Bankarbeitstag

Kurz & knapp:

An einem Bankarbeitstag öffnen Finanzinstitute für Ihre Kunden und führen Buchungen durch.   

Was ist ein Bankarbeitstag?

Banken und Sparkassen führen Buchungen und Überweisungen ausschließlich an Bankarbeitstagen durch. Das gilt auch für Beratungsgespräche in den Filialen. Wie lange an einem Bankarbeitstag gearbeitet wird, legen die Finanzinstitute eigenständig fest. Informieren Sie sich deswegen im Vorhinein über die Öffnungszeiten Ihrer Sparkasse. Bargeldloses Zahlen und Geldabheben ist davon unabhängig zu jeder Tageszeit- und Nachtzeit möglich. 

Zählen Samstag und Sonntag als Bankarbeitstage?

Samstag und Sonntag gelten nicht als Bankarbeitstage. In dieser Hinsicht unterscheidet sich der Bankarbeitstag vom Werktag. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Banken nehmen von Montag bis Freitag Kundengespräche entgegen. Nur in diesem Zeitraum werden Buchungen durchgeführt. Zahlungen, die Sie am Wochenende in Auftrag geben, werden daher erst am folgenden Geschäftstag gebucht.

Überweisungen dauern innerhalb Deutschlands generell einen Bankarbeitstag. Sollten Sie auf Ihr Gehalt warten, kann sich die Zahlung aufgrund eines Wochenendes oder von Feiertagen verschieben. Möchten Sie eine Überweisung ins Ausland tätigen, sollten Sie besonders bei Ländern mit Fremdwährungen einen Zeitpuffer einplanen. 

Gilt das auch für Echtzeitüberweisungen?

Echtzeitüberweisungen funktionieren rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Möchten Sie am Wochenende noch schnell eine Überweisung tätigen, dann erreicht das Geld in Sekundenschnelle das Konto des Empfängers. Echtzeitüberweisungen sind in alle Länder des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) möglich. 

Was ist der 15. Bankarbeitstag?

Besonders in Zeitarbeitsfirmen ist es üblich, am 15. Bankarbeitstag des Monats den Lohn zu zahlen. Der 15. Bankarbeitstag ist nicht zwangsläufig der 15. des Monats. Das kann je nach Monat variieren. Bis zu diesem Tag sollte allerdings Ihr Lohn auf dem Konto sein. 

Welche Tage gelten als Bankfeiertag?

An Bankfeiertagen tätigen die Finanzinstitute keine Buchungen. Die Bankfeiertage stimmen nicht immer mit den gesetzlichen Feiertagen überein. Zum Beispiel gelten sowohl der 24. Dezember als auch Silvester als komplette Bankfeiertage. Beachten Sie in Deutschland auch die regionalen Feiertage.

Diese Bankfeiertage gelten bundesweit:

  • Neujahr (1. Januar)
  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • Tag der Arbeit (1. Mai)
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober)
  • Heiligabend (24. Dezember)
  • 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember)
  • 2. Weihnachtsfeiertag (26. Dezember)
  • Silvester (31. Dezember)

Sofern der 30. Dezember nicht auf das Wochenende fällt, ist er der letzte Bankarbeitstag des Jahres. 

Was ist ein TARGET2-Feiertag?

Für die EZB und die Volkswirtschaft aller EU-Staaten ist es wichtig, dass im Euroraum der Geldfluss über die Grenzen hinaus reibungslos funktioniert. Dafür gibt es das TARGET2-Zahlungssystem. Es ermöglicht den Banken im EU-Raum, einander Geld in Echtzeit zu überweisen. TARGET2 steht für die zweite Generation des Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System. Die Plattform ist Eigentum des Eurosystems. An TARGET2-Geschäftstagen werden SEPA-Zahlungen gebucht.

Die TARGET2-Feiertage unterscheiden sich geringfügig von den bundesweiten Feiertagen. Gesetzliche Feiertage, die keine TARGET2-Tage sind:

  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Tag der Deutschen Einheit

Jede SEPA-Lastschrift beinhaltet ein Fälligkeitsdatum. Ist dieses beispielsweise der 3. Oktober, wird die Buchung trotz des nationalen Feiertags durchgeführt.