Die Sparkasse liegt um die Ecke – und wenn Sie wollen neben Ihrem Bett

1818 druckte die Sparkasse das erste Sparbuch, 1968 stellte sie den ersten Geldautomaten auf – und heute? Heute treiben wir mit den erfolgreichsten Banking-Apps Deutschlands die Digitalisierung voran.

Bei immer mehr Menschen liegt die Sparkasse nicht mehr nur um die Ecke, sondern morgens gleich neben dem Bett. Tagsüber liegt sie dann auf dem Schreibtisch und zwischendurch steckt sie in der Tasche – als App auf dem Smartphone oder dem Tablet.

Im digitalen Zeitalter erfährt Kundennähe eine neue Bedeutung und täglich steigt die Zahl der Kunden, die die neue Nähe zur Sparkasse nutzen. Mit über sieben Millionen Nutzern sind die Apps der Sparkassen die beliebtesten mobilen Finanz-Anwendungen in Deutschland. „Auch weil sie mittlerweile mehr können, als den Kontostand anzuzeigen oder Geld zu überweisen“, sagt Stefan Brinkmann. Er ist Seniorberater für Multikanaltechnologie und E-Banking bei der SIZ GmbH sowie Projektmanager beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Digitales Sparen ist seit 14 Jahren sein Thema.

Zu Brinkmanns aktuellen Favoriten zählt zum Beispiel die Funktion Klicksparen in der Sparkassen-App. „Der Sparvorgang ist für viele zunächst einmal ziemlich unsexy, weil er einen Konsumverzicht darstellt“, sagt Brinkmann. Sein Sparanreiz: Fotos. Beim Klicksparen laden die Nutzer Bilder von ihren Sparzielen hoch und haben so den Traumurlaub oder das neue Fahrrad immer vor Augen. Per Klick oder Tab verteilt der User sein Geld auf das jeweilige Foto. So bleibt das Sparschwein-Prinzip im Zeitalter von Instagram attraktiv. Zusätzlich teilen die Anwendungen regelmäßig mit, wie weit man noch vom Sparziel entfernt ist.

So funktioniert Klicksparen

Für Reisende sind pushTAN und der Kontowecker interessant: pushTAN schickt die für Überweisungen notwendigen TAN-Nummern aufs Smartphone. Der Kontowecker informiert über Bewegungen auf dem Konto, etwa wenn ein bestimmter Kontostand über- oder unterschritten wird. Digitale Innovationen entstehen bei der Sparkasse kollaborativ und transparent in den zuständigen Fachbereichen und dem Projektteam zur Weiterentwicklung der Sparkassen-Apps. Ein Zukunftslabor und ein Wettbewerb, bei dem jeder Mitarbeiter Ideen einreichen kann, sollen die Innovationskultur im Haus fördern.

„Vor allem orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Kunden“, sagt Jan Petersen, Leiter des Innovationskreises der Sparkassen.

Die wichtigsten Ideengeber sind jedoch die Kunden. „Wir beobachten weltweit Trends, doch vor allem orientieren wir uns an ihren Bedürfnissen“, sagt Jan Petersen, Leiter des Innovationskreises der Sparkassen. Er denkt sogar über ein Crowdsourcing-Programm nach, bei dem Kunden Ideen online vorschlagen und bewerten. So kann jeder sagen, was die Sparkasse, die da morgens neben dem Bett liegt, können soll.

Die Sparkasse liegt um die Ecke –  und wenn Sie wollen neben Ihrem Bett