5+5 Wege in die Datensicherheit

So schützen Sie Smartphone, Tablet und Laptop vor Datendieben

Datendiebstahl, Hacker-Angriff, Cyber-Kriminalität … Immer häufiger hört man von diesen kriminellen Praktiken.
Wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie in diesen 5+5 Tipps.

5 Tipps gegen Angriffe aus der virtuellen Welt

Ein gutes Passwort ist die Grundlage für den Schutz der eigenen Daten. Klingt nach Binsenweisheit. Stimmt aber. Sie können jedoch weitaus mehr tun, um E-Mails, Fotos, Dokumente oder Kontakte vor Fremdzugriffen zu schützen. Hier sind  fünf weitere Tipps für Sie.

1. Updates einhalten

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Halten Sie Ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand. Vor allem Windows ist aufgrund der weiten Verbreitung in der Bevölkerung ein beliebtes Angriffsziel von Hackern und Datendieben. Nutzer von Linux oder Apple bleiben meistens verschont.

Windows-Nutzer, die nicht umsteigen möchten, können durch sichere Browser und Programme jedoch schon etwas für ihren Schutz tun. Hinter dem Browser Firefox steht eine Stiftung und kein Großkonzern. Der Programmcode ist für jedermann einsehbar. Es gibt sogar Wettbewerbe zur Fehlerbeseitigung. Entdecken Sie einen Fehler im Code, bekommen Sie von der Organisation Mozilla einen vierstelligen Betrag ausgezahlt. Grund dafür ist, dass Firefox stabil und sicher laufen soll.
Achten Sie nicht nur bei Ihrem Betriebssystem auf Aktualität, sondern ebenso bei allen Internet-Programmen. Dazu gehören zum Beispiel die Browser-Plug-ins, Flash, Java und Adobe Reader.

2. Öffentliche Hotspots meiden

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Es gibt immer mehr öffentliche WLAN-Hotspots, die Sie kostenlos nutzen können. Im Café, im Möbelhaus oder auch auf dem Bahnsteig der U-Bahn.

Was zunächst  toll klingt, ist jedoch gleichzeitig ein entschiedener Nachteil: Die Netze sind offen, so dass jeder sie nutzen kann. Aber eben auch Hacker oder Datendiebe.

Diese haben es in öffentlichen Netzen leicht. Sie können Daten abfangen, Ihre Kommunikation mitverfolgen oder Ihre Passwörter auslesen.

Gänzlich absichern können Sie sich nur, wenn Sie auf öffentliche WLAN-Verbindungen verzichten. Auf jeden Fall sollten Sie aber alles, bei dem Sie sehr sensible Daten angeben müssen – also zum Beispiel Online-Banking – nur in einem passwortgeschützten Netzwerk erledigen.

 

So surfen Sie sicher: mit dem „s“

Um zumindest etwas vorzusorgen, sollten Sie beim ungeschützten Surfen darauf achten, sichere Internetverbindungen zu nutzen. Überprüfen Sie, ob in der Browser-Zeile „https“ steht. Das „s“ am Ende steht für „secure“, also „sicher“.

 

Sie können das „s“ auch selber hinzufügen und die Seite dann neu laden. Ist das „https“ dann weiterhin zu sehen, unterstützt die Seite eine sichere Verbindung.

3. Merkwürdige Mails löschen

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Kennen Sie das? Sie öffnen Ihr E-Mail Postfach und sehen zahllose Spam-Mails. Gehören Sie zu den Personen, die sofort auf „Löschen“ drücken? Oder schauen Sie sich die Mails näher an?


Wir raten Ihnen: Seien Sie immer vorsichtig, wenn Sie Ihre elektronische Post öffnen. Kennen Sie den Absender nicht und der Inhalt der E-Mail ist nicht schlüssig, sollten Sie die Nachricht sofort löschen. Auch Anhänge wie „exe“, „com“, „bat“ oder „pif“ sind ein Indiz für die Hintertüren von Hackern. Öffnen Sie diese Anhänge nicht.

 

Auch sogenannte Phishing Mails gibt es immer wieder. Professionelle Datendiebe programmieren dafür E-Mails, die aussehen wie die von Ihrer Bank oder einem Online-Shop. Die Kriminellen versuchen, Sie mithilfe eines Links auf eine unsichere Webseite zu leiten. Dort können sie dann ungehindert auf Ihre Daten zugreifen. Oft erlauben Sie das mit dem Klick oder bereits selber.

