So werden Mittelständler digitale Vorreiter

Was Digitalisierung wirklich bringt und wie Unternehmen die digitale Transformation richtig anpacken

Vier von fünf Unternehmen haben eine Digitalstrategie. Jedoch nur jedes Vierte investiert in digitale Geschäftsmodelle. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe zögern bei der Umsetzung der digitalen Transformation. Sie verpassen damit profitable Chancen.

Neue Fragen in der vernetzten Welt

Digitalisierung bedeutet für ein Unternehmen vor allem eines: Unsicherheit. „Als das Rad erfunden oder die Maschine geschaffen wurde, fand das im Rahmen unserer physikalischen Welt statt. So wie wir das kannten“, sagt der renommierte Informatiker Christoph Meinel . „In der virtuellen Welt gibt es das nicht.“ Sekundenschnell Informationen bekommen und darauf reagieren, setzt jedes Gesetz der Schwerkraft und Mechanik außer Kraft. Die digitale Welt stellt uns vor ganz neue Fragen.

Der digitale Wandel ist dabei, den gesamten Mittel­stand zu revolutionieren. Auch dort, wo die Technik noch am Anfang steht, und der Gewinn auf Anhieb nicht zu sehen ist. Vorteile eröffnen sich viele: Kunden lassen sich mit digitalen Technologien leichter binden, Wünsche passgenauer erfüllen, Produktionsabläufe effizienter gestalten oder Prozesse weltweit steuern. Aber vor allem: Das Schaffen von neuen digitalen Angeboten steigert Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Das verspricht profitables Wachstum.

Mehrheit sieht sich als Nachzügler

Noch scheuen viele Mittelständler den konsequenten Aufbruch in das digitale Zeitalter. Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom belegt, dass sich rund ein Drittel der Mittelständler erst in einem frühen Stadium der Digitalisie­rung bewegt. Zwar haben vier von fünf Unternehmen inzwischen eine Digitalstrategie, aber nur jedes Vierte investiert in digitale Geschäftsmodelle. So verstehen 55 Prozent der befragten Entscheider unter digitaler Transformation primär nur die „Digitalisierung des bestehenden Geschäftsmodells beziehungsweise bestehender analoger Prozesse“. Das hat eine aktuelle Studie der Digitalberatung etventure ergeben.

58 Prozent - und damit die Mehrheit der Unternehmen - sieht sich bei der Digitalisierung als Nachzügler. Dabei gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto größer wird der eigene Nachholbedarf eingeschätzt. Besonders Kleinunternehmen erkennen in den neuen Technologien noch kein Potenzial für eigene Geschäftsmodelle.

Manager klagen über fehlende Zeit und fehlendes Geld

Offenbar fehlt es oft an Geld und Zeit, um in digitale Projekte zu investieren. Jede dritte Führungskraft sagt, die größte Hürde beim Einsatz neuer Technologien sei fehlende Zeit im Alltagsgeschäft, jeder fünfte beklagt laut Bitkom-Umfrage fehlende finanzielle Mittel. Einige Manager scheinen auch persönlich mit der Digitalisierung zu fremdeln, viele fühlen sich überfordert: Jeder Zehnte gibt zu, er würde lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben.

Auf der Suche nach der magischen Idee

Sollte ein Unternehmen versuchen, die eine bahnbrechende Idee zu finden, die ihr Geschäftsmodell revolutioniert und Millionen in die Kasse spült?

Die etventure-Studie zeigt: Die Mehrheit beschreibt den Digitalisierungsprozess in ihrem Unternehmen aktuell eher als inkrementell, also durch aufeinanderfolgende Schritte geprägt. Den deutschen Firmen geht es vor allem um die Digitalisierung analoger Prozesse. Nur wenige Unternehmen setzen auf den Ausbau disruptiver Ideen, also die schlagartige Abkehr von bisherigen Geschäftsmodellen oder Produkten.


Digitaler Vorreiter werden

Beide Innovationsmethoden haben Vor- und Nachteile. Welche für ein Unternehmen die richtige ist, hängt sehr von den spezifischen Verhältnissen ab. Wichtig für die Analyse: eine gründliche Bestandsaufnahme des bestehenden Geschäftsmodells und eine klare Zieldefinition.


