Trump ist im Amt – das erwartet die Deutschen

Sieben Dinge, die für Sparer und Anleger jetzt wichtig sind

Europa muss Donald Trumps Amtsantritt sehr ernst nehmen. Aber stellt er tatsächlich eine Gefahr dar?

Nicht überstürzt handeln

Die Wahl von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten sorgte vielfach für Verunsicherung. Trotz der anfänglichen Schwankungen an den Aktienmärkten ist es für Anleger ratsam, Ruhe zu bewahren. Auch für den deutschen Sparer besteht aktuell kein Grund zur Beunruhigung. Das Banken- und Finanzsystem ist im Euro-Raum durch die Wahl Trumps nicht gefährdet. Auch insgesamt werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Präsidentschaft Trumps voraussichtlich weniger dramatisch sein, als dies von einigen gegenwärtig befürchtet wird.

Trump kann keine Alleingänge machen

In seinem Unternehmen bestimmt Donald Trump, wo es langgeht. In der Politik ist das nicht so einfach möglich. Trump muss sich mit Behörden, Ministern, dem Senat und dem Kongress austauschen. Nur wenn er es schafft, sie auf seine Seite zu ziehen, kann er seine Vorhaben durchsetzen.

Jobs in Gefahr?

Trump will den amerikanischen Binnenhandel stärken. Das könnte Auswirkungen auf exportorientierte deutsche Unternehmen haben. Langfristig könnten dadurch auch Jobs verloren gehen. Doch schon in seiner ersten Rede nach der Wahl schlug der künftige US-Präsident versöhnliche Töne an. „Ich will der Weltgemeinschaft sagen, dass wir – auch wenn Amerikas Interessen an erster Stelle stehen –  Partnerschaft und keine Konflikte wollen“, sagte er.

TTIP könnte scheitern

Viele Experten gehen davon aus, dass das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP unter Trump scheitern oder zumindest neu verhandelt werden wird.

Schlecht für USA-Reisende: Der Dollarkurs steigt

Seit dem Wahlsieg von Donald Trump hat der Dollar rund sechs Prozent gegenüber dem Euro aufgeholt (Stand: 10. Januar 2017). Momentan erhalten Urlauber für 1 Euro nur 1,05 US-Dollar. Das bedeutet, dass USA-Reisen teurer sind als noch vor einigen Monaten. Einen ähnlich schlechten Wechselkurs gab es zuletzt im Dezember 2002.

Auswirkungen des Dollarkurses auf den Aktienmarkt

Für Anleger bietet der starke Dollar Chancen und Risiken zugleich. Wer in Zeiten eines niedrigeren Dollarkurses in US-Aktien investiert hat, erhält heute bei der Umrechnung in Euro noch einen Aufschlag. Vom starken Dollar profitiert aber auch der amerikanische Binnenmarkt, sodass sich Investments in import- und binnenmarktorientierte US-Unternehmen auszahlen können. Exporteure haben es hingegen meistens schwerer. Auch Rohstoffpreise leiden in der Regel unter einem starken Dollar.

Erhöhte Aufmerksamkeit, aber keine Panik

Die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten kam für viele Experten überraschend. Dennoch besteht auch nach dem Amtsantritt kein Grund zur Panik. Wie sagte es Barack Obama in der Wahlnacht? „Egal was passiert, auch morgen wird die Sonne wieder aufgehen.“

Interessante Fakten über Donald Trump

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Jan. 2017