Eine Welt. Eine Jugend. Ein Traum.

Gemeinsam siegen bei den Youth Olympic Games

Wenn Anfang Januar 2020 die Olympischen Jugend-Winterspiele starten, fiebert eine Athletin besonders mit: Leni Wildgrube. Die Potsdamerin hat bei den Youth Olympic Games 2018 Gold geholt und weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll diese Veranstaltung für junge Olympioniken ist.

Leni Wildgrube strahlt immer noch, wenn sie über ihre Goldmedaille bei den Youth Olympic Games in Buenos Aires spricht. Dort schaffte sie 2018 im Stabhochsprung fast 4,20 Meter – trotz Regen. Jetzt drückt sie ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Wintersportdisziplinen die Daumen.

Es ist eines der größten Gefühle überhaupt, an solch einer Veranstaltung teilzunehmen und olympische Luft zu schnuppern. Das gönne ich allen Teilnehmenden von Herzen.

Die 18-Jährige sagt über ihre Teilnahme: „Für mich waren die drei Wochen in Buenos Aires die beste Zeit meines Lebens. Nicht nur wegen meines Erfolgs. Ich habe so viele tolle Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt.“

Mehr als Medaillen und Wettkampf

Leni Wildgrube in ihrer Disziplin Hochsprung

Dieser Aspekt war bei der Entstehung der Youth Olympic Games übrigens zentral: Es sollte nicht nur um Medaillen und Wettkampf zwischen den Ländern gehen, sondern auch um Begegnung, Austausch und Begeisterung. Dafür gibt es ein Programm parallel zu den Spielen, bei dem die Jugendlichen verschiedene Kulturen kennenlernen und sich weiterbilden können.

„Diese Begegnungen haben mir persönlich wahnsinnig viel Spaß gemacht“, betont Leni. „Wir hatten alle ein Armband mit einem Chip, in dem Name, Sportart und Mailadresse gespeichert waren. Die konnten wir aneinanderhalten und so unsere Daten austauschen.“

Olympische Luft schnuppern

Für Leni sind die Youth Olympic Games für die Athletinnen und Athleten zwischen 14 und 18 Jahren eine wichtige Station auf dem Weg zu den „großen“ Spielen. „Dort lernen wir Wettkampf-Routine und werden noch motivierter.“

Dabei laufen die Youth Olympic Games ähnlich ab wie die Spiele der Erwachsenen: Es gibt Eröffnungsfeiern, Medaillen, einen Fackellauf und Wettkämpfe in ähnlichen Disziplinen. Im Winter wird in den typischen acht Sportarten um den Sieg gerungen und im Sommer in 28 Sportarten.

In Buenos Aires waren fast 4.000 Sportlerinnen und Sportler aus 206 Ländern dabei. Sie traten in 241 Wettbewerben und 36 Disziplinen an. Dabei feierten neue olympische Sportarten wie Klettern, Speedskating, Karate und Breakdance ihre Premiere.

Optimale Vorbereitung an den Eliteschulen des Sports

Die deutschen Teilnehmenden waren mit neun Medaillen sehr erfolgreich. Allein sieben davon gewannen Athleten von den Eliteschulen des Sports.

„An den Eliteschulen herrschen einfach ideale Voraussetzungen für den Leistungssport“, erklärt Leni Wildgrube dieses Ergebnis. 

Unser Talent und Ehrgeiz, aber auch unser Spaß am Sport werden dort optimal gefördert. Wir können uns auf unsere Disziplin konzentrieren, und alle nehmen Rücksicht – auch die Schule.

Aufgrund ihrer Goldmedaille in Buenos Aires und weiterer Goldmedaillen bei den Deutschen und den Europameisterschaften im selben Jahr wählten ihre Schulkameraden von der Sportschule Friedrich Ludwig Jahn in Potsdam Leni zur Sportlerin des Jahres. „So kam ich in den Pool für die Eliteschüler des Jahres – und wurde tatsächlich Anfang 2019 als Eliteschülerin des Jahres ausgezeichnet“, freut sie sich.

Wertvolle Unterstützung der Sparkassen

Leni Wildgrube im Gespräch

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Sparkassen-Finanzgruppe zeichnen seit 2009 jährlich die „Eliteschüler des Sports“ aus. Damit werden sie für ihre Leistungen belohnt und sind zugleich Vorbilder für alle Schüler an den Eliteschulen des Sports.

Leni Wildgrube ist nicht nur für diese Auszeichnung dankbar, sondern auch für die finanzielle Unterstützung, die die Eliteschulen des Sports von den Sparkassen erhalten. „Sie trägt wesentlich dazu bei, dass wir uns dort so sehr auf unseren Sport konzentrieren können“, sagt sie.

Auch der Breitensport profitiert von den Sparkassen: „Es gibt wahrscheinlich kaum einen Verein, der nicht von ihnen gefördert wird“, sagt Leni.

Die junge Leistungssportlerin misst auch dieser Unterstützung besondere Bedeutung bei: „So wie an den Eliteschulen trainieren Kinder und Jugendliche in den Vereinen gemeinsam. Das macht viel mehr Spaß und motiviert zusätzlich“, erklärt sie.

„Wer gleiche Ziele hat, unterstützt sich automatisch – auch wenn wir im Wettkampf dann gegeneinander antreten.“ Das habe auch positiven Einfluss auf das Leistungsniveau der Spitzensportler.

Gleichstand bei den Olympischen Jugend-Winterspielen

Wenn im Januar 2020 die Winterspiele starten, schickt der Deutsche Olympische Sportbund 91 Athletinnen und Athleten nach Lausanne. Insgesamt gehen 1.880 Jugendliche aus 70 Ländern an den Start.

Die Spiele werden nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Frankreich ausgetragen. 81 Entscheidungen in 16 Disziplinen in den Sportarten Biathlon, Monobob, Nordische Kombination, Ski Alpin, Skilanglauf, Skispringen, Ski Freestyle und Rodeln stehen auf dem Programm.

Dabei strebt das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine Gleichstellung der Geschlechter an – und erhöht zu diesem Zweck die Anzahl der Teilnehmenden. Dieser Aspekt gilt aber nicht nur zahlenmäßig: Bei den Mädchen werden erstmals Wettbewerbe im Doppelsitzer-Rodeln und in der Nordischen Kombination durchgeführt. Vorgesehen ist auch ein Eishockeyturnier mit gemischten Teams.

Dieser Schritt zeigt, wie wichtig ethische Werte im Spitzensport sind. Neben Leidenschaft, Erfolg und Fairplay zählen auch Teamplay, Stolz und Respekt.


Sportförderung der Sparkassen

Die Sparkassen sind seit vielen Jahren einer der „Top Partner Team Deutschland“. Ganz gleich ob Olympische Jugendspiele, Olympische oder Paralympische Spiele, Deutsche, Europa- oder Weltmeisterschaften – wenn Athletinnen und Athleten Höchstleistungen erbringen, dann tun sie dies mit einem starken und verlässlichen Partner an ihrer Seite.

Mit rund 90 Millionen Euro setzt sich die Sparkassen-Finanzgruppe für den Sport in Deutschland ein und ist damit Deutschlands nicht-staatlicher Sportförderer Nummer 1. Die Institute und Verbundpartner sind in allen wesentlichen Bereichen des Sports engagiert – im Breitensport, Behindertensport, Spitzensport und in der Nachwuchsförderung.

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