Lebensmittel günstiger einkaufen

Mit diesen 13 Tipps Geld sparen

Lebensmittel sind teurer geworden – das haben viele bereits beim täglichen oder wöchentlichen Gang in den Supermarkt festgestellt. Doch keine Sorge: Mit diesen 13 Tipps können Sie trotzdem günstiger einkaufen. 

Eine Frau steht im Supermarkt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nicht nur in Supermärkten gehen die Preise nach oben. Auch Discounter wie Lidl, Aldi und Penny werden deutlich teurer.
  • Wer Geld sparen möchte, sollte sich schon vor dem Einkauf mit Rabatten und Sonderangeboten beschäftigen und eine Einkaufsliste schreiben. Auch das eigene Hungergefühl und die Größe des Einkaufwagens oder Korbes haben Einfluss.
  • Im Geschäft angekommen, sind Bücken und Strecken von Vorteil. Denn die teuersten Produkte platzieren Supermärkte bewusst in der Mitte der Regale auf Augenhöhe der Kundin oder des Kunden. Günstiger wird es nach oben und nach unten. 

Nach dem Einkauf ist vor dem Einkauf

Rohstoffmangel und schlechte Ernten sowie Lieferengpässe aus der Ukraine – dies alles treibt die Inflation. Daher gehen sogar bei Discountern wie Lidl und Aldi die Preise nach oben. Wer Geld sparen möchte, sollte deshalb nicht erst vor Ort im Supermarkt nach Schnäppchen Ausschau halten. Schon vor dem eigentlichen Einkauf können Sie verschiedene Tipps anwenden, um an der Kasse günstiger wegzukommen. 

Tipp Nr. 1: Einkaufsliste schreiben

Habe ich eigentlich noch Nudeln im Haus? Und ist genug fürs Frühstück am nächsten Tag da? Wer planlos einkaufen geht, tendiert dazu, mehr und vor allem doppelt zu kaufen. Viel besser ist es, sich vorher Zeit zu nehmen und eine Einkaufsliste zu schreiben. Sie verhindert außerdem, dass Sie Dinge kaufen, die Sie gar nicht brauchen. 

Übrigens: Planen Sie kleine Sünden wie Süßigkeiten direkt in Ihren Einkauf ein. So haben Sie während des Einkaufs nicht das Gefühl, etwas zu verpassen, und kommen nach einem Wocheneinkauf nicht in Versuchung, nochmal loszuziehen. 

Tipp Nr. 2: Rabatte und Sonderangebote raussuchen

Eigentlich selbsterklärend: Wer auf Rabatte und Sonderangebote achtet, kommt beim Gang in den Supermarkt günstiger weg. Sowohl online als auch offline gibt es Broschüren, in denen die Preisreduktionen der nächsten Wochen vorgestellt werden. Ab und zu ist auch ein Coupon dabei. Viele Supermärkte bieten außerdem Rabattsysteme an, bei denen Sie beim Einkauf Punkte sammeln, die Sie nach einer Weile in Form von Gutscheinen einlösen können. 

Tipp Nr. 3: Preise vergleichen

Preise variieren – auch bei Lebensmitteln. Auch wenn es nicht unbedingt Spaß macht und Zeit kostet, sollten Sie die Preise der verschiedenen Supermärkte und Discounter miteinander vergleichen. So können Sie den günstigsten Anbieter ausfindig machen und dort einkaufen. Oft lassen sich die Preise sogar online vergleichen.

Tipp Nr. 4: Einkaufsbudget setzen

Sobald Ihre Einkaufsliste fertig geschrieben ist und Sie die Preise verglichen haben, können Sie sich ein Einkaufsbudget setzen. Wer bar bezahlt, kann beispielsweise nur eine bestimmte Menge an Geld mitnehmen.

Aber: Die Karte sollten Sie zur Sicherheit trotzdem zur Hand haben, falls doch etwas unerwartet teurer wird. Ansonsten könnte die Situation an der Kasse unangenehm werden. 

Tipp Nr. 5: Vor dem Einkauf etwas essen

Achten Sie darauf, nicht hungrig einkaufen zu gehen. Ein leerer Magen sorgt nämlich dafür, dass alles verlockender wirkt – besonders das Süßigkeitenregal. Mit Hunger kaufen Sie dadurch oft mehr, als Sie benötigen. Wer hingegen vorher etwas isst, kann entspannt durch den Supermarkt schlendern. 

