So geht's: Vom Mittelständler zum Global Player

Worauf es ankommt, wenn ein Unternehmen international erfolgreich expandieren will

Made in Germany ist im Ausland gefragt. Immer mehr deutsche Mittelständler wie die Ernst-Gruppe sind international aktiv. Das Familienunternehmen nutzt die Chancen der Globalisierung – auch in Märkten mit unterschiedlichen Anforderungen. Etablierte Partner und eine klug gewählte Strategie sind für den Start unerlässlich.

Von Deutschland in die Welt: Die Ernst-Gruppe ist spezialisiert auf Stanz- und Ziehteile sowie hochwertige Baugruppen. Der Automobilzulieferer produziert am Stammsitz im badischen Oberkirch, aber auch in Asien und Übersee.

Ein Global Player: Die seit fast 50 Jahren bestehende Ernst-Gruppe ist international führend. „Unsere Produkte aus Metall, zum Beispiel Gehäuse für Airbags, befinden sich heute weltweit in den meisten Fahrzeugen“, sagt Paul Dieter Waltersbacher, Treasurer bei der Ernst-Gruppe. 

Die Automobilbranche schätzt das mitteständische Unternehmen aus Baden-Württemberg als international wichtigen Entwicklungspartner. Gerade bei Sicherheitskomponenten zahlt sich die hohe Präzision der Produkte aus. 

Wachstum durch Internationalisierung

Hauptgrund für das Engagement im Ausland: Die Unterstützung ihrer global agierenden Kunden. „Als strategischer Lieferant müssen wir nah an unseren Kunden in der Welt sein, die mittlerweile global unsere Produkte einsetzen", sagt Waltersbacher. „Insbesondere in dynamischen Märkten wie China wünschen sie sich eine werksnahe Belieferung."

Die Auslandsexpansion eröffnet die Chance, neue Kunden in der ganzen Welt zu gewinnen. „Wachstum ist fast nur noch möglich, wenn man so wie unser Unternehmen einen internationalen Fertigungsverbund hat“, sagt Waltersbacher.

Schon früh expandierte die Ernst-Gruppe ins Ausland, zunächst 1997 nach Frankreich, 2005 folgten die USA und einige Jahre später China. Heute betreibt die globale Konzernmutter dort mit ihren Tochtergesellschaften lokale Produktionsstandorte. 

Das Gebäude der Ernst-Gruppe in der Außenansicht

Expertennetzwerk unterstützt internationale Unternehmen vor Ort

Das Wichtigste für den Erfolg in der globalen Wirtschaft: ein gut aufgestellter strategischer Partner. „Bei allen Chancen haben Auslandsinvestitionen auch ihre Tücken. Gefragt ist bei Global Playern ein gut vorbereiteter Finanzierungsplan“, sagt Thomas Podolski, Auslandsspezialist bei der Deutschen Leasing.

Als internationaler Asset-Finance-Partner und Betreiber des größten Auslandsnetzwerks der Sparkassen-Finanzgruppe begleitet die Deutsche Leasing schon seit Jahrzehnten Firmenkunden bei ihren Auslandsgeschäften.

Die Finanzierungsexperten beraten bei der Entwicklung eines individuellen Investitionskonzepts, abgestimmt auf die Unternehmensstrategie des Kunden. Sie kennen die landestypischen Anforderungen – seien es steuerliche, rechtliche oder kulturelle Aspekte.

Das kommt bei Global Playern mit Auslandstöchtern an. „Wir können die Mittelständler nicht nur hier mit der nötigen Expertise unterstützen, sondern begleiten unsere Kunden auch im Ausland mit unseren deutschsprachigen German-Desk-Managern“, sagt Podolski.

Eine Skulptur stellt mehrere Synchronringe dar

Ernst-Gruppe vertraut auf strategische Partnerschaft

Dieses Expertennetzwerk war einer der Gründe, warum die Ernst-Gruppe als Global Player bei ihren Direktinvestitionen auf die Deutsche Leasing setzte. Bereits 2011 kam der Kontakt über den Firmenkundenberater der Sparkasse Offenburg/Ortenau zustande.

