Unternehmensnachfolge langfristig planen und erfolgreich umsetzen

Geben Sie Ihre Lebenswerk mithilfe kompetenter Partner in gute Hände

Der deutsche Mittelstand hat ein Nachfolgeproblem. In den kommenden Jahren werden Hunderttausende Unternehmen einen neuen Inhaber suchen. Die Nachfolge innerhalb der eigenen Familie nimmt ab, der Anteil externer Übergaben wird allein demografisch bedingt weiter zunehmen. Damit Sie Ihr Lebenswerk beruhigt in gute Hände geben können, beraten und unterstützen wir Sie gemeinsam mit unseren kompetenten Partnern beim kompletten Planungs- und Übergabeprozess und helfen bei der Nachfolgeregelung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Suche nach Nachfolgerinnen und Nachfolgern wird für scheidende Unternehmerinnen und Unternehmer zur immer größeren Herausforderung.
  • Eine Unternehmensnachfolge sollte langfristig und mithilfe professioneller Partner geplant und umgesetzt werden.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Unternehmensnachfolge.
  • Der Prozess der Unternehmensübergabe kann in 6 Phasen eingeteilt werden: Wir stehen Ihnen während der gesamten Zeit zur Seite.

Auf den Mittelstand kommt eine Nachfolgewelle zu

Ein Großteil der scheidenden Unternehmensgeneration wird sich im Laufe der kommenden 10 bis 15 Jahre aus dem Erwerbsleben zurückziehen.

Die Autorinnen und Autoren des „Nachfolgeminitor 2019“ gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2023 über eine halbe Million Unternehmen altersbedingt übergeben werden sollen.


Sie möchten Ihre Unternehmensübergabe planen und angehen? Sprechen Sie uns jederzeit an. Wir sind für Sie da!


Herausforderungen der Unternehmensnachfolge nehmen zu

Das Finden einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers für eine Firma hat eine zentrale Bedeutung – nur so kann eine Unternehmensstilllegung vermieden werden. Allerdings nehmen die Herausforderungen seit einigen Jahren diesbezüglich zu.

Familiennachfolge ist rückläufig

Bei der Übernahme innerhalb der Familie ist ein rückläufiger Trend zu beobachten. Laut „KfW-Gründungsmonitor 2017-2020“ fanden im Jahr 2019 34 Prozent der Übernahmen durch Familienmitglieder statt. Im Jahr 2016 waren es noch 41 Prozent.

Die jüngere Generation fremdelt heutzutage häufiger mit den alten Strukturen oder fürchtet das wirtschaftliche Risiko der Selbstständigkeit. Viele Menschen möchten ihre berufliche Zukunft lieber nach individuellen Vorstellungen gestalten oder sehen ihre Chancen eher in etablierten Unternehmen als im Familienbetrieb.

Demografischer Wandel

Auch die demografische Schieflage trägt ihren Teil dazu bei. Während die Zahl der zur Übergabe anstehenden Unternehmen in den nächsten Jahren weiter ansteigen dürfte, sinkt die Zahl potenzieller Unternehmensnachfolgerinnen oder -nachfolger aufgrund des Geburtenrückgangs bei jüngeren Generationen. Kamen im Jahr 2002 noch 2,6 Menschen zwischen 20 und 54 Jahre auf einen Menschen zwischen 55 und 70 Jahre, so werden es nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2030 nur noch 1,8 junge Menschen sein.

Wirft man beispielsweise einen Blick in die Nachfolgebörse „next-change“, ist das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage gut zu erkennen: dort stehen aktuell 4263 zum Verkauf stehenden Unternehmen gerade einmal 1597 Kaufgesuche gegenüber (Stand: 31.05.2021).

Nachfolgeplattform "nexxt-change" hilft Ihnen bei der Suche

Die Plattform nexxt-change will nachfolgeinteressierte Unternehmerinnen und Unternehmer mit Existenzgründerinnen und -gründer zusammenzubringen. Interessierte, die ein Inserat in die Börse einstellen möchten, wenden sich an ihre Sparkasse oder an einen der anderen Regionalpartner. Nexxt-change wurde vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der KfW Bankengruppe, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ins Leben gerufen.

