Nachbarn helfen Nachbarn

Wo Sie in der Corona-Krise Hilfe erhalten und wie Sie unterstützen können

Die Hilfsbereitschaft unter Nachbarn ist in der Corona-Krise riesengroß. Die Menschen rücken enger zusammen, auch wenn sie körperlich auf Abstand gehen müssen.

Ein paar Lebensmittel einkaufen, das kaputte Fahrrad flicken oder mal schnell zur Apotheke flitzen – in der Corona-Krise hat Nachbarschaftshilfe Hochkonjunktur. Wer Zeit und Kraft hat, bietet seine Unterstützung an. Wer Hilfe braucht, nimmt sie dankend an.

Für viele Menschen ist Nachbarschaftshilfe gerade jetzt besonders wichtig, weil sie zur Risikogruppe gehören und zu Hause bleiben müssen, weil sie in der Zeit der Kontaktsperre dringend Gespräche brauchen oder weil sie zum Beispiel im Krankenhaus arbeiten und nach ihrer Schicht keine Zeit haben, auf die Jagd nach Toilettenpapier zu gehen.

Ob in der Stadt oder auf dem Land – viele Menschen, die sich vorher nicht kannten, sind plötzlich füreinander da.  Soziales Engagement wirkt wie das Coronavirus ansteckend, das allerdings im positiven Sinn. In der aktuellen Situation rücken die Menschen in Deutschland zusammen, auch wenn sie körperlich auf Abstand gehen müssen.

Wir sehen eine Welle der Hilfsbereitschaft auf unserer Plattform. Jetzt geht es darum, dass möglichst viele Menschen das Angebot nutzen. Deshalb haben wir eine Hotline eingerichtet.
Christian Vollmann, Gründer von nebenan.de

Manche Nachbarn organisieren sich über Aushänge im Hausflur oder werfen Flyer mit Hilfsangeboten in Briefkästen. Andere nutzen das Internet, um ihre Unterstützung im Alltag anzubieten. Die sozialen Netzwerke machen ihrem Namen gerade alle Ehre.

Digitale Initiativen passen ihre Angebote an: Die Onlineplattform nebenan.de ist vor fünf Jahren ins Leben gerufen worden, um Nachbarn zusammenzuführen. Statt sich in Laufgruppen oder zu Spieleabenden zu treffen, verabreden sich die Nutzer jetzt zu Hilfseinsätzen in ihrem Viertel.

Service-Hotline für Menschen ohne Internetzugang

Wer selbst keinen Internetzugang hat, erhält unter der kostenfreien Service-Hotline 0800 866 5544 Unterstützung: nebenan.de stellt ein Gesuch in der jeweiligen Region online. Die ersten Helferinnen oder Helfer, die sich melden, bekommen dann die Telefonnummer der hilfsbedürftigen Person und können sich mit ihm oder ihr verabreden.

Damit sich nur Menschen bei nebenan.de registrieren, die tatsächlich in der jeweiligen Nachbarschaft leben, müssen Klarnamen und Adresse angegeben werden. Dafür nutzt die Plattform den Identitätsdienst yes® der Sparkassen. Die Nutzer können die Adressdaten, die sie bei der Sparkasse hinterlegt haben, mit einem Klick übermitteln, und nebenan.de kann sicher sein, dass sich echte Nachbarn anmelden und keine Trolle.

Grundsätzlich ist bei allen Hilfsangeboten rund um die Corona-Krise eine gewisse Vorsicht geboten: Neben Nachbarschaftshilfe, die von Herzen kommt, haben auch Betrüger Hochsaison. Überweisen Sie keine größeren Beträge an Unbekannte und bezahlen Sie Einkäufe am besten erst, wenn sie bei Ihnen abgeliefert werden.

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