Die Nutzer müssen in den Mittelpunkt

„Es geht nicht darum, die eigenen Probleme zu lösen, sondern die des Kunden“, sagt Sven Siering, Leiter der Digital Innovation Unit der Deutschen Leasing AG – Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe. Dafür sei es notwendig, Kunden viel früher in den Entwicklungsprozess einzubinden, sie frühzeitig nach ihren Bedürfnissen zu fragen und mit ihnen gemeinsam auch die Lösungen zu erproben – oder auch wieder zu verwerfen. Denn: „Vom Nutzer wird nur das gewollt, was er auch mag.“

Um diesen Prozess in Gang zu setzen, bedarf es flexibler Modelle, zum Beispiel der Innovationsmethode Design Thinking. Damit sollen Unternehmen nutzerzentriert wirklich neue Ideen generieren können. Wichtig ist auch ein kreatives Tool wie Canvas: Mit dieser Methode kann ein Team visuell modellieren, was daraus tatsächlich als Geschäft generiert werden kann.

Besondere Vorteile hat die agile Softwareentwicklung Scrum: Mit ihr konzentriert sich die Entwicklung nur auf das Notwendigste und baut nicht gleich die fertige Lösung. Das ist extrem schnell: Einzelne Produkteigenschaften lassen sich so in kürzester Zeit realisieren und erproben. Siering: „Unternehmen können also schnell feststellen, ob ihre Annahmen richtig waren oder nicht.“ Wenn nicht, lassen sie sich auch zeitnah wieder anpassen.

Synergien mit neuen Partnern

Eine zunehmend attraktive Alternative zur komplett eigenständigen Innovation sind Kooperationen mit Start-ups. Junge Player und disruptive Geschäftsmodelle mischen derzeit die Karten neu. Innovative Anbieter drängen auf den Markt und erhöhen den Druck auf die Platzhirsche. Das hat Folgen: Mittelständische Unternehmen sollten auf ihre tradierten Stärken vertrauen, gleichzeitig aber offen sein für neue Wege.

Nicht immer läuft die Zusammenarbeit reibungslos ab. Eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte zeigt jedoch: Es lohnt sich. Die Kooperation mit einem Start-up mag auf den ersten Blick ungewohnt scheinen – die kulturelle und strukturelle Andersartigkeit kann jedoch Innovationen im Mittelstand anregen. Damit es funktioniert, braucht es unter anderem eine kooperative Grundhaltung, gegenseitiges Verständnis sowie eine offene und transparente Kommunikation.

Ab ins Ausland: Digitalisierung fördert Internationalisierung

Um den Sprung ins Ausland zu schaffen, können neue Technologien einen zusätzlichen Anschub geben. Eine digitale Infrastruktur macht es den kleinen und mittleren Unternehmen leichter, sich mit Kunden und Zulieferern im Ausland zu vernetzen. Eine Studie der KfW-Bankengruppe beweist: Trotz der Chancen, die die Internationalisierung bietet, sind bisher wenig von ihnen international aktiv, sei es im Ex- und Import oder bei Direktinvestitionen.

Um aber über die eigenen Grenzen hinaus zu wachsen, braucht der Mittelstand Investitionen in digitale Technologien. Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützen ihre Firmenkunden weltweit und ganzheitlich bei der Überwindung diverser Hürden. Sie kennen die länderspezifischen Voraussetzungen und Marktbedingungen, unterstützen beim Thema Finanzierungsplan und der passenden Finanzierungslösung.  Sie helfen außerdem bei der Suche nach den richtigen Geschäftspartnern und dem passenden Standort und begleiten den Firmenkunden bei Bedarf auch vor Ort im Zielland.

Digitaler Vorreiter werden

So geht's: Diese Unternehmen machen es vor

Windmöller & Hölscher, Packaging 4.0

Beim Maschinenbauer Windmöller & Hölscher trifft die Digitalisierung auf die richtige Innovationskultur. „Packaging 4.0“ hat bei den Westfalen jede Menge Kräfte freigesetzt. So dauerte der Auftragswechsel in der Folienherstellung per Extrusion, bei der zähflüssige Materialien durch einen Blaskopf gepresst werden, bisher rund 40 Minuten. Jetzt sind es nur noch zwölf - dank eines eigens entwickelten Automationsmoduls.

Aufgrund von intelligent vernetzten Maschinen gehören Systembrüche der Vergangenheit an, die Herstellung läuft damit schneller. Innovation ist essentieller Teil des Unternehmens: 80 Prozent der Maschinen sind jünger als drei Jahre, acht Prozent des Umsatzes gehen in Forschung und Entwicklung, ein hauseigenes Technologiezentrum ermöglicht, Neues auszuprobieren.

