Sammeln allein reicht nicht

Warum aus Big Data erst Smart Data werden muss, damit Unternehmen profitieren

Unsere digitale Welt produziert mehr und mehr Daten. Doch nicht das bloße Sammeln und Speichern des Rohstoffs Big Data bringt Unternehmen voran. Vielmehr müssen sie die Informationen gezielt filtern und intelligent verknüpfen, um sie gewinnbringend nutzen zu können.

Stellen Sie sich vor: Die Mitarbeiter einer Ihrer Zulieferer in Asien planen einen Streik. Sie erfahren nicht erst von der Arbeitsniederlegung, wenn es soweit ist, sondern schon viel früher. Der Grund: Ihr Unternehmen nutzt ein intelligentes Wissensnetz, das relevante Informationen aus Nachrichtenportalen und sozialen Medien herausfiltert. Der Wissensvorsprung ermöglicht es Ihnen, rechtzeitig auf einen anderen Zulieferer auszuweichen und einen Produktionsausfall zu verhindern.

Relevante Informationen erreichen Entscheider oft zu spät

Big Data allein hätte in unserem Beispiel nicht viel gebracht. Die großen Mengen an aktuellen Informationen im Internet kann niemand überblicken. Die für das eigene Business relevanten Informationen erreichen die Entscheider in der Regel erst spät oder eher zufällig.

Indem die verfügbaren Daten aber intelligent gefiltert und mit anderen Daten verknüpft werden, entfalten sie einen konkreten Nutzen – und werden zu Smart Data. In diesem Fall helfen die smarten Daten, das Supply-Chain-Management zu optimieren.

Ein Wissensnetz, das solche geschäftsrelevanten Daten zur Verfügung stellen kann, wird in Deutschland entwickelt. Das sogenannte „Smart Data Web“ ist ein vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Leuchtturmprojekt. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, die Beuth Hochschule für Technik Berlin und andere Partner haben sich für die Entwicklung zusammengetan.

Smart Data als Schlüsselfaktor für digitale Innovation

So wie unser Leben immer digitaler wird, werden auch wirtschaftliche Entscheidungsprozesse immer abhängiger von der Verfügbarkeit digitaler Kompetenz und vom sinnvollen Umgang mit diesen Daten. Verwertbare Informationen aus großen Datenmengen zu filtern und sie zielgerichtet zu analysieren: Das sind Schlüsselfaktoren für digitale Innovation – und damit entscheidend für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft in der digitalen Zukunft. Keine Industrie 4.0 ohne Smart Data.

Schon heute nutzt ein Fünftel der deutschen Unternehmen Big Data, wie das Bundeswirtschaftsministerium im Monitoring-Report „Wirtschaft DIGITAL 2017“ berichtet. In den vergangenen Jahren ist auch die wirtschaftliche Nutzung von Smart-Data-Lösungen rasant gewachsen.

Erste Priorität: Bessere Steuerung von Prozessen

Die Smart-Data-Begleitforschung hat für eine Kurzstudie Unternehmen, die bereits eine Initiative für Big oder Smart Data umsetzen, nach dem erhofften Nutzen gefragt. Zwei Drittel erhoffen sich eine verbesserte Steuerung der operativen Prozesse. Die Optimierung strategischer Entscheidungen steht für 58 Prozent ganz oben auf der Wunschliste. Viele Befragte arbeiten zudem an der Möglichkeit, Kunden (51 Prozent) oder Markt und Wettbewerb (41 Prozent) besser zu verstehen sowie Produkte und Dienstleistungen entsprechend anzupassen beziehungsweise neu zu entwickeln (38 Prozent).

Erste Schritte: Smarte Orientierung für Mittelständler

Die Wissens- und Informationsplattform „Smart Data Forum“ bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen Orientierung im Bereich Smart Data. Haben Sie Fragen rund um die Finanzierung von Investitionen in neue Informationssysteme? Sprechen Sie Ihren Sparkassen-Berater an.

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