Sie die TLS-Verschlüsselung: Es gibt auf die Erstellung und Anbindung von TLS-Zertifikaten spezialisierte Firmen, über die Sie die Zertifikate erwerben können. Allerdings gibt es immer wieder Updates für das Sicherheitszertifikat. Für die Aktualisierung Ihres Protokolls benötigen Sie ebenfalls die Unterstützung der IT-Dienstleister. Deshalb ist es nicht mit dem einmaligen Kauf getan, sondern Sie zahlen in der Regel eine jährliche oder monatliche Grundgebühr.

Wie die TLS-Verschlüsselung funktioniert und woran Ihre Kunden erkennen, dass ihre Daten in Ihrem Online-Shop sicher sind, erklärt das folgende Video:

Die Anbindung des TLS-Zertifikats ist im E-Commerce unerlässlich, um personenbezogene Daten bei der Übertragung vor unerlaubtem Zugriff zu schützen. Es hilft Ihnen, Ihre Identität glaubwürdig zu bescheinigen und steigert das Vertrauen der Käufer. Zusammen mit einem zuverlässigen Bezahlsystem sind Sie und Ihre Kunden so auf der sicheren Seite.


So profitieren Sie von paydirekt

Online-Bezahlsysteme
3 Fragen an
Henning vorm Walde
Geschäftsführer GIZS

Henning vorm Walde ist Geschäftsführer der GIZS, die für die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe den Betrieb und die Weiterentwicklung von paydirekt koordiniert. Die GIZS ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Deutschen Sparkassenverlags, der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale und der Landesbank Baden-Württemberg.

Wie profitiert ein mittelständischer Händler von einer paydirekt-Anbindung?

Henning vorm Walde: Das Online-Bezahlverfahren paydirekt setzt unter anderem bei den Kosten an: paydirekt wurde in der unabhängigen Studie von ibi research im Juli 2019 als günstigstes Bezahlverfahren bewertet. Die Unterschiede bei den Kosten der Online-Bezahlverfahren, die der Händler abführen muss, sind frappierend.

Es gibt außerdem enorme Unterschiede in den Gesamtzahlen der Zahlungsausfälle. Auch hier konnte paydirekt überzeugen, denn komplette Zahlungsausfälle tendieren gegen Null. Das liegt unter anderem an der automatisierten Autorisierungsanfrage von paydirekt am Girokonto des Nutzers und der damit entstehenden Zahlungsgarantie.

Wir haben sehr positive Rückmeldungen von bereits angebundenen Händlern, die die Einfachheit und Schnelligkeit der technischen Einbindung von paydirekt in den Onlineshop loben.

Gibt es einen besonderen Mehrwert von paydirekt für den Händler?

Ja, zum Beispiel oneKlick: Das In-App-Verfahren ermöglicht mobiles Zahlen in vielen Alltagssituationen, vom Fahrkartenkauf an der Bushaltestelle bis zum Bezahlen einer Tankfüllung. Für diese In-App-Bezahlung legt der Kunde paydirekt einmalig als favorisiertes Bezahlverfahren fest. Er wickelt dann seine Zahlung mit nur noch einem Klick besonders schnell ab. Eine Weiterentwicklung, mit der der Endkunde an vielen Kontaktpunkten noch zügiger seinen Einkauf abschließen kann, was wiederum die Conversion Rate für den Händler verbessert.

Wir entwickeln paydirekt außerdem fortlaufend weiter. In den vergangenen zwei Jahren gab es viele weitere neue Produktfeatures zur Basisversion wie Micropayments, also Kleinstzahlungen unter zehn Euro, Abo-Zahlungen oder wiederkehrende Zahlungen – also ein unterschiedlicher Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt, beispielsweise bei einer Handyabrechnung, bei der einmalig Roaming-Gebühren hinzukommen.

Weiterer Mehrwert: die gesicherte Vorbestellung. Dabei wird dem Händler zusätzlicher Spielraum eingeräumt, wenn die Verfügbarkeit oder der Preis für die Ware beim Bestellabschluss noch nicht final ist. Die auf 15 Tage verlängerte Zahlungsgarantie gibt dem Shop-Betreiber, der in Vorleistung tritt, in diesem Fall die notwendige Sicherheit.

Wird paydirekt vom Kunden akzeptiert?

Mit drei Jahren ist paydirekt ein junges Verfahren. Der Markt für Online-Bezahlverfahren und E-Payment-Anbieter ist stark umkämpft. Das sehen wir auch an den aktuellen Akquisitionen von Payment-Anbietern durch ausländische Investoren und Werbung für Zahllösungen im Markt.

Aus der Anzahl der Transaktionen können wir erkennen, dass sich die Nutzung von paydirekt immer mehr beim Kunden etabliert. Das liegt sowohl an der größeren Verfügbarkeit bei immer mehr Händlern, als auch am gesteigerten Bewusstsein der Deutschen für Datensicherheit.

paydirekt unterliegt dem deutschen Datenschutz und nimmt die Kundenbedürfnisse sehr ernst. Durch die Etablierung von paydirekt am Markt geben wir den Kunden die Freiheit, bei ihrer Auswahl in punkto Datensicherheit keine Abstriche machen zu müssen.

Sie möchten Ihren Kunden mehr Bezahlvarianten anbieten? Wir beraten Sie gern persönlich.

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