Viele Ideen entstehen in der Praxis. Dazu gehören auch die Mitarbeiter: Im engen Austausch mit den Kunden können sie mit viel Freiraum interdisziplinäre Entwicklungsprojekte verfolgen.

Hundert Applikationen durch eine einzige ersetzen: Das war die Herausforderung für die CompuGroup Medical SE. Das Koblenzer E-Health-Unternehmen bietet weltweit Softwareprodukte und Kommunikationslösungen für Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser an. Der Plan: Ein einheitliches System für Enterprise Resource Planning und Customer Relationship Management (ERP-CRM) mit SAP-Software einzuführen.

Der geplante Aufwand für dieses Projekt lag im zweistelligen Millionenbereich. Doch ein Bankkredit als Finanzierungslösung schied aus, denn im Gegensatz zu Fahrzeugen, Maschinen oder Immobilien gilt Software als immaterielles Wirtschaftsgut. Bedeutet: Die Lizenzen werden von Banken nicht als Sicherheit angesehen.

Die Lösung: Software-Leasing in Zusammenarbeit mit der Deutschen Leasing. Inzwischen hat die CompuGroup das neue System erfolgreich an den meisten Standorten eingeführt.

Server mit vielen Datenkabeln

Mit der Online-Plattform Gastro-Academy unterstützt die nordschwäbische E.M. Group Holding AG Gastronomen in allen unternehmerischen Fragen. Gegründet hat die E.M. Group vor dreißig Jahren der damals 17-jährige Erwin Müller junior. Seit einem Jahr ist die Gastro-Academy des Mittelständlers online und hat schon 6.000 Nutzer.

Die Online-Plattform bietet jungen Gastronomen die komplette Beratung rund um die Gründung und Führung eines Betriebes. In Form von Fachartikeln, Apps oder Coaching-Videos informiert Gastro Academy von der Startfinanzierung über die Preiskalkulation bis hin zur Personalsuche. Nun wird die Plattform auch auf Restaurantbesitzer und Hoteliers erweitert. Ein Projekt mit Zukunft: Die Finanzierung wurde unter anderem mit Hilfe der Bayern LB als Finanzierungspartner erfolgreich gesichert.

Prototyp autonomes Fahren

Die Firma CMORE im bayerischen Lindau arbeitet daran, Autofahren deutlich entspannter zu machen. Die Fahrer sollen keine Hände mehr am Steuer brauchen, wenn sie von A nach B wollen. Autonomes Fahren ist das Stichwort.

Das Auto in der Werkstatt von CMORE ist voll­gestopft mit Elektronik: Laptops im Beifahrerbe­reich, Kameras auf dem Dach und überall Sensoren. Im Kofferraum steht ein großer Computer. Der speichert und verarbeitet alle Daten, die das Auto sammelt. Im Inneren zeigt ein Bildschirm, welche Daten der Prototyp gerade verar­beitet. Spätestens von 2020 an werde man zumindest auf der Autobahn die Kon­trolle über das Auto abgeben können, davon sind die Macher am Bodensee überzeugt.


Finanzierung

Industrie 4.0 braucht Finanzierung 4.0

Umsonst ist die Digitalisierung nicht: 31 Milliarden Euro planen deutsche Unternehmen bis 2020 dafür ein – das hat die Unternehmensberatung PwC berechnet. Die Einführung neuer Software, die Vernetzung der Produktion oder die Rekrutierung des notwendigen Personals verursachen hohe Kosten. Vor dem Upgrade des eigenen Unternehmens steht also die Frage: Wie soll das alles finanziert werden?

Die klassische Finanzierung stößt an ihre Grenzen

Ein klassischer Bankkredit eignet sich bevorzugt für physisch anfassbare Objekte, zum Beispiel Werkzeugmaschinen, Traktoren oder Werksimmobilien. Bei Digitalisierungsprojekten geht es aber häufig um Prozesse, Vernetzung, Software oder die Weiterbildung von Personal – also um immaterielle Werte.

Flexibel: Asset-Finance-Instrumente wie Leasing, Mietkauf und Miete

Eine Lösung für dieses Problem kann Leasing sein. Es gilt das Prinzip „Pay as you earn“: Die Raten für das Leasing oder den Mietkauf werden direkt aus den Einnahmen des Investitionsobjektes erwirtschaftet. Möglich ist auch die langfristige Vorfinanzierung bei der Einführung von Unternehmenssoftware – sogar inklusive der Kosten für die Mitarbeiter, die die Software einführen. Die Rückzahlung erfolgt, sobald die neuen Systeme in Betrieb sind und Einnahmen erwirtschaften. Das schafft Spielraum für laufende Kosten und erlaubt weitere Investitionen.


