
Kontokorrentkredit¹
Schnelle Liquidität
Hohe Flexibilität
Transparente Konditionen
Die Kreditlinie für Ihr Tagesgeschäft
¹ Hierbei handelt es sich um eine eingeräumte Kontoüberziehung.
Definition: Das bringt die Kreditlinie fürs Business
Der Kontokorrentkredit [1]ist eine flexible Kreditlinie, mit der Sie Ihr Geschäftskonto bei Bedarf bis zu einem vereinbarten Limit überziehen können. Ist die Kreditlinie einmal eingerichtet, können Sie sie jederzeit ganz oder teilweise nutzen, ohne jede Nutzung neu zu beantragen. Ideal, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken!
Ihre Vorteile mit einem Kontokorrentkredit:
- Mehr Liquidität
Ist die Kreditlinie einmal bewilligt, können Sie sie jederzeit nutzen. Das gibt zusätzlichen finanziellen Spielraum.
- Flexible Rückzahlung
Während bei Darlehen monatliche Raten fällig werden, können Sie den Kontokorrentkredit so zurückzahlen, wie es in Ihre Finanzplanung passt.
- Bequeme Nutzung über das Geschäftskonto
Einmal eingerichtet, brauchen Sie keinen Kreditantrag mehr zu stellen. Sie nutzen die Kreditlinie fürs Geschäftskonto so, wie Sie es gerade brauchen.
Sie möchten einen Kontokorrentkredit beantragen?
Die flexible Kreditlinie für Ihr Geschäftskonto
Einer Ihrer Kunden hält die Zahlungsfrist nicht ein. Eine Lieferantin bietet Ihnen ein ausgezeichnetes Skonto. Oder Sie brauchen kurzfristig Geld, um einen Engpass zu überbrücken. Häufig ist in solchen Situationen schnelles Handeln gefragt. Unternehmen greifen in solchen Fällen gern auf die gebilligte Kreditlinie Ihres Geschäftsgirokontos zurück: den Kontokorrentkredit.
Haben Sie diesen einmal beantragt und er wurde genehmigt, müssen Sie ihn nicht jedes Mal erneut beantragen. Vergleichbar ist der Kontokorrentkredit in dieser Hinsicht mit dem Dispositionskredit (auch: Dispokredit) [1], den viele vom privaten Girokonto kennen.
Der Kontokorrentkredit bietet Ihnen die Sicherheit, im Hintergrund über liquide Mittel zu verfügen, die Sie im Zweifel schnell und flexibel einsetzen können. Er eignet sich vor allem, um offene Forderungen kurzfristig zu finanzieren oder zu überbrücken. Der Zinssatz ist normalerweise höher als bei mittel- und langfristigen Krediten. Daher lohnt es sich, vorab zu prüfen, welche Zinskosten entstehen und mit anderen Finanzierungen zu vergleichen.
Vergleich: Kontokorrentkredit versus Investitionskredit
Kontokorrentkredit und Investitionskredit unterscheiden sich vor allem in Bezug auf Zweck, Laufzeit, Rückzahlung und Zinshöhe. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Merkmale übersichtlich zusammen.
3 Beispiele: Wofür der Kontokorrentkredit geeignet ist
- Kurzfristige Zahlungsengpässe überbrücken
Ein Handwerksbetrieb hat einen größeren Auftrag erledigt. Die Rechnung ist gestellt. Der Kunde erfüllt jedoch nicht das Zahlungsziel von 30 Tagen. Das Handwerksunternehmen muss dennoch seine Angestellten bezahlen. Mit dem gebilligten Kontokorrentkredit überzieht der Betrieb dafür kurzfristig das Geschäftskonto. Nach 40 Tagen geht schließlich die Kundenzahlung ein und tilgt die eingeräumte Kontoüberziehung.
- Großbestellung finanzieren, um Auftrag zu erfüllen
Ein Handelsunternehmen erhält eine unerwartet große Kundenbestellung. Dafür muss es Ware beim Lieferanten vorfinanzieren. Das Unternehmen ruft kurzfristig 15.000 Euro aus der eingeräumten Kontokorrentlinie ab und kauft die Ware sofort ein. Es gleicht das Geschäftskonto wieder aus, sobald die Endkundin die Rechnung bezahlt.
- Skonto beim Lieferanten nutzen
Ein Lieferant bietet 5 Prozent Skonto, wenn die Rechnung innerhalb von 10 Tagen bezahlt wird. Sonst ist der volle Betrag nach 30 Tagen fällig. Das Unternehmen nutzt den Kontokorrentkredit, um dem Lieferanten sofort Geld überweisen zu können. So erhält es den Rabatt. Anhand des Skontorechners hat es vorab berechnet, dass es damit mehr Geld spart, als an kurzfristigen Zinsen für den Kontokorrentkredit anfällt.
In 4 Schritten: Kontokorrentlinie beantragen
- Unterlagen vorbereiten
Aktuelle Geschäftszahlen und Unterlagen erleichtern Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin eine schnelle Entscheidung.
- Bedarf ermitteln
Überschlagen Sie bereits im Vorfeld, wie hoch Ihr Bedarf beim Kontokorrentkredit ist. Ihre Beraterin oder Ihr Berater informiert Sie gern über die Möglichkeiten.
- Kontokorrentkredit beantragen
Beantragen Sie auf Grundlage der Beratung und mit den vorbereiteten Unterlagen Ihren Kontokorrentkredit.
