Darum öffnen wir im Dezember 24 Türchen

7 spannende Fakten über den Adventskalender

Die ersten Weihnachtsmärkte haben bereits ihre Tore geöffnet und die Geschenkejagd ist gestartet. Wer sich schon vor Heiligabend eine Freude bereiten will, greift gerne zum Adventskalender. Was steckt hinter dem Brauch – und gibt es den in anderen Ländern auch?

Ein kleiner Junge öffnet ein Adventskalendertürchen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Adventskalender sind ein christlicher Brauch und existieren seit dem 19. Jahrhundert – damals noch in anderen Ausführungen. Heutzutage sind Adventskalender vom christlichen Glauben weitestgehend losgelöst.
  • In Deutschland geben die Menschen im Durchschnitt vier bis 20 Euro für Adventskalender aus. Schokolade ist der Klassiker und am beliebtesten – nicht nur bei Kindern.
  • Türchen öffnen geht auch nachhaltig. Viele Unternehmen bieten umweltfreundliches Verpackungsmaterial und ressourcenschonende Geschenke an. Selbstgebastelte Kalender können ebenfalls ökologisch wertvoll sein. 

1. Von Bildern und Strichen bis zu 24 Türchen

Seit dem 19. Jahrhundert gehören Adventskalender zur christlichen Tradition. Der erste selbstgemachte Kalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Jedoch gab es damals noch keine Pappkartons mit 24 Türen. Stattdessen hängten Familien 24 Bilder auf oder legten Strohhalme in eine Krippe bis zum Heiligen Abend. Auch Adventskerzen, die jeden Tag bis zu einer bestimmten Grenze abgebrannt wurden, gab es in den Haushalten.  

Heutzutage ist der Adventskalender weitgehend von der Kirche losgelöst und wird von vielen Familien einfach als schöner Brauch fortgeführt. Daher sind Adventskalender mittlerweile weltweit verbreitet und kommerzialisiert. 

2. Nichts geht über Schokolade

Beim Konsum von Schokoladenwaren in Europa liefern sich Deutschland und die Schweiz ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz. Aus einer Statistik von 2019 geht hervor, dass in der Schweiz pro Person jedes Jahr 9,9 Kilogramm und in Deutschland 9,2 Kilogramm Schokolade verdrückt werden. Kein Wunder, dass der Schokoladenadventskalender hierzulande nicht nur ein Klassiker, sondern auch am beliebtesten ist. 

3. Keine Preisgrenze in Sicht

Ob für kleines Geld oder zum mehrstelligen Euro-Bereich – Adventskalender kennen keine Preisgrenze. Im Schnitt werden in Deutschland jedoch vier bis 20 Euro für einen Kalender ausgegeben. Das geht aus einer Datenerhebung des Marktforschungsinstituts POSpulse aus dem vergangenen Jahr hervor. Rund 16 Prozent der Befragten greifen mit 20 bis 40 Euro etwas tiefer in die Tasche. Gefolgt von etwa 10 Prozent, die zwischen 40 und 100 Euro für einen Kalender ausgeben würden. Allerdings gibt es auch ein paar Wenige, denen Adventskalender 100 Euro und mehr wert sind.  

Der teuerste Adventskalender kam 2020 aus Köln. Ein Kölner Uhrenhändler fertigte einen Kalender mit 24 Luxusuhren an – darunter einige Raritäten. Interessenten für den 2,5 Millionen Euro teuren Kalender waren schnell gefunden. Die Anfragen kamen aus Russland und dem Nahen Osten.

4. Für jeden etwas dabei

Die Vielfalt an Adventskalendern ist heutzutage beeindruckend – und manchmal ein wenig verwunderlich. Von Spiel und Spaß bis hin zu Leckereien jenseits der Schokoladenfabrik können Sie sich alle Wünsche erfüllen. Egal ob Exit-Game, Hörspiel, Bücher oder alkoholische Getränke – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Für Hund und Katze gibt es mittlerweile Adventskalender mit kleinen Spielzeugen oder Leckerlis. Selbst vom Hanf-Boom lassen sich Unternehmen inspirieren und erstellen teilweise nicht ganz so günstige Kalender, die jedes Stonerherz höherschlagen lassen.

5. Adventskalender gehen auch nachhaltig

Wir müssen nachhaltiger leben und unseren Konsum reduzieren. Viele Unternehmen haben sich deshalb zum Vorsatz genommen, ressourcenschonende und nachhaltige Adventskalender zu produzieren. Mit Verpackungsmaterial aus Zellulose oder Graspapier wird Plastik ersetzt und umweltschädlicher Müll vermieden.

Auch Sie können etwas zu einer sauberen Umwelt beitragen. So bieten sich Stoffsäckchen als Alternative zu Plastikverpackungen an. Diese können Sie problemlos im nächsten Jahr wiederverwenden. Befüllen können Sie Ihren selbstgemachten Adventskalender mit allerlei nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten – beispielsweise vegane Fairtrade-Süßigkeiten, Bio-Kosmetika oder Produkte aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen. Zu kaufen gibt es solche Kalender ebenso. 

6. Keine Ländersache

Während in der Vergangenheit Adventskalender als deutsche oder österreichische Tradition galten, werden diese seit einigen Jahren auch in anderen Ländern immer beliebter. Das liegt vor allem daran, dass sich der Adventskalender mit der Zeit vom religiösen Brauchtum losgelöst hat und kommerzieller wurde. Seitdem verbreiten sich die 24 Türchen auf der ganzen Welt – darunter in Australien und China. 

7. Klare Favoriten

Deutschland ist beim Schokoladenkonsum ganz vorne mit dabei. Dass Adventskalender mit Schokoladenfüllung laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov aus dem Jahr 2018 bei 71 Prozent der 1.119 Befragten am beliebtesten sind, ist daher wenig überraschend. Allerdings stehen andere Süßigkeiten ebenfalls hoch im Kurs. 27 Prozent freuen sich über selbstgewählte, kleine Geschenke. 22 Prozent kaufen gerne Adventskalender mit Spielzeug und 17 Prozent sind von Kosmetik begeistert. Am unbeliebtesten sind Kalender mit Erotikartikeln und Werkzeug. 

(Stand 12.11.2021)


Mit mehr Abstand als gewohnt. Aber genauso nah. Erreichen Sie jetzt Ihre Sparkasse vor Ort.