3 Fragen an Kai Ostermann

Digitaler Vorreiter werden
Kai Ostermann
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing AG

Wie verändert die Digitalisierung die Industrie?

Kai Ostermann: Was wir zunehmend sehen und in Zukunft noch mehr sehen werden, ist eine Verschmelzung von Maschinen und IT – das wird auch gern beschrieben mit Begriffen wie Industrie 4.0 oder Internet of Things (IoT). Damit einhergehend nimmt der Teil an IT zu – von IT im technischen Sinne, aber auch von Software. In dem Zuge werden auch mehr und mehr intelligente Maschinen auf den Markt kommen - und das, was man als Smart Factories. Ihr Anteil wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen.

Inwieweit verändert die Digitalisierung die Bedürfnisse der Unternehmen?

Firmen brauchen mehr denn je einen Partner, der eine digitale Transformation überhaupt verstehen und mit dem Thema umgehen kann. Die Digitalisierung verändert die Investitionsprofile. Wir haben immer weniger klassische Maschineninvestitionen, sondern häufig eine Verschmelzung mit IT-Anforderungen. Der Kunde braucht für diese Dinge einen Partner, der Asset-Kompetenz aufweist, also die Gesamtheit der Wirtschaftsgüter eines Unternehmens versteht.

Auch der Wunsch nach – ich nenne es mal so – Digital Convenience gewinnt deutlich an Bedeutung. All diese Anwendungen, die jeder aus seinem Privatleben kennt – von Google, von Amazon –, geben heute den Takt vor, und das werden wir auch mehr und mehr im B2B-Segment erleben.

Außerdem legt die Digitalisierung den Grundstein für weitergehende Services. Daten, die erfasst werden können, die individuell auswertbar sind und die vielleicht sogar eine verbrauchsabhängige Kostengestaltung ermöglichen – sie schaffen dafür eine gute Grundlage.

Wie wird sich das Angebot an Finanzierungs- und Servicelösungen verändern? Welche Trends sehen Sie?

Ganz klar: Der Bedarf an neuen Lösungen wird zunehmen. Die großen Beratungshäuser gehen davon aus, dass zur Realisierung einer smarten Fabrik mit einer sich selbst steuernden Produktion über einen sehr langen Zeitraum von bis zu zehn Jahren in einer Dimension von 10 bis 20 Prozent des Jahresumsatzes investiert werden muss. Das ist gerade für kleinere und mittlere Unternehmen eine große Herausforderung.

Was wir außerdem verstärkt sehen werden, sind nutzungsabhängige Konzepte. Das ist ja durchaus etwas, was dem Leasing sehr entspricht. Schon immer ist das Element „Pay as you earn“, wenn man so will, Teil der DNA des Leasinggeschäfts. Wir können das ja auch im privaten Bereich beobachten: Streaming, Cloud – bei all diesen Anwendungen spielt Eigentum gar keine große Rolle mehr. Und genau das ist und wird Kern vieler Konzepte in der Zukunft sein.

Auch der Trend zu Plattformlösungen, zur Automatisierung, wird zunehmen. Kunden erwarten, dass sie uns über verschiedene Kanäle erreichen können, dass auf einer Plattform Angebote auch konfektionierbar sind, dass sie verglichen und verwaltet werden können. Wir gehen davon aus, dass diese Nachfrage bei den Herstellern von Investitionsgütern mehr und mehr platziert wird und ie diesen Bedarf erfüllen müssen. Dies wird dann zunehmend in Kooperation mit Finanzdienstleistern erfolgen.



Check: Die 10 wichtigsten Fragen zur Digitalisierung

1. Warum Digitalisierung?

Setzen Sie sich konkret mit den Einflüssen der Digitalisierung auf Ihr Unternehmen auseinander. Machen Sie eine Bestandsaufnahme: Wo steht Ihr Unternehmen? Welche Ziele möchten Sie durch die Digitalisierung Ihres Unternehmens erreichen und was müssen Sie tun, um diese zu erfüllen?Setzen Sie sich konkret mit den Einflüssen der Digitalisierung auf Ihr Unternehmen auseinander. Machen Sie eine Bestandsaufnahme: Wo steht Ihr Unternehmen? Welche Ziele möchten Sie durch die Digitalisierung Ihres Unternehmens erreichen und was müssen Sie tun, um diese zu erfüllen?

