Maschinenleasing: So finanzieren Sie kostspielige Investitionsgüter

Große Anschaffungen optimal finanzieren

Sie müssen nicht gleich zigtausend Euro ausgeben, wenn Sie neue Maschinen anschaffen: Mit Leasing bleiben Sie flüssig und flexibel und haben immer die aktuellsten Geräte.


Leasing ist eine besonders liquiditäts- und kapitalschonende Art, in die Geschäftsausstattung zu investieren. Vor allem teure Maschinen und Anlagen können Sie durch Leasing effektiv finanzieren. So funktioniert es: Sie suchen sich das gewünschte Leasingobjekt aus und legen die Ausstattung fest. Der Leasinggeber kauft das Objekt dann für Sie, den Leasingnehmer. Sie zahlen dem Leasinggeber während einer festgelegten Laufzeit üblicherweise ein monatliches Nutzungsentgelt. Im Gegenzug können Sie das Leasingobjekt in vollem Umfang und exklusiv nutzen.

Zum Vertragsende haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Sie entscheiden, ob Sie das Objekt weiter leasen, kaufen oder an den Leasinggeber zurückreichen um in eine neue Maschinentechnologie zu investieren. 

Wann ist Leasing sinnvoll?

Sie wollen Ihren Fuhrpark aufstocken? Sie betreiben ein produzierendes Gewerbe und brauchen eine ganz bestimmte Maschine? Oder Sie benötigen neben passenden Räumen auch mehrere Computer und eine Produktionsanlage? Kein Problem: Leasing ist sowohl für große und kapitalintensivere Anschaffungen geeignet als auch für kleinere und kurzfristige, beispielsweise im Handel und Handwerk. Ein großer Vorteil des Leasings ist grundsätzlich, dass die Leasingraten aus laufenden Einnahmen finanziert werden können. Das schont Ihre Liquidität und entlastet Ihre Bilanz. Auch etablierte Unternehmen, die sich auf Wachstumskurs befinden oder einfach nur modernisieren wollen, profitieren von den Vorteilen. 

Diese Vorteile bietet Leasing:

  • Sie schonen Ihr Eigenkapital und Ihre Liquidität, da Sie Raten bezahlen.                   Dadurch haben Sie mehr finanziellen Spielraum für andere Investitionen.
  • Sie können den Leasingvertrag individuell und flexibel an Ihre Situation anpassen – das erleichtert Ihre finanzielle Planung. So entscheiden Sie beispielsweise über die Laufzeit Ihres Leasingvertrags und die Höhe der Raten.
  • Leasing gibt Ihnen die Möglichkeit, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.
  • Zum Laufzeitende können Sie die Leasingobjekte zurückgeben und anschließend neuere Maschinen leasen.
  • Leasing erscheint nicht in Ihrer Bilanz, ist also eine bilanzneutrale Investition. Sie verbuchen lediglich die Leasingraten als Betriebsausgaben und können sie steuerlich geltend machen.
  • Sie wählen Ihr Wunschobjekt unabhängig vom Hersteller und legen die Ausstattung fest.

Nachfrage nach Maschinenleasing steigt

„Moderne und zuverlässige Maschinen sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen“, sagt Frank Speckmann, Geschäftsführer der Deutschen Leasing für Sparkassen und Mittelstand. Sie sind in der Regel aber auch mit hohen Investitionskosten verbunden. Beim Leasing verteilen sich die Investitionskosten als Leasingraten über die gesamte Nutzungsdauer. „Deshalb bietet Maschinenleasing finanziellen Spielraum, ohne die eigene Liquidität einzuschränken“, sagt der Experte.

Maschinen zu leasen ist nicht nur bei Neuanschaffungen sinnvoll. Wenn Sie Ihre bestehenden Maschinen bereits zu einem früheren Zeitpunkt gekauft haben, können Sie diese durch „Sale-and-lease-back“ an die Leasinggesellschaft verkaufen und über einen Leasingvertrag weiter in Ihrem Betrieb nutzen. So wird Kapital für andere Investitionen frei.

Unabhängig davon kann sich Leasing für Sie auch lohnen, wenn Sie zusätzlich junge gebrauchte Maschinen oder Vorführobjekte erwerben möchten. Bedenken sollten Sie jedoch, dass gebrauchte Anlagen naturgemäß eine geringere Lebenserwartung als fabrikneue Exemplare besitzen.

Leasing-Investitionen in Deutschland bis 2015

Maschinenleasing

Darauf sollten Sie beim Leasingvertrag achten

„Günstige Raten sollten nicht das alleinige Entscheidungskriterium für die Finanzierung und Vertragsgestaltung eines Leasingobjektes sein“, rät Speckmann. Zunächst kommt es darauf an, ob sich die Leasinggesellschaft überhaupt in Ihrer Branche auskennt.

Im Vertrag selbst sollte klar geregelt sein, ob Zusatzleistungen wie Wartung und Reparaturen bereits in der Leasingrate enthalten sind. Gleiches gilt für Versicherungen. Und welche Vorstellungen haben Sie für das Ende des Leasingvertrages? Nicht zuletzt ist dies maßgeblich bei der Auswahl der richtigen Leasingvertragsart.

Deutsche Leasing: verlässlicher Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe

Ob Maschinen für Handel oder Handwerk, komplexe Produktionsanlagen oder die komplette Werkseinrichtung: Die Deutsche Leasing bietet als Partner des deutschen Mittelstands gemeinsam mit den Sparkassen zahlreiche Leasingmodelle und weitere Investitionslösungen an. Als Objekt- und Branchenexperte kennt die Deutsche Leasing die Wertverläufe und Verwertungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Maschinen und Anlagen und kann diese bei der Angebotsgestaltung gezielt berücksichtigen.

