Online-Shop gründen: So funktioniert’s

Mit unseren Tipps werden Sie zum Web-Unternehmer

Einen eigenen Online-Shop günstig zu erstellen, ist heute kein Problem mehr. Wir zeigen Ihnen, was Sie dafür benötigen.

Gründe für einen eigenen Online-Shop

Es gibt zahlreiche Gründe für einen eigenen Online-Shop. Der wichtigste ist sicherlich, dass Ihr Geschäft nicht mehr nur auf Kunden angewiesen ist, die tatsächlich in den Laden kommen. Stattdessen können Sie über das Internet Kunden aus der ganzen Welt empfangen – zumindest wenn sich Ihr Geschäft für eine Internationalisierung eignet. Und das rund um die Uhr. Denn das Internet kennt keinen Ladenschluss und keine Sonntage. Auf diese Weise erweitern Sie Ihre potenzielle Kundschaft um ein Vielfaches. Und mehr Kunden bedeuten mehr Umsatz.

Aber auch wenn Sie bisher keinen Laden geführt haben, können Sie einen Online-Shop aufmachen. Sind Sie passionierter Maler, Möbeldesigner oder Bastler? Egal, was Sie herstellen: Solange Sie die Urheberrechte daran haben, können Sie es in Ihrem Online-Shop verkaufen. Mit etwas Glück machen Sie dadurch Ihr Hobby zum Beruf. Oder zumindest zu einem kleinen Zubrot.

Um einen eigenen Web-Shop einzurichten, benötigen Sie auch kein großes Startkapital. Na klar, ein bisschen Geld müssen Sie schon in die Hand nehmen. Schließlich brauchen Sie etwas Webspace und ein Shopsystem. Aber wenn Sie kreativ sind und die wichtigsten Aufgaben selbst erledigen können, reichen Ihnen einige hundert Euro aus. Im Gegensatz zur Eröffnung eines klassischen Ladengeschäfts ist das eine sehr geringe Investition.

Für wen eignet sich ein Online-Shop?

Online-Shops eignen sich mittlerweile für fast jede Branche. Voraussetzung ist, dass Sie ein Produkt anbieten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein physisches oder virtuelles Produkt handelt. Sie können Hämmer, Steaks oder Musik verkaufen, Bücher, Bilderrahmen oder Badewannen.

Natürlich profitieren Sie davon, wenn Sie Ihren Web-Shop mit Ihrem Beruf verknüpfen. Schließlich müssen Ihre Werke die Kunden überzeugen. Aber auch nebenberuflich können Sie einen Online-Shop leiten. In diesem Fall müssen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber abstimmen, denn die meisten Arbeitgeber bestehen darauf, dass sich eine Nebentätigkeit nicht negativ auf den Hauptberuf auswirkt.

Auch wichtig: Steuern. Auf alle nebenberuflich erzielten Einnahmen fallen Steuern an. Deshalb müssen Sie Ihre Selbstständigkeit anmelden. Als Kleingewerbetreibender (Einzelunternehmer, GbR) müssen Sie beim Gewerbeamt vorstellig werden, Freiberufler melden sich beim Finanzamt. Sie haben größere Ziele? Dann empfiehlt sich die Gründung eines Handelsunternehmens – beispielsweise einer OHG oder einer GmbH –, welches Sie beim Gewerbeamt registrieren müssen.

Was brauche ich für einen eigenen Online-Shop?

Webshop einrichten

Wie bereits oben erwähnt, müssen Sie nicht gleich vier- bis fünfstellige Summen für den Aufbau Ihres Web-Shops in die Hand nehmen. Aber einige Dinge benötigen Sie schon, bevor Sie Geld einnehmen können.

Zunächst wäre eine eigene Webseite von Vorteil, in die Sie den Shop integrieren. Schließlich fällt es Kunden leichter, Ihnen zu vertrauen, wenn sie auch etwas über Sie erfahren. Auf der Internetseite sollten Sie also ein bisschen von sich erzählen und klarmachen, was das Besondere an Ihren Produkten ist.

Dann benötigen Sie natürlich den Shop selbst. Den können Sie entweder mit einem Baukastensystem, einer Shop-Lösung oder selbst erstellen. Baukastensysteme gibt es bereits für einige Euro im Monat. Sie haben den Vorteil, dass Sie keine Programmierkenntnisse zur Einrichtung benötigen und innerhalb weniger Stunden loslegen können. Dafür sind Sie nicht so flexibel wie mit einem eigenen Shop-System.