Nachfolgesuche in den neuen Bundesländern besonders schwierig

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verweist im „DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2019“ darauf, dass vor Beginn der Corona-Pandemie 48 Prozent der Senior-Inhaberinnen und -inhaber zum Zeitpunkt der DIHK-Nachfolgeberatung noch keine Nachfolgerin beziehungsweise noch keinen Nachfolger gefunden hatten. In den neuen Bundesländern waren es sogar 54 Prozent – ein Rekord.

Corona-Pandemie bremst Nachfolgepläne

Auch die Corona-Pandemie hat deutliche Auswirkungen auf die Unternehmensnachfolge im Mittelstand. Viele Senior-Chefinnen und -Chefs verschieben geplante Übergabemaßnahmen. Im Oktober 2020 gaben 71 Prozent der IHKs an, dass die Zahl der Beratungen zur Unternehmensnachfolge seit März 2020 gesunken oder sogar stark gesunken sei.

Aber nicht nur demografische Gründe stehen einer Nachfolge im Weg. Eine der größten Herausforderungen für die meisten Unternehmenslenkerinnen und -lenker stellt der Ausstieg aus dem eigenen Unternehmen dar, vor allem, weil sie emotional nicht loslassen können. Mit welchen Herausforderungen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie potenzielle Übernehmerinnen und Übernehmer noch konfrontiert sind, zeigen die folgenden Abbildungen.

Herausforderungen für Untermehmerinnen und Unternehmer ...

Grafik: Die Nachfolge stellt eine der größten Herausforderungen für Unternehmer dar

... und für Übernehmerinnen und Übernehmer

Grafik: Herausforderungen für Übernehmer eines Unternehmens

Industriebetriebe sind bei Nachfolgerinnen und Nachfolgern besonders beliebt

45 Prozent der Interessentinnen oder Interessenten, die zur IHK-Nachfolgeberatung kommen, wollen einen Industriebetrieb übernehmen. Demgegenüber standen 2019 allerdings nur 21 Prozent von zum Verkauf stehenden Betrieben aus dieser Branche zur Verfügung. Die Verteilung auf unterschiedliche Branchen sehen Sie in der Abbildung.

Grafik: Unterschiede verschiedener Branchen

Die Gründe für eine Unternehmensübergabe können vielfältig sein

Die klassische Unternehmensnachfolge findet in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) statt. Sie werden meist noch von der Gründungsfamilie oder einer einzelnen Gründungsperson geleitet. Gründe für eine Nachfolge können vielfältig sein:

  • Altersbedingte Unternehmensnachfolge
  • Plötzlicher Unfall, Krankheit oder Tod des Übergebers beziehungsweise der Übergeberin
  • Neufokussierung der Unternehmerin oder des Unternehmers auf andere Projekte
  • Nötige Veränderungen im Unternehmen

Tipp der Industrie- und Handelskammern (IHK)

Bereits drei bis zehn Jahre vor Ihrer geplanten Unternehmensübergabe sollten Sie damit beginnen, Ihr Unternehmen fit für die nächste Generation zu machen. Spätestens drei Jahre vorher sollten Sie mit der Suche nach einer potenziellen Übernehmerin oder einem Übernehmer beginnen und spätestens zwölf Monate vorher mit dem Prozess der Übergabe starten.

Verschiedene Möglichkeiten der Unternehmensnachfolge

Ist klar, dass Ihr Betrieb weitergeführt werden soll, stellt sich die Frage, aus welchem Kreis eine potenzielle Nachfolgerin oder ein Nachfolger kommen könnte. Infrage kommen beispielsweise Familienmitglieder, Miteigentümerinnen und -eigentümer oder Personen aus der Belegschaft genauso wie externe Käuferinnen und Käufer.

Es können zwei Grundformen und verschiedene Nachfolgeszenarien unterschieden werden.