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Die Finanzierungslösungen sind somit sehr individuell und flexibel gestaltbar. So können Sie Raten und Laufzeit jederzeit an die aktuelle Unternehmenssituation anpassen und behalten Ihren finanziellen Spielraum.

Neben der eigentlichen Finanzierungslösung unterstützt die Deutsche Leasing auch mit einer Vielzahl von Services wie Versicherungen und Wartungsleistungen oder bei der Vermarktung von Maschinen am Ende der Laufzeit. Zudem kooperiert das Unternehmen mit öffentlichen Förderkreditinstituten wie der KfW, der Landwirtschaftlichen Rentenbank und regionalen Förderbanken. Damit erhalten Sie einen Zugang zu attraktiven Fördermöglichkeiten, bei Bedarf in Kombination mit Leasing, Mietkauf oder Kredit.

Möchten Sie ein oder mehrere Objekte leasen? Gemeinsam mit den Sparkassen berät Sie die Deutsche Leasing gerne.

Maschinenleasing

„Achten Sie auf versteckte Zusatzkosten“

Frank Speckmann, Geschäftsführer Deutsche Leasing, Geschäftsfeld Sparkassen und Mittelstand gibt Tipps zum Maschinenleasing.

 

Für welche Investitionshöhe ist Leasing besonders geeignet? Gibt es nach oben oder unten Grenzen?

Frank Speckmann: Eine allgemeine Rechenbilanz pro oder kontra Leasing gibt es nicht. Vielmehr hängt die Entscheidung ganz wesentlich von der Situation des Leasingnehmers und von dem gewünschten Investitionsobjekt ab.

Zum Beispiel kann es vorkommen, dass bei einem Gewerbekunden plötzlich eine Maschine ausfällt. Dann wird oft kurzfristig eine flexible Investitionslösung benötigt. In der Regel sprechen wir dabei von Investitionen bis zu 150.000 Euro. Hier befähigen wir den Sparkassen-Berater dazu, selbstständig mit der „2-Minuten-Zusage“ eine kurzfristige Entscheidung zu treffen und dem Kunden sofort eine Lösung anzubieten.

Bei größeren Investitionen ab 150.000 Euro werden unsere Spezialisten mit an den Tisch geholt.

Welche Leasingmöglichkeiten haben Unternehmen im Ausland?

Speckmann: Unsere Kunden können mit uns in 22 Ländern ihre Investitionen oder Absatzfinanzierung planen und umsetzen. Am heimischen Standort ermittelt der Firmenkundenberater der örtlichen Sparkasse zunächst den Kundenbedarf. Anschließend erarbeitet der Auslandsspezialist der Deutschen Leasing ein passendes Finanzierungskonzept, das er mit der eigenen Landesgesellschaft im Zielland abstimmt und bei Bedarf Partner wie die Landesbank Hessen-Thüringen hinzuzieht. Unsere sogenannten „German Desk Manager“, die Experten im Ausland, beraten die Sparkassenkunden dann vor Ort weiter.

Was sind typische Fehler beim Leasing, und wie können Unternehmer sie vermeiden?

Speckmann: Nimmt man das klassische Beispiel des Autoleasings, greifen Leasingnehmer gerne schnell zum günstigsten Angebot. Eventuell versteckte Zusatzkosten und wenig flexible Vertragsgestaltungen werden dabei häufig übersehen. Günstige Raten sollten daher nicht das alleinige Entscheidungskriterium für die Finanzierung und Vertragsgestaltung eines Leasingobjektes sein. Vielmehr empfehle ich den langfristigen und vollumfänglichen Blick: Welchen Service bietet mir die Leasinggesellschaft? Wickelt sie ihre Geschäfte transparent ab? Hat sie auch die qualitativ hochwertigen Hersteller für die gewünschte Maschine in ihrer Auswahl? Und was ist, wenn die Maschine im Leasingzeitraum kaputtgehen sollte? 

Was passiert am Ende eines Leasingvertrags?

Speckmann: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Leasingnehmer das geleaste Objekt zurückgeben. Das ist zum Beispiel bei häufigen Ersatzinvestitionen der Fall. Bei werthaltigen Wirtschaftsgütern least der Unternehmer das Objekt im Rahmen eines Anschlussvertrags weiter oder kauft es am Ende. Darüber hinaus bieten wir auch „Sale-and-lease-back“- und Mietkaufverträge an. Die verschiedenen Möglichkeiten kann der Unternehmer mit seinem Berater durchgehen und vertraglich festlegen.

Welchen Tipp würden Sie einem Mittelständler geben, der sich für Maschinenleasing interessiert?

Speckmann: Der Unternehmenserfolg und die Wettbewerbsfähigkeit hängen mehr denn je von einer modernen technischen Ausstattung ab, mit der Mittelständler schneller auf veränderte Produktionskapazitäten und Auftragssituationen reagieren können. Für kurzfristige Investitionen ist es auch wichtig, etwas Geld auf der hohen Kante zu haben. Maschinenleasing bietet genau diese Flexibilität, unabhängig davon, ob es um eine Werkzeugmaschine, Fertigungsstraße oder eine komplette Werks- und Büroeinrichtung geht. So kann der Mittelständler laufende Leasingraten für neue Maschinen und moderne Technik ganz einfach aus laufenden Erträgen finanzieren und parallel weitere Investitionen tätigen.