Lieferengpässe zur Weihnachtszeit: Diese Geschenke werden knapp

Früh shoppen gehen kann sich lohnen

Das Weihnachtsgeschäft rückt näher und viele Branchen klagen über fehlende Materialien, lange Lieferzeiten und steigende Transportpreise. Hier erfahren Sie, welche Produkte knapp werden.  

Eine Frau steht vor einem Schaufenster

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nicht nur elektronische Unterhaltungsartikel sind betroffen. Die Lieferengpässe ziehen sich durch die gesamte Industrie. So bekommen derzeit unter anderem auch der Buchmarkt, Fahrradhändler und Bekleidungsmarken Probleme.
  • Beliebte Produkte könnten schnell vergriffen sein. Steigende Preise, lange Lieferzeiten und gestörte Produktionsketten machen den Branchen zu schaffen.
  • Zur Weihnachtszeit besser nicht auf den letzten Drücker einkaufen. Auch wenn Kundinnen und Kunden nicht vor leeren Regalen stehen werden, könnten einzelne Produkte ausverkauft sein. 

Lieferengpässe wirken sich auf viele Bereiche in der Industrie aus

Während in den vergangenen Monaten bereits Autohändler über erschwerte Produktion aufgrund von Lieferschwierigkeiten klagten, weitet sich das Problem nun auf andere Bereiche der Industrie aus. Aus einer Ifo-Umfrage (Institut für Wirtschaftsforschung) geht hervor, dass 74 Prozent der befragten Händlerinnen und Händler von den Schwierigkeiten betroffen sind. Darunter nicht nur elektronische Unterhaltungsartikel, sondern auch der Buchmarkt, Fahrradhändler, Bekleidungsmarken, Baumärkte und Möbelhäuser.

Die im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachten Spielekonsolen Playstation 5 und Xbox Series X beispielsweise sind Mangelware und bei allen Elektronikhändlern ausverkauft. Für Computerzubehör ist die Lage ebenfalls schwierig. Ein Sprecher der Marktgiganten Saturn und Mediamarkt teilte mit, dass zwar derzeit keine Engpässe bestünden. Das kann sich allerdings zum Weihnachtsgeschäft ändern. Betroffen wären in diesem Fall dann Smartphones, Tablets, Drucker sowie Haushaltsgeräte. 

Auch Bücherliebhaber müssen mit Lieferproblemen rechnen

Bücher sind eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke. Papierknappheit und Preiserhöhungen erschweren Verlagen jedoch die Planung. Während eine Tonne Zellulose Ende vergangenen Jahres noch rund 650 Euro kostete, stieg der Preis zuletzt auf mehr als 1000 Euro. Auch Altpapier wurde deutlich teurer. Hohe Transportkosten, ausgelöst durch steigende Energiepreise, tun ihr Übriges. Höhere Buchpreise scheinen auf die Endkundinnen und -kunden vor dem Weihnachtsgeschäft jedoch nicht mehr zuzukommen. Dies könnte erst zu Beginn 2022 geschehen.

Nicht betroffen sind derzeit beliebte Geschenke wie Barbie-Puppen und Spielzeugautos. Hier sind laut US-Hersteller Mattel sowohl die Produktion als auch die Auslieferung gesichert. 

Produktionen laufen noch nicht wie auf Vorkrisenniveau

Bekleidungsmarken, die im asiatischen Raum produzieren, bekommen ebenfalls die Auswirkungen der Krise zu spüren. Vietnam beispielsweise leidet aktuell unter einer weiteren Corona-Welle und unterliegt staatlich verordneten, strengen Maßnahmen. Viele Arbeiterinnen und Arbeiter sind zudem abgewandert. Dadurch steigt der Druck auf China. Kaum jemand rechnet mit einer Entspannung wird vor dem zweiten Quartal 2022.

Die Produktionen sind von den verfügbaren Arbeitskräften und Preisen abhängig. Vielerorts haben die Abläufe das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht. Die Autoindustrie beispielsweise wird derzeit von Nachfragen überhäuft, jedoch ist das Angebot nicht gegeben. Steigende Frachtraten bei der Schifffahrt erschweren zusätzlich das Aufrechterhalten der Lieferketten.

Fehlende Container sowie Knappheit bei Holz, Kunststoff und Verpackungsmaterialien sorgen für eine verlangsamte Auslieferung vieler Waren von Asien nach Europa. 

Lieber zu früh als zu spät das Weihnachtsgeschenk besorgen

Auch wenn Kundinnen und Kunden nicht vor leeren Regalen stehen werden, könnten einzelne Produkte ausverkauft sein. Daher ist es sinnvoll, Last-Minute-Einkäufe zu vermeiden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ist angeraten, sich bereits jetzt Gedanken um Weihnachtsgeschenke zu machen und im Idealfall Einkäufe oder Bestellungen zu machen. So könnten Sie auch Preiserhöhungen umgehen, die kurz vor Weihnachtszeit auftreten. 

(Stand: 01.11.2021)


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