Tipp Nr. 6: Großeinkäufe tätigen

Großeinkäufe sparen nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Denn wer nur einmal in der Woche in den Supermarkt geht, kommt nicht in Versuchung, mehrmals Kleinigkeiten mitzunehmen oder den Gelüsten freien Lauf zu lassen. Außerdem sind Sie so gezwungen, sich vorher darüber Gedanken zu machen, was Sie in der Woche essen wollen und welche Produkte dafür nötig sind. Auch bei der Menüplanung gibt es viele Möglichkeiten, auf den Preis zu achten: So sind vegetarische und vegane Varianten häufig günstiger als solche mit Fleisch. 

Tipp Nr. 7: Saisonal und regional einkaufen

Wer Geld sparen will, kauft saisonal und regional ein. Importierte Ware ist oft aufgrund der weiten Lieferstrecke teurer als Lebensmittel, die in Europa oder sogar vor Ort angebaut werden können.

Diese Produkte wachsen beispielsweise in Deutschland:

  • Äpfel
  • Aprikosen, Nektarinen und Pflaumen
  • Kirschen
  • Birnen
  • Möhren 
  • verschiedene Salate
  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Kohlrabi
  • verschiedene Beeren 
  • Kürbis

Eine ausführliche Liste finden Sie hier im Saisonkalender und um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie auf dem Label jedes Produkts das Herkunftsland überprüfen. Denn auch wenn in Deutschland vieles wächst, ist es nicht möglich, den durchschnittlichen Bedarf gänzlich mit saisonalen und regionalen Produkten zu decken.   

Tipp Nr. 8: Eigenmarken wählen

Die Eigenmarken von Supermärkten sind oft günstiger als Markenprodukte. Das liegt daran, dass für diese Produkte meist keine Werbung gemacht wird und sie im Design weniger kreativ gestaltet sind – dadurch sparen die Hersteller Geld. Jedoch sollten Sie bedenken, dass auch die Qualität der Inhaltsstoffe manchmal unter der Kostenersparnis leidet. Vergleichen Sie daher am besten die Zutatenlisten. 

Tipp Nr. 9: Bücken und strecken

Kurzum: Alles, was sich auf Augenhöhe befindet, ist nicht unbedingt preiswert. Supermärkte zielen bewusst darauf ab, dass Kundinnen und Kunden sich weder bücken noch strecken und deshalb direkt zum teuersten Produkt in der Mitte des Regals greifen. Ein Trick, der funktioniert.

Schauen Sie beim Einkauf daher am besten nach oben oder unten, um die günstigste Ware zu entdecken. Das ist zwar mit vollem Einkaufskorb manchmal etwas lästig, spart aber Geld. 

Tipp Nr. 10: Auf Frische achten

Man kennt’s: Die Zeit drängt, aber Sie müssen unbedingt noch einkaufen. Schnell durch den Laden eilen, das Erstbeste greifen, zahlen und ab nach Hause. Doch dort folgt der Schreck – in der Obstschale hat sich eine schimmelige Frucht versteckt und Sie haben übersehen, dass das Gemüse auch schon runzelig und der Salat welk ist.

Zwischen Bergen an Gemüse und Obst sind leider hin und wieder Produkte dabei, die nicht mehr verzehrt werden sollten. Nehmen Sie sich beim Einkauf deshalb lieber etwas mehr Zeit, um alles genau anzuschauen und auf Frische zu überprüfen. Außerdem ist die Auswahl früh morgens meist noch besser. Wer abends einkaufen geht, muss damit rechnen, nur noch aussortierte Ware vorzufinden.

Übrigens: In vielen Supermärkten erhalten Sie nach Vorlage des Kassenbons das Geld für die verdorbene Ware zurück. Auch wenn Sie Ihre Lebensmittel online bestellen, haben Sie die Möglichkeit zur Reklamation. So fehlt Ihnen zwar das Produkt, doch Sie bleiben zumindest nicht auf den Kosten sitzen. Aber aufgepasst: Das gilt nur, wenn sie die Ware unmittelbar nach dem Kauf reklamieren. 