Die Zwischenstufe sind Open-Source-Shop-Systeme. Sie sind in ihrer Grundausstattung häufig kostenlos. Bei besonderen Anforderungen müssen Sie Zusatzmodule kaufen. Auch die Installation ist komplexer. Aber wenn Sie sich intensiv in das Thema einarbeiten und keine Angst vor technischen Herausforderungen haben, sind Open-Source-Shop-Systeme eine gute Lösung. Denn sie bieten viel Raum für individuelle Anpassungen. Die meisten sind auch bereits so eingestellt, dass sie auf jedem Endgerät gut aussehen und voll funktionstüchtig sind.

Wenn Sie Web-Entwickler sind oder jemanden kennen, der Ihnen hilft, können Sie Ihren Web-Shop auch selbst erstellen. So sind Sie unabhängig von Anbietern irgendwelcher Baukastensysteme. Allerdings kostet die Entwicklung Zeit und – wenn Sie einen Web-Entwickler bezahlen müssen – auch viel Geld.

Welche Variante die für Sie passende ist, hängt von der Situation und Ihren eigenen Kenntnissen ab. Richtig oder falsch gibt es hierbei nicht.

Die richtigen Bezahlsysteme

Wenn Sie Ihren Online-Shop eingerichtet haben, müssen Sie Ihren Kunden auch Bestell- und Bezahlmöglichkeiten anbieten. Zu den Klassikern gehören natürlich die gute alte Überweisung, das Lastschriftverfahren und die Nachnahme. Von den herkömmlichen Bezahlmethoden ist der Kauf per Nachnahme sicherlich inzwischen am unpopulärsten.

Mittlerweile gibt es aber auch andere Online-Bezahlmethoden wie zum Beispiel paydirekt. Über 50 Millionen Kunden können den Dienst nutzen. Bei paydirekt sind die Daten mit den gleichen Sicherheitsstandards wie beim Online-Banking verschlüsselt. Die Sicherheit von paydirekt ist geprüft und erfüllt die hohen deutschen Datenschutz- und Sicherheitsvorschriften, die als die strengsten weltweit gelten. Möchten Sie paydirekt Ihren Kunden anbieten? Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gern.

Was brauche ich noch?

Zusätzlich zur Webseite und zum Online-Shop benötigen Sie Artikel und Bilder, um Ihrer Internetpräsenz Leben einzuhauchen. Mit Produkttexten und -fotos rücken Sie Ihre Werke ins rechte Licht. Ein Kontaktformular hilft, falls Kunden Fragen haben.

Im Hintergrund muss sich auch einiges tun: Stichwort Vermarktung. Denn irgendwie müssen die Kunden Ihre Produkte ja finden. Also nichts wie ran und eine Facebook-Fanseite gründen. Außerdem wichtig: SEO. Suchmaschinenoptimierung hilft Ihnen, im Internet gefunden zu werden. Suchmaschinen wie Google sind für viele Internetseiten der wichtigste Kanal für neue Zugriffe.

Eine weitere Quelle, um Kunden zu gewinnen, sind Preisvergleichsportale und die Plattformen von großen Online-Versandhändlern. Ihre Produktdaten können Sie auf diesen Seiten häufig kostenlos einbinden. Nur wenn Nutzer auf Ihre Webseite weitergeleitet werden oder tatsächlich ein Verkauf stattfindet, zahlen Sie eine Provision. So können Sie auch außerhalb Ihres Online-Shops gefunden werden.

Zu guter Letzt benötigen Sie auch noch eine Warenwirtschaft. Schließlich wollen Ihre Kunden nach einem Kauf auch schnell etwas in den Händen halten. Am Anfang können Sie den Versand vielleicht noch alleine regeln. Aber irgendwann wird es schwierig. Am besten überlegen Sie frühzeitig, wie Sie den Prozess verwalten wollen, wenn der Aufwand für Sie zu groß wird.

Rechtliche Pflichtangaben

Webshop einrichten

Für Online-Shops gibt es einige Pflichtangaben. Das Impressum muss Ihre Kontaktdaten enthalten – dazu zählt auch die Telefonnummer. Preisangaben der Produkte müssen die enthaltene Mehrwertsteuer auszeichnen. Ein Widerrufsrecht und Angaben zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) benötigen Sie ebenfalls. Beiden Punkten müssen Kunden vor ihrem Kauf aktiv zustimmen. Und auch für den Bestellbutton gibt es in Deutschland klare Regeln: Dem Kunden muss klargemacht werden, dass durch das Bestellen eine zahlungspflichtige Transaktion auf ihn zukommt.

Falls Sie Fragen zur Existenzgründung, zu steuerrechtlichen Themen oder zur Integration von paydirekt als Bezahlsystem in Ihren Web-Shop haben, unterstützen wir Sie gerne.

Bei Fragen helfen wir Ihnen gern weiter.

Bitte wählen Sie Ihre Sparkasse aus:

Ist das nicht Ihre Sparkasse?