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Fußballtrikot in Weiß mit schwarzen, roten und goldenen Streifen, DFB-Logo und Etikett liegt auf einer Holzfläche.

Gefälschte Trikots: Deswegen sollten Sie aufpassen

WM 2026
Zur Fußball-WM 2026 floriert das Geschäft mit gefälschten Trikots. Betrügerische Online-Shops locken mit Schnäppchenpreisen. Doch wer die Fake-Shirts kauft, riskiert sein Geld, seine Gesundheit und Ärger mit dem Zoll. Was Sie wissen müssen.
Stand:10. Juni 2026
Das Wichtigste in Kürze:
  • Sehr günstige WM-Trikots sind ein Warnsignal, besonders wenn der Shop unbekannt ist oder aus dem Nicht-EU-Ausland versendet.

  • Prüfen Sie vor dem Kauf Impressum, Rückgaberegeln, Bewertungen und Zahlungsarten, um Fakeshops frühzeitig zu erkennen.

  • Wer bereits gezahlt hat, sollte schnell die Bank oder Sparkasse kontaktieren, da Rückbuchungen je nach Zahlungsart möglich sein können.

Spätestens, wenn das erste Spiel läuft, steigt die WM-Laune bei vielen. Jetzt noch schnell ein Trikot bestellen. Und wer nach einem günstigen Deutschland-Trikot sucht, stößt in Suchmaschinen schnell auf Angebote, die verlockend aussehen: original aussehende Shirts zu überraschend günstigen Preisen, vermeintlich rasch geliefert. Doch hinter vielen dieser Angebote verbergen sich Fakeshops oder unseriöse Anbieter.

Plagiate statt Originale

Die meisten verdächtigen Trikotshops sitzen im Nicht-EU-Ausland und verkaufen statt Originale namhafter Hersteller wie Adidas oder Nike billige Nachbildungen. Begriffe wie „authentic", „Player Version" oder „Match Version" sollen dabei Seriosität vortäuschen. In Wirklichkeit handelt es sich fast immer um Fälschungen, die gegen das Markenrecht verstoßen. Ein aktuelles Trikot zum halben Preis klingt verlockend, doch das vermeintliche Schnäppchen hat seinen Preis.

Gesundheitsrisiko durch Schadstoffe

Gefälschte Textilien werden ohne Qualitätskontrollen produziert und können gesundheitsgefährdende Schadstoffe enthalten. EU-weit gelten strenge Vorschriften für Textilien. Plagiate aus Drittstaaten folgen diesen Standards meist nicht. Wer ein Fake-Trikot kauft, weiß nicht, was tatsächlich in dem Stoff steckt.

Geld weg, Trikot nie angekommen

Neben dem Gesundheitsrisiko droht schlicht der finanzielle Verlust: Viele Fakeshops fordern Vorkasse per Überweisung. Ist das Geld erst einmal überwiesen, ist es oft weg. Hinzu können Probleme mit dem Zoll kommen, wenn die Lieferung aus dem Nicht-EU-Ausland abgefangen wird. Gewährleistungsansprüche sind gegenüber chinesischen Anbietern ohne EU-Ansprechpartner kaum durchsetzbar.

Woran Sie unseriöse Shops erkennen

Die Verbraucherzentrale hat konkrete Warnzeichen zusammengefasst und exemplarisch mehrere Shops geprüft. Shops wie fatooball.com, kickberlin.com oder trikotfc.com wurden als klare Fakeshops (Warnstufe ROT) eingestuft.

Typische Warnsignale sind:

  • Kein Impressum oder unvollständige Kontaktdaten

  • Sehr kurze Domain-Laufzeit (oft erst wenige Monate alt)

  • Adresse in China, obwohl ein deutscher Shopname suggeriert wird

  • AGB auf Englisch oder Chinesisch, mit Klauseln, die chinesisches Recht als anwendbares Recht festlegen

  • Unrealistisch hohe Rabatte auf vermeintliche Originalpreise

Leichter betrogen durch KI

Mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI) sind Websites noch schneller erstellt als bei früheren Turnieren. Bilder und Videos täuschen einen professionellen Eindruck vor. Angebliche Kundenrezensionen sind in Sekunden generiert. Die Produkttexte klingen schlüssig und flüssig. Mangelhafte Sprachsicherheit waren früher ein klares Warnzeichen, heute sind Übersetzungen mittels KI für Betrüger und Betrügerinnen kein Hindernis mehr.

Kostenloser Fakeshop-Check

Bevor Sie in einem unbekannten Online-Shop bestellen, lohnt sich ein kurzer Check: Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen ermöglicht eine kostenlose URL-Prüfung und zeigt Bewertungen anderer Verbraucherinnen und Verbraucher an. Aber: Nicht jede Betrugsseite wird dort zu finden sein, weil immer neue entstehen.

Was tun, wenn Sie auf einen Fakeshop hereingefallen sind?

Wer bereits Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte sofort handeln: Informieren Sie Ihre Sparkasse oder Bank und lassen Sie, falls möglich, die Zahlung zurückbuchen. Bei Kreditkartenzahlung oder Zahlungen über Online-Dienste greift unter Umständen ein Käuferschutz. Zusätzlich können Sie Anzeige bei der Polizei erstatten. Das geht auch online unter portal.onlinewache.polizei.de.

Weitere Infos zum sicheren Online-Shopping haben wir in unserem Ratgeber für Sie festgehalten.

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