- Zusage erhalten
Ihr Kontokorrentkredit wird nun geprüft und gegebenenfalls bewilligt.
Hinweis: Da der Kontokorrentkredit eine Kreditlinie darstellt, die Ihnen Ihre Sparkasse in der Regel dauerhaft zur Verfügung stellt, muss Ihr Unternehmen bestimmte Vorgaben erfüllen. So wird zum Beispiel die Bonität geprüft, da diese maßgeblich über die mögliche Höhe der Kreditlinie entscheidet.
Wir beraten Sie gern
Häufige Fragen zum Kontokorrentkredit
Kontokorrent bezeichnet das laufende Abrechnungsverhältnis auf einem Konto: Alle Buchungen werden fortlaufend verrechnet. Zu bestimmten Terminen werden Zinsen und Saldo festgestellt. Die Überziehungsmöglichkeit ist davon zu unterscheiden: Sie entsteht erst durch eine vereinbarte Kreditlinie – den Kontokorrentkredit – auf dem Geschäftskonto.
- Ein Kontokorrentkredit dient dazu, kurzfristige Liquiditätsengpässe im Unternehmen zu überbrücken.
- Er kann dabei helfen, die eigene Zahlungsfähigkeit zu sichern, wenn Kundinnen oder Kunden später zahlen.
- Er kann genutzt werden, um Skonto zu ziehen oder kurzfristige Chancen über einen geringen Zeitraum zu finanzieren.
Angenommen, Sie müssen dringend eine Rechnung über 8.000 Euro bezahlen. Auf dem Geschäftskonto befindet sich jedoch aktuell nur ein Guthaben von 5.000 Euro. Allerdings haben Sie eine Kontokorrentlinie von 3.000 Euro. Das bedeutet: Sie können per Online-Banking die Rechnung bequem und vollständig begleichen. Durch die Kontokorrentlinie rutscht Ihr Geschäftskonto dabei um 3.000 Euro ins Minus (5.000 Euro – 8.000 Euro = –3.000 Euro). Sobald wieder Geld auf dem Konto eingeht, reduziert sich automatisch der negative Betrag auf dem Konto – bis er ausgeglichen ist.
Wichtig: Für den Zeitraum, den Ihr Konto im Minus ist, zahlen Sie Zinsen. Diese sind in der Regel höher als bei Ratenkrediten. Daher sollten Sie einen Kontokorrentkredit nur kurzfristig verwenden. Brauchen Sie mittel- bis langfristig einen Kredit, gibt es oft günstigere Möglichkeiten. Die Firmenkundenprofis Ihrer Sparkasse beraten Sie gern.
Für den Kontokorrentkredit gibt es keinen vertraglich festgelegten Tilgungsplan. Sie zahlen die Summe zurück, indem Sie das jeweilige Konto wieder ausgleichen. Zinsen fallen an, solange das Konto „im Minus“ ist.
Da die Kontokorrentlinie in erster Linie eine kurzfristige Perspektive bietet, sollten Sie prüfen, ob in der mittleren oder langen Frist andere Finanzierungsmöglichkeiten sinnvoll sind. Ihr Sparkassen-Firmenkundenberater oder Ihre -Firmenkundenberaterin steht Ihnen in dieser und weiteren Fragen zur Verfügung.
Ein Ratenkredit stellt Ihnen einen festen Kreditbetrag zur Verfügung – häufig für eine konkrete Anschaffung, teilweise auch frei verwendbar. Sie zahlen ihn über einen festen Tilgungsplan in gleichbleibenden Raten zurück. Die Zinsen sind in der Regel niedriger als beim Kontokorrentkredit. Oft sind sie fest vereinbart. Für mittel- bis langfristige Finanzierungen eignet sich ein Ratenkredit daher meist besser. Der Kontokorrentkredit dagegen ist eine flexible Kreditlinie auf dem Konto. Er eignet sich vor allem, um kurzfristige Engpässe zu überbrücken oder Zahlungen schnell zu leisten.
Ein Dispokredit ist die von der Sparkasse oder Bank eingeräumte, flexible Überziehungsmöglichkeit auf dem Girokonto für Privatkunden. Ein Kontokorrentkredit ist ebenfalls eine flexible Kreditlinie, wird aber typischerweise für Unternehmen und Selbstständige auf ihrem Geschäftskonto eingeräumt.
Beide funktionieren wie ein Kreditrahmen, den man je nach Bedarf nutzt und zurückführt. Unterschiede liegen vor allem in Zielgruppe, Zweck und häufig auch in der Vertragsgestaltung. Im Alltag wird „Dispo“ oft als private Form des Kontokorrentkredits verstanden.
„Kontokorrent“ bedeutet auf dem Kontoauszug meist, dass es um die laufende Verrechnung aller Buchungen auf dem Konto geht. Soll und Haben wird also fortlaufend gegeneinander gerechnet. Oft bezieht es sich auch auf Zinsen und Abschlussbuchungen aus einem Kontokorrent- bzw. Überziehungsrahmen.
Ein Girokonto ist ein laufendes Zahlungskonto für den täglichen Zahlungsverkehr. Ein Kontokorrentkonto ist ein Konto, das im Kontokorrent geführt wird, also mit laufender Verrechnung der Buchungen und regelmäßiger Saldo- und Zinsabrechnung. Eine Überziehungsmöglichkeit entsteht erst, wenn zusätzlich eine Kreditlinie vereinbart ist – beim Geschäftskonto als Kontokorrentkredit, beim privaten Girokonto als Dispositionskredit [1].