Grundformen:

  1. die Familie bleibt Gesellschafter (mit oder ohne Einfluss)
  2. die Familie gibt das rechtliche und wirtschaftliche Eigentum im Rahmen eines Unternehmensverkaufs ab

Nachfolgeszenarien:

  • Family Buy-out (FBO)
  • Management- oder Employee-Buy-out (MBO & EBO)
  • Management Buy-in oder Leveraged Buy-out (MBI & LBO)
  • Verpachtung
  • Stiftung als Unternehmensnachfolge
  • Testament und Erbvertrag

Family Buy-out: Unternehmensübergabe innerhalb der Familie

Für viele Inhaberinnen und Inhaber ist die Firmenweitergabe innerhalb der Familie der Wunsch Nr.1. Das ist insbesondere dann eine gute Lösung, wenn z. B. der Nachwuchs schon länger im Betrieb involviert ist.

Für die Weitergabe innerhalb Ihrer Familie haben Sie drei verschiedene Möglichkeiten:

  1. Die vorweggenommene Erbfolge (Schenkung) zu Lebzeiten
  2. Übertragung Ihres Familienunternehmens gegen Renten, Raten oder wiederkehrende Leistungen als Versorgungs- und Unterhaltsleistungen
  3. Unternehmenskauf durch Ihre Nachkommen

Wichtig ist, dass Sie vorab ein gemeinsames Familienziel als Basis für die weiteren Schritte Ihrer Unternehmensübergabe definieren. Denken Sie bei Ihren Entscheidungen auch an die Konsequenzen für Ihre Belegschaft und deren Familien.

Für welche Variante der Nachfolge Sie sich auch entscheiden, ohne gute Beratung und Begleitung sollten Sie den Übergabeprozess nicht vornehmen. Sprechen Sie uns an. Die Expertinnen und Experten Ihrer Sparkasse sowie unseres Partners, der DekaBank, stehen Ihnen jederzeit zur Seite.

Management-Buy-out oder Employee-Buy-out: Die Familie bleibt Gesellschafter

In diesem Fall der Nachfolge treten aktuelle Führungskräfte oder Teile der Belegschaft die operative Unternehmensnachfolge an, während die Familie (mehrheitlicher) Gesellschafter bleibt.

Management Buy-in und Leveraged Buy-out: Verkauf an Externe

Nicht immer kommt eine Nachfolge innerhalb der Familie infrage. Beispielsweise wenn Ihr Nachwuchs andere berufliche Karrierewege einschlägt oder es keine Kinder gibt. Ein externes Management, Geschäftspartnerinnen und -partner, externe Führungskräfte sowie eine engagierte Existenzgründerin oder ein -gründer kommen dann für die Nachfolge in Betracht.

Der Vorteil bei einem Unternehmensverkauf: Sie ziehen einen klaren Schlussstrich. Ihr Leben richtet sich nicht länger an Ihrem Betrieb aus – Sie können sich neu orientieren. Mit dem Geld, das Sie durch den Verkauf Ihres Unternehmens erzielen, können Sie für Ihr Alter vorsorgen und sich den einen oder anderen Wunsch erfüllen.

Häufig ist nicht das höchste Kaufangebot für die Auswahl eines Käufers oder einer Käuferin entscheidend. Vielen Inhaberinnen und Inhabern sind Aspekte wie Standort- oder Arbeitsplatzgarantie für die Belegschaft wichtig.

Beachten Sie: Die Übergaben, die nicht innerhalb der Familie oder dem eigenen Management stattfinden, sind weitaus risikoreicher als interne Nachfolgen. Minimieren Sie dieses Risiko durch sorgfältige Vorbereitungen und eine entsprechende Prüfung und nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit.

Gern beraten und unterstützen wir Sie bei Ihrem Unternehmensverkauf und helfen bei der Nachfolgeregelung. Die Expertinnen und Experten der DekaBank helfen Ihnen, Ihr Vermögen im Vorfeld zu strukturieren oder die Mittel aus dem Verkaufserlös ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen richtig anzulegen – beispielsweise in einen speziellen Fonds, durch Einbringung in eine Stiftung oder in ein (Multi)Family-Office.


Wenn Sie Fragen zu Ihrer Unternehmensübergabe haben, sprechen Sie uns jederzeit an. Wir sind für Sie da!