Ein Treffen mit Folgen: 2014 konkretisierte sich die Zusammenarbeit. Es ging um die kurzfristige Finanzierung einer CNC-Drehmaschine und einer Waschanlage im Wert von rund einer Million Euro für die US-Tochter von Ernst.

Die Deutsche Leasing fand mit länderspezifischem Know-how und eigenen Experten vor Ort die passende Finanzierungslösung für die Ernst-Gruppe. Sie griff auf eine Finance-Lease-Lösung zurück. Diese wurde innerhalb kurzer Zeit auf die Beine gestellt.

Waltersbacher: „Von Anfang an arbeiteten wir gut zusammen. Die professionelle Beratung im In- und Ausland, die internationale Fachexpertise sowie die schnellen Abwicklungsprozesse überzeugten uns."

Auch bei Investitionen der chinesischen Tochterfirma setzte die Ernst-Gruppe aufgrund der positiven Erfahrungen auf die Deutsche Leasing. 2017 schaffte sie eine 1.000-Tonnen-Transferpresse mit Bandzuführanlage und Zubehör an. Diese Produktionsmaschine wird eingesetzt, um Stahlbänder beispielsweise zu Motorgehäusen zu formen, die in Autos verwendet werden.

Auf umgerechnet 2,6 Millionen Euro belief sich das Finanzierungsvolumen für die Maschinenanlage. Auslandsspezialist Podolski: „Bei diesem Projekt spielte das sogenannte Borrowing Gap, eine Besonderheit des chinesischen Investitionsrechts, eine wichtige Rolle." 

Borrowing Gap: Finanzierung in China mit länderspezifischen Anforderungen

Diese Regel besagt, dass ausländische Firmen, die in China ein Unternehmen haben, einen bestimmten Teil der Investitionssumme als Eigenkapital vorhalten müssen. Die Ernst-Gruppe hätte im Falle einer Eigenfinanzierung mit Gesellschafterdarlehen aus Deutschland heraus eine erhebliche Aufstockung des Eigenkapitals vornehmen müssen. Das Unternehmen wünschte sich jedoch lieber eine lokale Finanzierungslösung in der Landeswährung.

Die Deutsche Leasing hatte eine Lösung: „Bei einer lokalen Finanzierung durch die Deutsche Leasing in Shanghai greifen die Regularien des Borrowing Gap nicht", sagt Podolski. "Konkret boten wir eine Finance-Lease-Lösung an, die den gesetzlichen Anforderungen des chinesischen Marktes und dem individuellen Bedarf der Ernst-Gruppe gleichermaßen entsprachen." 

Bild einer Transferpresse am Standort China

Leasinglösung mit langer Laufzeit

Das Leasingobjekt diente als Sicherheit im Investitionsland. Die Vertragslaufzeit konnte aufgrund der Leasinglösung für einen längeren Zeitraum gestaltet werden.

Ein Jahr später finanzierten die Ernst-Gruppe und die Deutsche Leasing mit einer Sale-and-lease-back-Vertragsgestaltung gemeinsam weitere Produktionsmaschinen am chinesischen Standort.

Jetzt stehen noch mehr Projekte an: „Wir sehen die Deutsche Leasing auch langfristig als strategischen Partner für die Finanzierung unserer globalen Auslandsstandorte in China und den USA“, sagt Waltersbacher von der Ernst-Gruppe. „Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Leasing ergänzt unsere langjährige und bewährte Geschäftsbeziehung mit der Sparkasse Offenburg/Ortenau. Im Inland wie Ausland können wir gebündelt auf die Investitionslösungen des Sparkassenverbunds setzen.“ Das gebe Planungssicherheit und Flexibilität.

Bild einer finanzierten CNC-Drehmaschiene

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