4. Antivirus-Software einsetzen

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Schaffen Sie sich ein gutes Anti-Viren-Programm an. Moderne Security-Suiten erkennen sofort, wenn Bedrohungen ins System gelangen. Sie beobachten das Verhalten aller bestehenden Programme, bemerken Veränderungen und wissen bei der Installation eines neuen Programmes, ob dieses schadhaft ist oder nicht. Wichtig: Halten Sie Ihre Antivirus-Software aktuell.

5. Nutzen Sie nur legale Software

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Illegale Software kann nicht nur zur Strafanzeige führen, sondern erhöht auch die Anfälligkeit für Viren und Trojaner. Achten Sie also darauf, was Sie herunterladen. Dass eine Software gratis gibt, ist kein ausreichender Grund, um sie downzuloaden.

5 Tipps gegen Angriffe aus der realen Welt

Gerade haben Sie noch telefoniert. Doch beim Griff in die Hosentasche bemerken Sie: Ihr Smartphone ist verschwunden. Egal, wie sehr wir unsere Daten vor Angriffen aus dem Internet schützen – vor Angriffen oder Diebstahl in der realen Welt schützt uns das nicht. Es gibt jedoch auch hier einiges, das man tun kann, um es Kriminellen schwer zu machen:

1. Machen Sie Backups

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Wurde Ihr Smartphone, Tablet oder Notebook gestohlen? Ärgerlich, auch wegen all der Daten, die darauf gespeichert sind. Denn meistens befinden sich unzählige Erinnerungen auf Ihrem Gerät: Fotos des  letzten Geburtstags Ihres Mannes oder vom Traumurlaub in der Karibik.

 

Doch was können Sie tun, damit Sie auch im Falle eines Diebstahls an Ihre Daten kommen? Der einfachste Weg: Sichern Sie Ihre Daten auf einer externen Festplatte. Darauf können Sie in regelmäßigen Abständen  immer wieder ein Backup Ihrer Daten hinterlegen.

 

Tipp: Bewahren Sie die Festplatte an einem anderen Ort auf als Ihren Laptop oder das Tablet. Sichere Orte sind etwa das Bankschließfach – oder bei Ihren Freunden. Dann sollte die Festplatte aber passwortgeschützt sein. Eine Festplatte kostet je nach gewünschtem Volumen etwa 15 bis 150 Euro.

Die zweite Möglichkeit, um Ihre Daten zu sichern, ist die Cloud. So sind Ihre Daten sogar vor Katastrophen wie einem Brand oder einem Wasserschaden geschützt.  Schließlich lagern sie in Rechenzentren von Unternehmen wie Apple, Amazon, Google oder Microsoft.

 

Die Cloud können Sie ganz einfach und von überall über Ihren Internetbrowser aufrufen. In den meisten Fällen kostet die Nutzung Geld. Amazon nimmt für 50 Gigabyte 20 Euro im Jahr (außer Sie haben ein Premium-Abo für Prime). Bei Apple zahlen Sie für 50 Gigabyte zwölf Euro und bei Microsofts OneDrive kosten 100 Gigabyte Speicherplatz 24 Euro im Jahr. Dropbox ist bis zu einer bestimmten Datenmenge kostenlos. (Stand: Juli 2017)

2. Sichern Sie Ihre Geräte mit einem Passwort

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Sicher: Es bedeutet Mehraufwand, das eigene Handy oder den Laptop mit einem Passwort oder dem Fingerabdruck zu entsperren.

Aber Hand aufs Herz: Ihre Haustür schließen Sie auch ab, oder? Denn richtig ärgerlich wird es, wenn Kriminelle aufgrund eines fehlenden Schutzes  ganz einfach an Ihre privaten Nachrichten, Fotos oder Dokumente gelangen.

Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Geräte mit einem Passwort absichern. Je sicherer, desto besser!