Der Prozess der Unternehmensübergabe in 6 Phasen

1. Phase: Weichenstellung

Egal ob interne oder externe Nachfolge – legen Sie gemeinsam mit Ihrer Finanzberaterin oder Ihrem -berater das Szenario und den Zeitpunkt für den Übergang fest.

2. Phase: Rechtliche Aspekte

Je nach Art der geplanten Unternehmensübergabe ergeben sich unterschiedliche rechtliche Bedingungen. Diese ziehen wiederum unterschiedliche steuerliche Konsequenzen nach sich. Hier sollten Sie steuerliche, rechtliche und wirtschaftliche Expertenhilfe mit ins Boot holen.

3. Phase: Wirtschaftliche Vorbereitung

Um eine optimale Unternehmensbewertung zu erzielen, ist es besonders bei der externen Unternehmensnachfolge wichtig, Ihren Betrieb zum bestmöglichen Zeitpunkt zu übergeben. Nutzen Sie für eine erste Indikation den kostenfreien KMUrechner. Mit nur wenigen Klicks ermitteln Sie den Wert Ihres Unternehmens.

4. Phase: Auswahlphase

Sobald die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind, geht es an die Suche für geeignete Nachfolger oder Nachfolgerinnen. Nutzen Sie hierfür beispielsweise die Nachfolgebörse nexxt-change.

5. Phase: Übergabephase
Sind Sie fündig geworden, entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Nachfolger oder Ihrer Nachfolgerin eine Übergabestrategie und gehen die Vertrags- und Abschlussverhandlungen an. Bei einer externen Unternehmensnachfolge entscheiden Sie, ob das Unternehmen als „Ganzes“ veräußert werden soll oder nur einzelne Bestand-teile. Dies hat entsprechende steuerliche Auswirkungen für beide Parteien. Wichtig ist auch die richtige Kommunikation über Ihre Pläne an Ihre Kundschaft, Belegschaft und Geschäftspartnerinnen und -partner.

6. Phase: Sicherungsphase

Nach erfolgreicher Übergabe ist Ihre Sparkasse weiterhin für Sie da. Wir begleiten und unterstützen auch Ihren Nachfolger oder Ihre Nachfolgerin in der Anfangsphase.

Verpachtung

Bei einer Verpachtung geben Sie die Unternehmensführung und die Organisation an einen geeigneten Pächter oder eine Pächterin ab. Sie bleiben Eigentümerin beziehungsweise Eigentümer des Betriebs und fahren weiter Erträge ein, ziehen sich aber aus dem aktiven Geschäftsleben zurück. Im Pachtvertrag halten Sie unter anderem fest, welche Pflichten Pächter oder Pächterin eingehen und in welchen Fällen Sie als Besitzerin oder Besitzer haften.

Eine Verpachtung bietet sich vor allem als Übergangslösung an. Beispielsweise wenn Ihre Nachfolgerin oder Ihr Nachfolger noch etwas Zeit braucht, um das notwendige Kapital für den Kauf aufzutreiben. Oder dann, wenn Ihr Familienmitglied noch nicht die Unternehmensnachfolge antreten kann oder will.

Stiftung als Unternehmensnachfolge

Auch durch eine Stiftung können Sie Ihr Lebenswerk erhalten. Sie untermauern Ihr soziales Engagement und profitieren gleichzeitig von steuerlichen Vorteilen. Sie können Ihre Ideale in die Stiftung einbringen, indem Sie deren soziale, gemeinnützige oder wissenschaftliche Ziele definieren. Sie wählen außerdem die Mitglieder des Vorstands oder des Kuratoriums.

Die Stiftung als Form der Unternehmensnachfolge kommt in Einzelfällen für mittlere, primär aber für große mittelständische Unternehmen infrage. Für kleine Unternehmen und Betriebe ist dies meist keine praktikable Lösung. Lesen Sie mehr zum Thema Stiftung.

Testament und Erbvertrag

Unternehmenslenkerinnen und -lenker sollten sich unbedingt Gedanken darüber machen, was mit ihrem Betrieb geschieht, wenn ihnen etwas zustößt. Mit einem Testament oder Erbvertrag stellen Sie sicher, dass Ihre Wünsche umgesetzt werden. Halten Sie daher schriftlich fest, wer das Unternehmen nach Ihrem Tod weiterführen soll und an wen die Geschäftsanteile übergehen.

