Teure Tannen: Weihnachtsbäume kosten dieses Jahr wohl mehr

Verband rechnet mit steigenden Preisen wegen Corona

Weihnachtsbäume könnten in diesem Jahr deutlich mehr kosten. Schuld sind insbesondere die Einschränkungen der Coronakrise. So viel sollen Nordmanntanne, Blautannen und Fichten 2020 kosten.

Eine Frau trägt einen Weihnachtsbaum

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Preise für Weihnachtsbäume dürften in diesem Jahr steigen – insbesondere durch Corona-Einschränkungen.
  • Nordmanntannen könnten zwischen 20 und 27 Euro pro Meter kosten – 2019 lag die Preisspanne noch bei 18 bis 23 Euro.
  • Günstigere Weihnachtsbaum-Alternativen sind Blautannen (12 bis 16 Euro je Meter) oder Fichten (9 bis 12 Euro je Meter).
  • Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger rechnet mit 20 bis 22 Millionen verkauften Weihnachtsbäumen in diesem Jahr. 

Dann aber zumindest ein imposanter und festlich geschmückter Weihnachtsbaum im heimischen Wohnzimmer! Das dürften viele aufgrund der erschwerten Weihnachtsvorbereitungen in diesem Jahr denken – mit abgesagten Weihnachtsmärkten, unsicherer Lage rund um Weihnachtsfeiern und geplanten Familienbesuchen. Allerdings dürften die Preise für Nordmanntanne & Co. in diesem Jahr deutlich höher ausfallen.

Nordmanntanne bis zu 27 Euro pro Meter

Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger kündigte an, dass Nordmanntannen in bester Qualität 20 bis 27 Euro pro Meter kosten werden. Im vergangenen Jahr betrug die Spanne noch zwischen 18 und 23 Euro. Für Blautannen rechnet der Verband in diesem Jahr mit 12 bis 16 Euro je Meter, für Fichten zwischen 9 und 12 Euro. Generell etwas günstiger als in großen Städten sind Weihnachtsbäume auf dem Land zu haben.

Übrigens: Die Nordmanntanne ist der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland – aber auch der teuerste: 75 bis 80 Prozent beträgt ihr Marktanteil. Sie besitzt weiche, dunkelgrüne und festsitzende Nadeln, die auch dann kaum abfallen, wenn der Baum trockener wird. 

Hygienekonzepte und Schweinepest als Preistreiber

Hauptgrund für die zu erwartenden Preissteigerungen in diesem Jahr sind die Folgen der Corona-Pandemie. Händler müssen Hygienekonzepte entwickeln, größere Abstände einhalten und mehr Personal einstellen. All das habe Einfluss auf die Preise, teilte der Verband mit. Hinzu kommen auch die Auswirkungen der Schweinepest. Erzeuger, die sich in den errichteten Sperrzonen befinden, dürfen ihre Bäume nicht verkaufen.  

Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume 2019

Wurden 2019 in Deutschland noch rund 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, dürfte dieser Wert in diesem Jahr nicht erreicht werden. Der Verband rechnet damit, dass im öffentlichen Raum oder auf Weihnachtsmärkten weniger Bäume benötigt werden. Somit könnte der Absatz in diesem Jahr bei rund 20 bis 22 Millionen Weihnachtsbäumen liegen.


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