Tipp Nr. 11: Verderbliches oder Abgelaufenes kaufen

Was erst einmal richtig unappetitlich klingt, kann bares Geld sparen. Obst und Gemüse, das schon relativ reif ist, wird oft günstiger verkauft. Wenn Sie planen, es am selben oder spätestens nächsten Tag zu essen, können Sie getrost zugreifen. Gleiches gilt für Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht wird, oder die bereits abgelaufen sind. Viele Produkte sind noch Wochen danach genießbar. Am besten vertrauen Sie auf Ihre Sinne: Riecht und schmeckt das Produkt noch gut, ist es in der Regel noch problemlos verzehrbar. 

Tipp Nr. 12: Kleinen Einkaufswagen oder Korb nehmen

Je mehr Platz im Einkaufswagen oder Korb ist, umso größer ist das Risiko, ihn mit Dingen zu füllen, die Sie eigentlich gar nicht benötigen. Überlegen Sie daher im Vorfeld, wie viel Sie einkaufen möchten und wählen Sie anhand dessen die Größe ihres Einkaufswagens oder Korbs. So sind Sie platztechnisch gar nicht in der Lage, über den Rahmen Ihrer Einkaufsliste hinauszugehen. 

Tipp Nr. 13: Das richtige Timing finden

Zeitdruck kann uns produktiver, aber auch unachtsamer werden lassen – auch beim Einkauf im Supermarkt. Für den letzten Tipp sollten Sie daher darauf achten, welchem Typus Sie entsprechen. Verhilft Ihnen Zeitdruck dabei, produktiv zu sein und mehr zu schaffen? Dann sollten Sie einkaufen gehen, wenn Sie nicht lange durch die Reihen schlendern können. So vermeiden Sie Impulskäufe und nehmen nur das mit, was Sie wirklich brauchen.

Anders sieht es aus, wenn Ihre Effizienz bei Zeitdruck abnimmt und Sie unter Stress dazu tendieren, wahllos Produkte in Ihren Einkaufskorb zu werfen. Nehmen Sie sich für Ihren Gang in den Supermarkt Zeit und klappern Sie in Ruhe Ihre Einkaufsliste ab. So können Sie ohne Druck Produkte vergleichen, auf Frische achten und die günstigere Alternative wählen. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Das ist unterschiedlich. Meistens haben Discounter wie Lidl, Aldi und Penny die günstigsten Preise. Allerdings können Sie auch in Supermärkten wie Edeka und Rewe oder auf Wochenmärkten kostensparend einkaufen. Wer die Möglichkeit hat, direkt beim Erzeuger einzukaufen, kann ebenso günstiger wegkommen. Der Vorteil: Sie sehen, wo die Produkte herkommen und die Logistik entfällt. Das ist gut für die Frische.

Grundsätzlich kommt es auf Ihre Eigeninitiative an, sich auf den Einkauf vorzubereiten, Preise zu vergleichen und Sonderangebote mitzunehmen. Besonders Eigenmarken sind in der Regel am billigsten – ebenso die Produkte, die im Regal ganz oben oder ganz unten stehen. 

Fast alle Lebensmittel haben im Preis angezogen und besonders bei Milchprodukten und Backwaren müssen Verbraucherinnen und Verbraucher mit weiteren Preissteigerungen rechnen. Aber auch Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst sowie klassische Frühstücksprodukte wie Marmelade und Cornflakes sind teurer geworden.

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Verschiedene Produkte werden aufgrund von Sonderangeboten zwischenzeitlich immer mal wieder günstiger. Auch wenn das Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums naht, reduzieren Supermärkte und Discounter oft die Preise. Achten Sie zudem auf Obst und Gemüse, das nicht mehr ganz so frisch oder optisch verformt ist. 

Ein genaues Datum lässt sich nicht nennen. Derzeit treiben Rohstoffmangel und Lieferengpässe die Preise nach oben. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass es erst einmal teuer bleibt – und vermutlich sogar noch teurer wird. Eine Preisreduktion ist von der politischen und wirtschaftlichen Lage abhängig. Wann sich diese beruhigt, ist jedoch unklar.

(Stand: 10. Mai 2022)


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