2. Was bedeutet digitale Transformation für mich?

Analysieren Sie die Wirkmechanismen der Digitalwirtschaft, prüfen Sie die Vor- und Nachteile für Ihren Betrieb. Grenzen Sie den Handlungsbedarf ein: Wie lege ich die Spielräume fest? Welche digitale Infrastruktur, die Sie ausbauen können, ist schon vorhanden? Wo müssen Sie neu ansetzen?

3. Für welche Bereiche meines Unternehmens kann es sich lohnen?

Führen Sie einen Basischeck in den einzelnen Bereichen Ihres Unternehmens durch, zum Beispiel in der Kommunikation, in der Logistik, bei den internen Prozessen, in der Infrastruktur oder in der Produktion. Wo lohnt es sich für Ihre Kunden, dass Sie den Prozess verändern?

4. Welche konkreten Ansatzpunkte gibt es?

Sie können die gesamte Kundenkommunikation wie Bestellungen, Liefer-, Vertrags- oder Preisvereinbarungen digital organisieren – zeit- und kostensparend. Einkauf, Transport sowie Lagerung lassen sich über EDV-Systeme steuern, Abstimmungsprozesse verringern und Engpässe bei der Kapazität vermeiden. Kaufmännische Abläufe, Dokumentenverwaltung und Personalmanagement, aber auch Zugang zum Unternehmen und Zugriff auf Daten bauen Bürokratie ab. Durch eine systematische Analyse und Vernetzung großer Datenmengen können Sie die Produktion effizienter gestalten.

5. Wie packe ich den digitalen Wandel an?

Erarbeiten Sie eine Digitalisierungsstrategie mit klar definierten Zeitbezügen und Instrumenten. Beziehen Sie eigene und externe (IT-)Spezialisten aktiv in die strategische Planung ein. Ermitteln Sie den technischen und personellen Bedarf für Ihr Vorhaben: Welche technische Ausstattung ist erforderlich? Definieren Sie Aufgaben und Akteure. Schaffen Sie angemessene Handlungsfelder.

6. Wie gehe ich bei der Umsetzung vor?

Planen Sie die nächsten Schritte: Prüfen Sie, welche Auswirkungen die Umstellung auf den Geschäftsbetrieb, aber auch die Auftraggeber und Abnehmer hat. Informieren Sie alle Beteiligten, und bereiten Sie Führungskräfte und Mitarbeiter auf die Veränderungen vor.

7. Wie stemme ich die personellen Ressourcen?

Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter, werben Sie aktiv für Ihre Digitalisierungsstrategie. Welche neuen Fachkräfte wären für die Umsetzung notwendig? Wie können Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Prozess einbinden? Welche Workshops, Coachings und Fortbildungen können Sie anbieten? Benötigen Sie externe Unterstützung?

8. Woher nehme ich das digitale Wissen?

Nutzen Sie eigene und externe Netzwerke zum Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer. Bleiben Sie im beständigen Dialog mit Partnern und Mitarbeitern. Welche Erfahrungen gibt es? Woran scheitert es? Digitale Transformation basiert auf Kommunikation.

9. Wie hoch sind die Kosten, und wie steht es um die Finanzierung?

Setzen Sie einen genauen Finanzierungsplan für Ihre digitalen Projekte auf. Informieren Sie sich – zum Beispiel bei Ihrem Sparkassen-Firmenkundenberater – über Angebote zur professionellen Begleitung Ihres Vorhabens. Klären Sie, welche Kosten anfallen werden, und wie Sie diese finanzieren. Wären Fördermittel von Förderbanken oder staatlichen Programmen für Ihr Vorhaben interessant? Oder sind flexible Asset-Finance-Instrumente wie Leasing, Mietkauf und Miete die richtige Basis für Ihr Investitionsvorhaben?

10. Wie begleite ich die Veränderung?

Positionieren Sie sich als Change Leader, und treiben Sie aktiv den digitalen Wandel voran. Etablieren Sie eine offene und transparente Unternehmenskultur. Holen Sie sich regelmäßig Feedback aus allen Bereichen, und fördern Sie den lebendigen Austausch. Welche Erfahrungen gibt es? Was funktioniert, was nicht? Lassen Sie die Veränderung zu – und planen Sie Umwege ein.


Hemmnisse für das Angehen von Digitalisierung

Digitaler Vorreiter werden

Können wir Ihnen bei der Digitalisierung Ihres Unternehmens weiterhelfen? Unsere Berater sind gern für Sie da.

Bitte wählen Sie Ihre Sparkasse aus:

Ist das nicht Ihre Sparkasse?