Lassen Sie das Dokument anwaltlich prüfen und hinterlegen Sie es in einem Notarbüro oder dem zuständigen Amtsgericht. Sprechen Sie mit Ihrer Familie über Ihre Pläne und sorgen Sie für klare Verhältnisse. So beugen Sie Unsicherheiten und Streit unter Ihren Angehörigen vor.

Wie auch immer Sie Ihre Nachfolge gestalten, bereiten Sie sie langfristig vor, und lassen Sie sich bei dem gesamten Planungs- und Übergabeprozess von professionellen Partnern begleiten. Auch für eventuelle Notfälle sollten Sie vorsorgen. Wir raten Ihnen, einen Notfallordner mit allen wichtigen Informationen anzulegen. Kommen Sie auf uns zu, wir beraten Sie dabei gern und sind auch nach einer Transaktion weiterhin für Sie da.

Fragen und Antworten

Als Unternehmensnachfolge wird die gesamte Planung und Vorbereitung, die Übergabephasen und die Transaktion bezeichnet, wenn eine Betriebsinhaberin oder ein -inhaber seine Firma an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger übergibt. Die klassische Unternehmensnachfolge findet in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) statt. Sie werden meist noch von der Gründungsfamilie oder einer einzelnen Gründungsperson geleitet.

Die Form der Unternehmensnachfolge ist abhängig von Ihrer individuellen Situation, den Ursachen für die Nachfolge sowie den damit verbundenen kurz- und langfristig definierten Zielen. Sie können Gesellschafterin oder Gesellschafter bleiben oder Sie geben das rechtliche und wirtschaftliche Eigentum ab. Folgende Szenarien sind denkbar:

  • Ihre Nachkommen übernehmen den Betrieb: dafür haben Sie drei verschiedene Möglichleiten
  1.  Die vorweggenommene Erbfolge (Schenkung) zu Lebzeiten
  2. Übertragung Ihres Unternehmens gegen Renten, Raten oder wiederkehrende Leistungen als Versorgungs- und Unterhaltsleistungen
  3. Kauf des Unternehmens durch Ihre Nachkommen
  • Sie verkaufen das Unternehmen an aktuelle Führungskräfte oder Teile der Belegschaft und bleiben selbst Gesellschafter
  • Sie übergeben Ihr Unternehmen an ein externes Management oder regeln die Übernahme mithilfe eines strategischen Investors
  • Sie verkaufen an externe Interessenten
  • Sie geben die Unternehmensführung und die Organisation an einen geeigneten Pächter oder eine Pächterin ab
  • Sie überführen Ihr Unternehmen in eine Stiftung. (Dies kommt in Einzelfällen für mittlere, primär aber für große mittelständische Unternehmen infrage. Für kleine Unternehmen und Betriebe ist dies meist keine praktikable Lösung.)

Wichtig ist, dass Sie schon frühzeitig an die Nachfolge denken oder für den Notfall vorsorgen. Bereits drei bis zehn Jahre vor Ihrer geplanten Unternehmensübergabe sollten Sie damit beginnen, Ihr Unternehmen fit für die nächste Generation zu machen. Spätestens drei Jahre vorher sollten Sie mit der Suche nach einer potenziellen Übernehmerin oder einem Übernehmer beginnen und spätestens zwölf Monate vorher mit dem Prozess der Übergabe starten.

Holen Sie rechtzeitig professionelle Hilfe an Bord. Expertinnen und Experten aus den Bereichen

  • Finanzberatung der Hausbank
  • Rechtsberatung
  • Steuerberatung
  • Wirtschaftsberatung
  • Vermögensverwaltung
  • Change Management

helfen Ihnen dabei.

Die familieninterne Nachfolge ist zwar nach wie vor die Nummer 1, wenn es um Wünsche für die Übergabe geht, trotz vieler Vorteile ist sie aber nicht frei von Tücken. Durch die emotionale Bindung mangelt es oft an Objektivität bei den anstehenden Entscheidungen. Und: Nicht jedes Kind ist zum Unternehmer geboren oder es hat andere Lebenspläne.