 

Mit diesen Passwort-Tipps wird es Durchschnittshackern schnell lästig, an Ihren Geräten herumzupfuschen:

 

  • Setzen Sie mindestens zwölf Zeichen ein
  • Ihr Passwort kommt in keinem Duden vor
  • Nutzen Sie eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen
  •  Verwenden Sie nie das gleiche Passwort für mehre Anwendungen
  • Ändern Sie Ihr Passwort in regelmäßigen Abständen
  • Bewahren Sie Ihre Passwörter sicher und getrennt von Ihrem Computer oder Smartphone auf
  • Geben Sie Ihre Passwörter nicht an Dritte weiter
  • Achten Sie darauf, sich immer auszuloggen
  • Nutzen Sie einen Bildschirmschoner mit Passwortabfrage

 

Absolut tabu sind Passwörter mit Namen von Familienmitgliedern, Haustieren, besten Freunden, Geburtsdaten oder Wiederholungsmustern wie beispielsweise "1234abcd".

 

Denn bei sogenannten Wörterbuchangriffen probieren Hacker mit einer Software in Sekundenbruchteilen bereits gehackte Passwörter und Wörterbucheinträge aus. Auch Abwandlungen können diese Programme erkennen. Das dauert meistens nur wenige Sekunden.

3. Schließen Sie Ihren Laptop an

Wird Ihnen der Laptop geklaut, wird es doppelt ärgerlich. Zum Datenverlust ist nun auch noch die teure Hardware verschwunden. Unser Tipp: Sorgen Sie mit einem Laptop-Schloss vor und schließen Sie Ihr Gerät an einem festen Gegenstand an. Es empfiehlt sich, statt des Schlüssels ein Zahlenschloss zu verwenden Diese Schlösser gibt es bereits ab zehn Euro in jedem Elektronikfachhandel.

Zwar können Diebe Ihren Laptop aus der Plastikverkleidung herausreißen. Das Schloss ist jedoch in vielen Fällen Abschreckung genug.

4. Suchen Sie Ihr Gerät mit einem GPS-Tracker

Ihr Gerät wurde bereits gestohlen? Auch für diesen Fall gibt es eine Lösung. Denn Sie können  Ihren Laptop oder Ihr Handy via Ortung finden.


Die Ortung bei iOS: Falls Sie Besitzer eines Apple-Produkts sind, können Sie Ihr Gerät leicht und kostenlos orten. Dafür müssen Sie die Einstellung "Mein iPhone suchen" auf Ihrem Gerät zulassen.

Wird Ihr iPhone gestohlen, rufen Sie die Webseite icloud.com auf und loggen sich mit Ihrer Apple-ID ein. Klicken Sie auf "Mein iPhone suchen", danach zeigt Ihnen iCloud den aktuellen Standort Ihrer Geräte an. Sollte es in der unmittelbaren Nähe sein, können Sie einen Ton abspielen lassen, um es leichter zu finden. Ist es gestohlen worden, können Sie es über die Funktion "Modus Verloren" mit einem neuen PIN-Code sperren.

Die Ortung bei Android: Klicken Sie in den Einstellungen auf Ihrem Android-Gerät auf „Standort“ – „Standortzugriff erlauben“ – „Standort ein“. Zusätzlich müssen Sie Ihren Android-Gerätemanager aktivieren. Das machen Sie in Ihren Einstellungen unter den Menüpunkt "Sicherheit" und "Geräteadministratoren". Suchen Sie nach Ihrem Smartphone, rufen Sie google.com/android/devicemanager auf. Auch hier lassen sich Geräte aus der Ferne überwachen und sperren.

5. Versichern Sie sich gegen Diebstahl

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Ja, Sie können Ihre Daten sicherer machen. Ja, Sie können auch Ihren Laptop anschließen, um zu verhindern, dass er geklaut wird. Zu 100 Prozent können Sie sich gegen Diebstahl jedoch nicht absichern. Jeden Tag werden ungefähr 600 Smartphones geklaut. Auch Laptops oder Tablets sind beliebtes Diebesgut. Sie sind klein, leicht und daher leicht verschwunden. Zudem bringen Sie hohe Preise beim Weiterverkauf.

 

Um nicht auf den Kosten für eine Neuanschaffung sitzen zu bleiben, kann sicher daher eine Versicherung gegen Diebstahl lohnen. Die ist häufig optional zuwählbar bei einer Handyversicherung. Die Versicherung deckt dann auch Schäden ab, falls Ihnen Ihr Gerät herunterfällt oder Sie Kaffee darauf verschütten.