Berufsausbildungsbeihilfe – die häufigsten Fragen

Tipps und Tricks rund um die finanzielle Hilfe für deine Ausbildung

Du musst für deine Ausbildung von zu Hause wegziehen? Dann solltest du überlegen, bei der Bundesagentur für Arbeit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) zu beantragen. Das können bis zu 635 Euro im Monat sein, die du nicht zurückzahlen musst.

Welche Unterlagen brauche ich?

Du kannst die BAB bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen. Dafür solltest du dich an das Amt in dem Bezirk wenden, in dem du deinen Wohnsitz hast. Folgende Unterlagen brauchst du:

  • Ausbildungsvertrag
  • Mietvertrag
  • Von deinen Eltern: Steuerbescheid oder Jahreslohnbescheinigung aus dem Vorjahr
  • Solltest du verheiratet oder in einer eingetragenen Partnerschaft sein: ebenfalls Steuerbescheid des Partners oder Jahreslohnbescheinigung aus dem Vorjahr

Zählt das aktuelle Einkommen meiner Eltern?

Für die Berechnung des BAB zählt ihr Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr. Das gilt auch beim Einkommen deines Ehegattens/deiner Ehegattin.

Muss ich als BAB-Empfänger den Rundfunkbeitrag bezahlen?

Als Empfänger einer Ausbildungsförderung wie BAB kannst du dich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu musst du einen entsprechenden Antrag auf der Webseite des Rundfunkbeitrags ausdrucken und mit einer beglaubigten Kopie deines BAföG- oder BAB-Bescheids einreichen.  Die Beglaubigung kann zum Beispiel das zuständige Arbeitsamt vornehmen. Wichtig: Die Befreiung gilt immer nur so lange wie der Bescheid. Sie verlängert sich nicht automatisch. Du musst also mit jedem neuen BAB-Antrag auch eine neue Befreiung veranlassen.

Darf ich als BAB-Empfänger einen Nebenjob haben?

Im ersten Schritt solltest du mit deinem Arbeitgeber klären, ob bei deiner Ausbildungsstelle ein Nebenjob erlaubt ist. Im Zweifelsfall sollte das in deinem Arbeitsvertrag festgelegt sein.

Ist dies geklärt, steht dem Nebenjob nichts mehr im Weg. Die Arbeitsagentur gibt auf ihrer Webseite an, dass ein neben der Ausbildung ausgeübter Minijob mit einem Brutto von bis zu 450 Euro monatlich grundsätzlich nicht auf das BAB angerechnet wird. Frage am besten bei deinem Sachbearbeiter nach, welche Auswirkung ein Nebenjob konkret auf deine Förderungshöhe haben kann. 

Kann ich als BAB-Empfänger Wohngeld beantragen?

In der Regel erhältst du kein Wohngeld, wenn du Förderungen wie BAB oder BAföG erhältst. 

Lohnt sich überhaupt der Aufwand, BAB zu beantragen?

Nicht jeder ist berechtigt, die BAB zu erhalten. Wenn beispielsweise das Einkommen deiner Eltern zu hoch ist, kann es sein, dass dein Bescheid abgelehnt wird. Die Obergrenzen sind von verschiedenen Faktoren abhängig, beispielsweise davon ob deine Eltern selbstständig sind, was sie für Einkünfte aus Kapitalanlagen haben etc. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht.

Da die meisten Azubis während der Lehre keine allzu großen Einkünfte haben, kann jede Unterstützung hilfreich sein. 

Ich mache eine rein schulische Ausbildung. Bin ich BAB-berechtigt?

Nein, das bist du leider nicht. Sofern du noch keine 25 bist, kannst du allerdings Schüler-BAföG beantragen. 

Gibt es Alternativen zu BAB?

Zusätzlich zur Berufsausbildungsförderung erhältst du, solange du unter 25 bist, Kindergeld. Solltest du nicht BAB-berechtigt sein, kannst du versuchen, Wohngeld zu beantragen.

Hast du noch weitere Fragen? Hier geht’s zur Webseite der Bundesagentur für Arbeit.