Binden Sie Ihren Nachwuchs frühzeitig ins Unternehmen ein, wenn Sie ihn als Nachfolge in Betracht ziehen.
Beachten Sie bei externen Übergaben, die nicht innerhalb der Familie oder dem eigenen Management stattfinden, dass diese weitaus risikoreicher sind als interne Nachfolgen. Minimieren Sie dieses Risiko durch sorgfältige Prüfung und Vorbereitungen und nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit. Sprechen Sie uns an. Wir begleiten Sie auf dem Weg zur erfolgreichen Unternehmensnachfolge.

Für die Suche eines externen Nachfolgers oder einer Nachfolgerin schauen Sie auch in die Plattform nexxt-change.

Der Prozess der Unternehmensübergabe lässt sich in 6 Phasen einteilen:

1. Phase: Weichenstellung

Egal ob interne oder externe Nachfolge – legen Sie gemeinsam mit Ihrer Finanzberaterin oder Ihrem -berater das Szenario und den Zeitpunkt für den Übergang fest.

2. Phase: Rechtliche Aspekte

Je nach Art der geplanten Unternehmensübergabe ergeben sich unterschiedliche rechtliche Bedingungen. Diese ziehen wiederum unterschiedliche steuerliche Konsequenzen nach sich. Hier sollten Sie steuerliche, rechtliche und wirtschaftliche Expertenhilfe mit ins Boot holen.

3. Phase: Wirtschaftliche Vorbereitung

Um einen optimalen Wert für Ihre Firma zu erzielen, ist es besonders bei der externen Unternehmensnachfolge wichtig, Ihren Betrieb zum bestmöglichen Zeit-punkt zu übergeben. Nutzen Sie für eine erste Indikation den kostenfreien KMUrechner. Mit nur wenigen Klicks ermitteln Sie den Wert Ihres Unternehmens.

4. Phase: Auswahlphase

Sobald die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind, geht es an die Suche für geeignete Nachfolger. Nutzen Sie hierfür beispielsweise die Nachfolgebörse nexxt-change.

5. Phase: Übergabephase

Sind Sie fündig geworden, entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Nachfolger oder Ihrer Nachfolgerin eine Übergabestrategie und gehen die Vertrags- und Abschluss-verhandlungen an. Bei einer externen Unternehmensnachfolge entscheiden Sie, ob das Unternehmen als „Ganzes“ veräußert werden soll oder nur einzelne Bestand-teile. Dies hat entsprechende steuerliche Auswirkungen für beide Parteien. Wichtig ist auch die richtige Kommunikation über Ihre Pläne an Ihre Kundschaft, Belegschaft und Geschäftspartnerinnen und -partner.

6. Phase: Sicherungsphase

Nach erfolgreicher Übergabe ist Ihre Sparkasse weiterhin für Sie da. Wir begleiten und unterstützen auch Ihren Nachfolger oder Ihre Nachfolgerin in der Anfangsphase.

Denken Sie bei all Ihren Entscheidungen auch an die Konsequenzen für Ihre Belegschaft und deren Familien. Mit einer gut vorbereitete Unternehmensnachfolge sichern Sie Arbeitsplätze.

Sie sind verpflichtet, die vom Betriebsübergang betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über den Zeitpunkt und den Grund des Übergangs sowie dessen rechtliche, wirtschaftliche und soziale Folgen zu informieren (§ 613 a V BGB). Ferner müssen Sie das Personal über eventuelle sie betreffende Maßnahmen unterrichten. Alle Informationen müssen Sie schriftlich übermitteln.

Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: der Art der Unternehmensübertragung, der Rechtsform des Unternehmens, der Höhe der persönlichen Freibeträge usw. Die Unternehmensübertragung sollten Sie unbedingt mit Unterstützung Ihres Steuerberaters oder Ihrer Steuerberaterin angehen.


Sie haben noch weitere Fragen? Wir helfen Ihnen gern weiter.